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Bach, Johann Sebastian;
21. März/ 31. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig
deutscher Komponist
Bach war Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er ist heute einer der bekanntesten Tonschöpfer überhaupt, dessen Musik spätere Komponisten wesentlich beeinflusst hat und dessen Werke im Original und in zahllosen Bearbeitungen weltweit präsent sind.
Bach erlernte das Instrumentenspiel schon im Kindesalter bei seinem Vater, erweiterte seine Fertigkeiten später bei seinem Bruder in Ohrdruf sowie an der Michaelisschule in Lüneburg. Schon als er im Alter von 17 Jahren war, galt sein Spiel auf Tasteninstrumenten als virtuos. Es folgten Anstellungen als Musiker an der Kapelle des Prinzen Johann Ernst und als Organist in Arnstadt, später in Mühlhausen. 1708 wurde Bach Hoforganist und Kammermusikus am Hof des Herzogs Wilhelm Ernst in Weimar, der ihn 1714 zum Konzertmeister ernannte. 1717 wechselte er als Kapellmeister an den Hof des musikalischen jungen Fürsten Leopold nach Köthen. Von 1723 bis zu seinem Tode war Bach als Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig tätig, wo er für die Musik in den vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich war. Ferner übernahm er 1729 die Leitung des Collegium Musicum der Stadt Leipzig. Seit 1736 trug er den Titel des Königlich Pohlnischen und Churfürstlich Sächsischen Hof-Compositeurs unter August III.
Einerseits wurde Johann Sebastian Bach zu seinen Lebzeiten innerhalb seines Wirkungsfeldes in erster Linie, jedoch nicht ausschließlich , als Virtuose, Organist und Orgelinspektor denn als Komponist hoch geschätzt, andererseits wiederum folgte schon kurz nach Bachs Tod eine Neuorientierung in der deutschen Musiktheorie, für die in erster Linie der dominierende Einfluss der Bach-Schule verantwortlich war. Und spätestens seit dem 19. Jahrhundert erlebt sein Werk eine beispiellose Wiederentdeckung und Würdigung.
Bachs musikalisches Schaffen umfasst mit Ausnahme der Oper alle damals gebräuchlichen musikalischen Gattungen und enthält so bekannte und musikwissenschaftlich bedeutsame Werke[8] wie die Brandenburgischen Konzerte, die Orchestersuiten, das Wohltemperierte Klavier, die Goldberg-Variationen, die Chromatische Fantasie und Fuge, die h-Moll-Messe, die Matthäus- und Johannespassion, das Musikalische Opfer, Die Kunst der Fuge, Sonaten und Partiten für Violine Solo, Suiten für Violoncello Solo, über 200 überlieferte Kantaten und eine ähnlich große Zahl von Orgelwerken
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Bagger, Boris Björn
* 6. März 1955 in Karlsruhe; † 4. Juli 2024
deutscher Gitarrist, Musikpädagoge, Komponist, Arrangeur und Dirigent.
Bagger studierte Musikwissenschaft an der Musikhochschule Karlsruhe und der Musikhochschule Freiburg. Seine Kammermusikpartner waren u. a. Tabea Zimmermann (Paganini Trios, Beethoven Trio), Martin Ostertag (über 200 Konzerte und CD-Aufnahmen), Kalle Randalu (Konzerte und CD-Aufnahmen), Detlef Tewes (über 300 Konzerte und CD-Aufnahmen), Ernö Sebestyen (Weltersteinspielung Paganini Barucaba Variationen für Violine und Gitarre), Ulf Rodenhäuser, Jean-Claude Gerard; außerdem gab er Konzerte als Gast bei der Villa Musica u. a. mit Arnold Schönbergs Serenade op. 24.
Er spielte mit den Orchestern RSO Frankfurt, Bochumer Symphoniker, Saarländisches Rundfunkorchester, Baden-Badener Philharmonie, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, SWR Sinfonieorchester Freiburg, Badische Staatskapelle Karlsruhe, Nationaltheater Mannheim, Staatsphilharmonie Estland, Kammerorchester Heilbronn, Württembergische Philharmonie und Kammerorchester Tallinn.
Bagger musizierte unter den Dirigenten Pierre Boulez, Michael Gielen, Kazushi Ono, Justin Brown, François-Xavier Roth, Anthony Bramell, Adam Fischer, Eri Klas, Neeme Järvi, Ari Rasilainen, Leif Segerstam, Leslie B. Dunner, Werner Stiefel, Titus Engel, Peter Eötvös, Klaus Arp, Peter Falk, Christoph Poppen, Ola Rudner, Christoph Prick, Steven Sloane, Gerard Korsten, Terry Davies und Robert Reimer.
25 CD-Aufnahmen entstanden u. a. bei BMG (Ariola), Signum, Hänssler Classics, ANTES und Bayer. Er trat in Fernsehproduktionen in Deutschland, Finnland und Estland als Solist, Kammermusiker und Dirigent – 2012 als Dirigent und Gitarrist in der Sendung Einfach die Besten (SWR) – auf. Er machte in Europa 200 Rundfunkproduktionen. Uraufführungen erfolgten von 40 Kompositionen (u. a. Erkki-Sven Tüür – Spiel für Violoncello und Gitarre, Felix Treiber – Doppelkonzert für Gitarre, Schlagzeug und Orchester, Jaan Rääts – Gitarrenkonzert, Doppelkonzert für Flöte, Gitarre und Orchester).
Seit 1990 hatte er eine Professur für Gitarre, Kammermusik, Orchesterstudien an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe inne.
Bagger leitete als Dirigent u. a das Mandolinenorchester Ettlingen.
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Balzer, Herbert
*1913 in Hamburg, † 25. November 2001 in Hamburg
1928 Volksschul-Abschluss und Beginn einer Lehre als Quartiersmann und Ewerführer, dann ab 1933 Arbeiter im Hafen. 1934 wird er selbstständiger Fuhrunternehmer.
Ab 1938 aushilfsweises Dirigat beim „HMO“, 1939 Militärzeit, Heirat und nach Kriegsende wieder als Fuhrunternehmer tätig.
Ab 1945 Gitarrenstudium bei Willy Heidorn in Hamburg, und Besuch von Lehrgängen bei Walter Gerwig,
Prof. Karl Scheit und Kurse der Volkshochschule Hamburg. Danach studierte er privat bei Prof. Peter Hartmann in Hamburg Musiktheorie.
Dirigent im „HMO“.
Mehr als 100 Bearbeitungen von Klassik, Folklore und Lieder für das HMO, teils auch verlegt im Trekel-Musikverlag unter Pseudonym.
Ab 1947 Dozent für Gitarre und Mandoline am „Hamburger Konservatorium“.
1956 Auflösung des Fuhrunternehmens und Arbeit als hauptberuflicher Musiklehrer an der Staatliche Hamburger Jugendmusikschule und Volkshochschule Hamburg.
1968-1990 Dozent im Laien- und Akademiebereich als Gitarren- und Methodik-Lehrer tätig und leitete daneben den Gitarrenchor des „Hamburger Konservatoriums“
1993 Aufgabe des Dirigates im “HMO” aufgrund Krankheit.
2001 erliegt Herbert Balzer seiner schweren Krankheit.
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Barbella, Emanuele
* 14. April 1718 in Neapel; † 10. Januar 1777
italienische Violinist und Komponist
Emanuele Barbella erhielt im frühen Kindesalter Violinunterricht von seinem Vater Francesco Barbella, dem „maestro d'instrumenti ad arco“ am „Conservatorio di Santa Maria di Loreto“. Nach dem Tod des Vaters 1732 hatte er verschiedene Geigenlehrer, darunter vor allem Pasquale Bini, ein Schüler Giuseppe Tartinis. Kompositionsunterricht erhielt er von Michele Caballone (1692–1740) und Leonardo Leo. Möglicherweise stand er im Austausch mit Padre Martini, dem er seinen Canone all’unisone vorlegte. Barbella war Lehrer und Violinist an mehreren wichtigen Musikinstitutionen in Neapel und ab 1753 erster Geiger am Teatro Nuovo. 1756 wurde er Mitglied der Capella Reale und ab 1761 im Teatro San Carlo.
Auf Empfehlung Felice Giardinis war Barbella der wichtigste Ansprechpartner Charles Burneys bei dessen Erkundungen in der Musikwelt Neapels.
Barbellas relativ schlichte Kompositionen sind dem galanten Stil zuzurechnen. Einige seiner Sammlungen wurden teils mehrfach in Frankreich oder England veröffentlicht, dies erklärt die weite Verbreitung und die Beliebtheit seiner Werke, die teils auch in Violinschulen übernommen wurden.
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Bartók, Béla
*25. März 1881, Nagyszentmiklós, Ungarn; † 26. September 1945, New York, USA
bedeutender ungarischer Komponist, Pianist und Musikethnologe der Moderne und Sammler von Volksmusik.
Seine Ausbildung erhielt er in der Königliche Musikakademie in Budapest (1899–1903).
Er verband westeuropäische Kunstmusik mit osteuropäischer Folklore.
1940 übersiedelte er aufgrund des Zweiten Weltkriegs in die USA
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Bast, Wolfgang
30.07.1949 – 24.02.2025
bedeutender deutscher Komponist, Dirigent, Musiker und Musiklehrer, der die Zupfmusikszene über 50 Jahre prägte.
Er studierte an der Musikhochschule in Saarbrücken. Seit 1976 Lehrer an der Städtischen Musikschule Lahr.
Der Saarländer war besonders in Baden-Württemberg als Leiter von Zupforchestern und des Tokyo Zupfensembles, mit denen er regelmäßig auf Konzertreise geht. Seine Werke, darunter Divertimenti für Zupforchester, sind im Trekel Musikverlag erschienen.
Er war über fünf Jahrzehnte aktiver Musiker, Träger der BDZ-Verdienstmedaille in Gold. Komposition und Dirigat im Bereich der Zupfmusik (Mandoline/Gitarre).
Hier einige Werksbeispiele: Divertimento Nr. 1, Divertimento Nr. 2 für Zupforchester, Divertimento Nr. 3 für Zupforchester. Besonders eng verbunden war er mit der Zupfmusikszene in Baden-Württemberg. |

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Baston, John
* um 1685; † um 1740
englischer Komponist und Flötist des Spätbarock
John Baston hatte Anstellungen an Stationers' Hall (1708–1714), an Coachmakers' Hall (1722–1733), außerdem wurde er als Musiker am Drury Lane Theater erwähnt [1]. Als sein wichtigstes Instrument gilt die Blockflöte. Die einzigen Kompositionen Bastons, die erhalten blieben, sind seine „Six Concertos in Six Parts for violins and Flutes“ von 1729, die wieder in Neuausgaben erhältlich sind. Sein Kompositionsstil war temperamentvoll, er verwendete in seinen Werken einfache, aber gefällige Harmonien. 1739 gehörte Baston zu den Gründungsmitgliedern der „Society of Musicians“.
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Baumann, Herbert (Karl Wilhelm)
* 31. Juli 1925 in Berlin; † 21. Januar 2020 in München
deutscher Komponist und Dirigent
Als Sohn eines Kaufmanns machte Baumann 1943 auf dem Schillergymnasium in Berlin-Lichterfelde das Abitur. Nach dem Schulbesuch wurde Baumann im Alter von 18 Jahren zur Wehrmacht einberufen und im Kriegseinsatz von Granatsplittern getroffen. Das Kriegsende erlebte er in Bayern. Wieder in seine Heimatstadt Berlin zurückgekehrt, folgte er dem Wunsch des Vaters, Architektur zu studieren. Mit dessen Einverständnis wechselte er kurze Zeit später an das „Internationale Musikinstitut Berlin“ (Komposition bei Paul Höffer und Boris Blacher, Dirigieren bei Sergiu Celibidache).
Sein Grundstudium endete bereits 1947 mit einem Engagement als Direktor für Bühnenmusik am Deutschen Theater Berlin. Er wurde Theatermusiker und blieb es dreißig Jahre lang. 1970 gelang Baumann der Sprung nach München an das Residenztheater.
Bis 1963 schrieb er 45 Bühnenmusiken. Heute sind es insgesamt mehr als 500. Zudem komponierte er zwischen 1957 und 1983 die Musik zu sechs Kinofilmen und 30 Fernsehfilmen, darunter auch mehrteilige Serien. Wenn auch Bühnen- und Filmmusik das Zentrum seiner musikalischen Tätigkeit bilden, so hat er sich ebenfalls als Instrumentalkomponist einen Namen gemacht. 1998 wurde die „Herbert-Baumann-Stiftung“ errichtet, die sich der Förderung der Musik verschrieben hat.
Die gesamten Manuskripte, gedruckte Werke, CDs etc., sind bei der Bayerischen Staatsbibliothek einzusehen, teilweise auch auszuleihen. Darüber hinaus sind in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig, Berlin und Frankfurt/Main sämtliche Druckwerke zu finden.
Seine bekanntesten Werke in der Zupfmusik:
Saarländische Zupfmusik, Suite Nr. 3
Vier alte Tänze für Zupforchester Suite Nr.1
Vier alte Tanzstücke Suite Nr.5
Der wohlfeile Gänsebraten
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Baumann, Max
* 20.November 1917 in Kronach, Oberfranken; † 17. Juli 1999 in Berlin
deutscher Komponist, Musikpädagoge, Dirigent
Baumann erhielt als Sohn eines Musiklehrers seinen ersten Musikunterricht im Elternhaus. Nach Stationen in Halle und Passau studierte er in Berlin an der Hochschule für Musik Dirigieren, Klavier und Posaune sowie bei dem Hindemith-Schüler Konrad Friedrich Noetel und später bei Boris Blacher Komposition. Abgesehen von einer zweijährigen Tätigkeit als Chordirektor und stellvertretender Kapellmeister an der Oper in in Stralsund von 1947-49 lehrte Baumann seit 1946 bis zu seiner Emeritierung 1978 zunächst Klavier, später vor allem Tonsatz an der Berliner Musikhochschule. 1960 wurde er zum Professor berufen. Baumann trat auch als Dirigent und Chorleiter in Erscheinung und war nach dem Tod Karl Forsters 1963 interimistischer Leiter des Chors der St. Hedwigs-Kathedrale. Bis zu seinem Tod lebte Baumann in Berlin.
Max Baumanns kompositorisches Schaffen umfasst nahezu alle Gattungen der Musik, jedoch nimmt die Orgelmusik und vor allem die geistliche Vokalmusik in seinem Werk einen weiten Raum ein. Letztere reicht vom einfachen gleichstimmigen Lied über A-cappella-Messen und Doppelchöre bis hin zu abendfüllenden Chorwerken wie der Passion op. 63 (1959) oder dem Oratorium Auferstehung op. 94 (1980) nach Texten der Heiligen Schrift und der Liturgie.
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Beer-Demander, Vincent
*1982 in Paris
französischer Mandolinist und Komponist
Seine Kompositionen sind bei mehreren Musikverlagen verlegt.
Beer-Demander wurde in Paris geboren und begann seine musikalische Ausbildung 1990 an der Toulouse Mandolin School, die gerade von Francis Morello, einem der ältesten Musiker des Toulouse Plectrum Ensemble, gegründet worden war. Im Jahr 2000 setzte er diese Ausbildung an der nationalen Musikschule von Argenteuil fort, wo er von der Erfahrung von Florentino Calvo profitierte. Dort erhielt er ein Diplom in Musikwissenschaft und ein Staatsdiplom in antiken Instrumenten, die mit einem ersten Preis in Kammermusik und musikalischer Ausbildung sowie einem ersten Preis in Mandoline gekrönt wurden.
Beer-Demander arbeitete dann ein Jahr lang mit Ugo Orlandi am Musikkonservatorium von Padua. Dann bereitete er eine Kammermusikkonzertlizenz an der École normale de musique de Paris vor, in der Klasse von Alberto Ponce und als Teil des Duo Chitarronne. Er erhielt es mit den einstimmigen Glückwünschen der Jury. Gleichzeitig perfektionierte er die Komposition am Marseiller Konservatorium mit Régis Campo, wo er 2010 auch einen ersten Kompositionspreis mit einstimmigen Glückwünschen von der Jury erhielt.
Beer-Demander unterrichtet am Konservatorium von Marseille und am Königlichen Konservatorium von Lüttich, an der Akademie der Mandolinen in Marseille, wo er seit ihrer Gründung im Jahr 2007 auch künstlerischer Leiter ist.
Er arbeitet auch an der Musikschule von Vif, wo er auch die musikalische Leitung für das „Corda'Vif-Plectrum“-Orchester bietet, und an der Estudiantina d'Annecy, wo er insbesondere den jährlichen Choro-Kurs betreut.
Die Anzahl der Experten und Virtuosen, die über das Wissen und die Fähigkeiten verfügen, um den Anforderungen eines Orchesters gerecht zu werden, das Werke mit Teilen für die Mandoline aufführen will, umfasst in Frankreich etwa zehn Personen. Um dieser Nachfrage gegegn zu werden, nimmt Beer-Demander jedes Jahr an rund hundert Konzerten teil.
Seit 2004 ist er Mitglied des Nov' Mandolin-Ensembles (Beer-Demander - Mandoline, Mandola undMandocello, Fabio Gallucci - Mandoline und Mandola, Gregory Morello - Gitarre, Marilyn Montalbano - Gitarre und akustische Bassgitarre, Cécile Valette - Mandoline. Die Gruppe hat zahlreiche Konzerte mit Mike Marshall gegeben und hat mehrere Kompositionen auf die Bühne gebracht oder aufgenommen.
Zusammen mit Gregory Morello (klassische Gitarre) und Nelson Gomez (Gitarre) bildet er das Guitarson Trio.
Er bildet mit Miren Adouani auch das Duo Pensiero, eine originelle Kombination aus Klavier und Mandoline. Dieses Duo ist Preisträger des internationalen Wettbewerbs Rafaele Calace (Italien, 2008) in der Mandolinen-Klavier-Formation. Ihre erste Platte wurde von François-René Duchâble begrüßt und vorangegangen.
Beer-Demander ist ein facettenreicher Komponist, wie viele aktuellen Komponisten wie F. Martin, F. Rossé, T. Ogawa, A. Ourkousounov, J.Y. Bosseur, D. Nicolau. Eer bleibt dennoch dem ursprünglichen Repertoire des 18., 19. und 20. Jahrhunderts verbunden.
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Beethoven, Ludwig van
getauft am 17. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien, Österreich
deutscher Komponist und Pianist
Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg. Er wird zu den überragenden Komponisten der Musikgeschichte gezählt.
Zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn machte sich Beethoven zunächst als Klaviervirtuose einen Namen. Zu seinen Stärken gehörte das freie Improvisieren und Fantasieren auf dem Instrument. Nach dem Umzug von Bonn nach Wien führte ihn sein Talent bald in die höchsten gesellschaftlichen Kreise der habsburgischen Metropole. Ein Gehörleiden, das sich im Laufe der Zeit zur fast völligen Taubheit verschlimmerte, setzte seiner Karriere als Pianist ein vorzeitiges Ende. Die Krankheit löste eine Krise aus, über die Beethoven 1802 in seinem Heiligenstädter Testament Zeugnis ablegte. Beethoven pflegte vielerlei Kontakte zu Frauen aus seinem Umfeld.
Mit der Verschlechterung seines Gehörs konzentrierte sich Beethoven mehr und mehr aufs Komponieren. Während andere Komponisten ihre Werke oft schnell zu Papier brachten, rang Beethoven um jede Note. Immer wieder wurde nachgearbeitet und verbessert. In den meisten musikalischen Gattungen und Besetzungen, zu denen Beethoven Kompositionen beitrug, gehören seine Werke zu den wichtigsten ihrer Art, namentlich die 9 Sinfonien, die 32 Klaviersonaten, Klaviervariationen, die 5 Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, die 16 Streichquartette und die Große Fuge, weitere Kammermusik wie die Klaviertrios, Violin- und Violoncellosonaten. Wichtige Vokal- bzw. Bühnenwerke sind der Liederzyklus An die ferne Geliebte, die einzige Oper Fidelio und die Missa solemnis. Beethoven ist seinem Anspruch, ein bleibendes musikalisches Werk für die Nachwelt zu hinterlassen, gerecht geworden. Seine Popularität ist ungebrochen, und heute gehört er zu den meistgespielten Komponisten der Welt.
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Behrend, Siegried
*19. November 1933 in Berlin; † 20. September 1990 in Hausham deutscher Gitarrist und Komponist.
Behrend erhielt am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin eine Ausbildung in den Fächern Klavier, Cembalo, Dirigieren und Komposition. Das Gitarrenspiel erlernte er autodidaktisch. Bereits als 30-Jähriger hatte er mehr als 1000 Kompositionen, größtenteils folkloristisch oder von alten Meistern inspiriert, vorzuweisen. Er gab Konzerte in Moskau, Rom und Madrid, er spielte vor dem Schah in Persien, vor dem Kaiser in Tokio und vor Gamal Abdel Nasser in Kairo.
1962 lernte der Gitarrist während den Aufnahmen zu der Personality-Show Belina – Porträt einer Sängerin die Hauptdarstellerin näher kennen. Die beiden gingen fortan künstlerisch gemeinsame Wege. Belina und Siegfried Behrend repräsentierten mit ihren Folk-Songs, Chansons, jiddischen Liedern als Botschafter deutscher Kultur die damals noch junge Bundesrepublik Deutschland und führten mit Unterstützung des Goethe-Instituts mehrere ausgedehnte Konzertreisen durch. Die beiden gastierten in mehr als 120 Ländern. In dieser erfolgreichen Zeit nahm das Duo mehrere LPs auf und war in mehreren Fernsehsendungen zu Gast
(z.B. Lieder am Kamin bei SWF). Siegfried Behrend heiratete in den 1970er-Jahren die Schauspielerin Claudia Brodzinska und wandte sich mit ihr als Sängerin/Interpretin der avantgardistischen Musik zu.
Siegfried Behrend war ein vielgefragter Gitarrenlehrer. Martin Maria Krüger erhielt von ihm den ersten Gitarrenunterricht. In späteren Jahren traten beide weltweit als Deutsches Gitarrenduo auf. An den von Behrend in den 1970er-Jahren im bayrischen Riedenburg abgehaltenen „Internationalen Meisterkursen für künstlerisches Gitarrespiel“ nahmen auch Michael Tröster, Matthias Henke und Manuel Negwer teil. Behrend war (Mit-)Herausgeber vieler musikalischer Fachbücher, beispielsweise des mehrbändigen Werkes Volkslieder aus aller Welt oder Gitarrenstunden für Kinder etc.
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Bellenghi, Giuseppe
1847, Bologna – 17. Oktober 1902, Florenz
Cellist, Mandolinist und Komponist.
Bellinghi studierte Violoncello bei „mehren bekannten italienischen Meistern“, darunter Teodulo und Jefte Sbolci. Er erlangte sich einen Ruf als Cello-Virtuo in Florenz und arbeitete in wichtigen Konzerten in Bologna und Florenz sowie als erster Cellist in den Theatern. Er unterrichtete auch Cello, und Cellistin Elvira Paoli war eine seiner Schülerinnen.
Während er Cello unterrichtete, verliebte sich Bellenghi in die Mandoline, die damals mit der Aristokratie und dem Adel in Italien in Mode war. Er arbeitete daran, seine Popularität weiter zu verbreiten. Zwischen 1880 und 1900 begann er als Mandolinist in Konzerten aufzutreten. Bellenghi organisierte Konzerte in Florenz und Bologna, an denen gefeierte Mandolinisten, Riccardo Rovinazzi, Giuseppe Silvestri und Caroline Grimaldi teilnahmen. Er war auch einer von drei Lehrern, denen das Privileg eingeräumt wurde, Prinzessin Margherita von der königlichen Familie Italien die Mandoline beizubringen.
Er begann, für die Mandoline zu schreiben und „Lichtauswahlen“ zu erstellen. Er veröffentlichte zuerst mit Ricordi in Mailand, gründete aber später Forlivesi & Company Publishing in Florenz, das nach seinem Tod 1902 ein wichtiger Musikverlag war und mehr als 7000 musikalische Kompositionen veröffentlichte.
Bellenghis eigene Kompositionen waren sehr zahlreich, und er veröffentlichte viele leichtere Werke unter dem Namen G. B. Pirani. Er schrieb die umfassende Methode für die Mandoline in drei Teilen, die in vier Sprachen veröffentlicht wird, Französisch, Englisch, Italienisch und Deutsch. Er schrieb auch eine Reihe von täglichen Übungen für die Mandoline mit dem Titel La ginnastica del mandolino, mit dem Ziel, den vierten Finger zu stärken, und ein Volumen von aufsteigenden und absteigenden Groß- und Moll-Tonleitern in allen Positionen für die Mandoline. Er schrieb sechs Duos für zwei
Die beliebtesten seiner Kompositionen waren die Walzer Profumi Orientali und Renato, die beide schnell viele Ausgaben bestanden. Als es veröffentlicht wurde, war Renato die wichtigste Komposition für eine Mandolinengruppe. Profumi Orientali wurde von seinem Autor auch als Lied mit französischen, italienischen und englischen Wörtern arrangiert.
Bellenghi schrieb etwa siebzig verschiedene Arrangements und Originalkompositionen für die Mandolinengruppe. Ebenso auch etwa fünfzig ähnliche Werke für Gitarrensolo.
Er schrieb eine Reihe von Variationen für die Mandoline mit Klavier- oder Gitarrenbegleitung - Variationen von Paganinis Variationen zum Karneval von Venedig.
Sein Musikverlagsgeschäft wurde von seinem Sohn Renato Bellenghi nach dem Tod seines Vaters fortgesetzt
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Bellion, René
Werke: Silvia-Marsch |

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Berlioz, Hector
*11. Dezember 1803, La Côte-Saint-André, Isère – †8. März 1869, Paris
Französischer Komponist und Musikkritiker.
Seinem Vater zuliebe, der selber Arzt war, studierte Berlioz erst Medizin. Im Jahre 1826 wechselte er jedoch auf das Conservatoire de Paris, um unter Jean-François Lesueur und Anton Reicha zu studieren. 1830 erhielt er den Rompreis für die Kantate "Sardanapale". Ab 1839 ist er Bibliothekar an dem Conservatoire.
Berlioz gilt als der wichtigste Vertreter der Romantik in Frankreich, obwohl er selbst dem Begriff „Romantik“ nichts abgewinnen konnte (er verstand sich als klassischer Komponist).
Er gilt als Begründer der sinfonischen Programmmusik und der modernen Orchesterinstrumentation. Seine für die damalige Zeit revolutionären Kompositionen wurden kaum verstanden und trugen ihm mehr Kritik als Lob ein. Deshalb musste er seinen Lebensunterhalt zusätzlich als Musikkritiker bestreiten. Obwohl seine Werke bis auf Béatrice et Bénédict (1862 in Baden-Baden) ausnahmslos in Paris uraufgeführt wurden, erfuhr er in Frankreich erst lange nach seinem Tod Anerkennung. Er war jedoch ein großes Vorbild für viele der jungen Romantiker, und entscheidend war sein Einfluss auf Franz Liszt, Richard Wagner, Richard Strauss und viele russische Komponisten. 1869 reiste er eigens nach Rostow, um die verschiedenen Melodien des Großen Geläuts, für das die Rostower Glöckner weltberühmt waren, mit eigenen Ohren zu erlebe
Will man seinen Berichten glauben schenken, hat Berlioz als einer der ersten Dirigenten auf die Verwendung eines Metronoms als Hilfsmittel bei Proben bestanden, um das korrekte Tempo seiner Kompositionen halten zu können
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Birkner, F.
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Werke (Auszug):
An der Saale
Erinnerung an Goslar (Marsch)
Heidjers Tanz
Liebeslied (Tirana)
Romanze G-Dur
Schwarzwälder Polka
Tirana (Liebeslied)
Serenade (Berceuse)
Tag Livet med et godt Humor (Judex)
Berceuse (Serenade)
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Georges Bizet
* 25.10 1838, Paris – † 3.6 1875, bei Paris)
französischer Komponist der Romantik
Bizet wurde in Paris geboren. Er war registriert unter dem Namen Alexandre César Léopold Bizet, wurde aber am 16. März 1840 auf den Namen Georges Bizet getauft. Sein Vater war ein Laiensänger und Komponist, seine Mutter war die Schwester des berühmten Gesangslehrers François Delsarte.
Zwei Wochen vor seinem 10. Geburtstag wurde Bizet 1848 Schüler des Pariser Konservatoriums. Seine erste Sinfonie, die Sinfonie in C-Dur, schrieb er November 1855, im Alter von 17 Jahren, offensichtlich als eine studentische Hausaufgabe. Sie war der Öffentlichkeit nicht bekannt, bis sie 1933 in den Archiven der Pariser Konservatoriumsbibliothek gefunden wurde. Von ihrer Erstaufführung am 26. Februar 1935 unter der Leitung von Felix Weingartner an wurde sie als ein frühes Meisterstück gefeiert und von vielen Orchestern ins Repertoire aufgenommen. Die Sinfonie weist eine erstaunliche Ähnlichkeit zur ersten Sinfonie von Charles Gounod auf, die von Bizet für zwei Klaviere arrangiert wurde.
Im Konservatorium studierte Bizet bei Fromental Halévy, dessen Tochter Geneviève (1849–1926) er 1869 heiratete. Als Halévy 1862 starb, hinterließ er seine letzte Oper Noé als Fragment. Bizet vollendete sie, das Werk wurde jedoch erst 1885, zehn Jahre nach Bizets Tod, aufgeführt.
Abgesehen von dem kurzen Abstecher nach Rom lebte Bizet sein ganzes Leben in der Gegend von Paris.
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Blettenberg, Aris Alexander
* 12. September 1994 in Mülheim an der Ruhr
deutsch-griechischer Pianist, Komponist und Dirigent.
Aris Alexander Blettenberg wuchs als Sohn deutsch-griechischer Eltern in Mülheim an der Ruhr auf. Seine musikalische Ausbildung in den Fächern Klavier und Dirigieren erhielt er bei Antti Siirala an der Hochschule für Musik und Theater München, bei Bruno Weil am Mozarteum Salzburg sowie bei Lars Vogt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Er ist Träger des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft 2012, Gewinner des Internationalen Klavierwettbewerbs Hans von Bülow 2015 in der Kategorie Dirigieren vom Klavier, Träger des Steinway-Förderpreises 2019, des Bayerischen Kunstförderpreises 2020 und Gewinner des Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Wien 2021. Zudem ist er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Aris Alexander Blettenberg konzertierte bereits in Konzertsälen wie dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, der Wigmore Hall London, dem Konzerthaus Berlin, der National Concert Hall Dublin, dem Prinzregententheater München, dem Palais des Beaux-Arts Brüssel, dem Muziekgebouw Amsterdam, der NOSPR Concert Hall Katowice und trat im Rahmen renommierter Festivals auf, z. B. beim Heidelberger Frühling, Kissinger Sommer und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Zu den Musikern, mit denen Blettenberg zusammengearbeitet hat, zählen u. a. Julia Fischer, Julian Rachlin, Arabella Steinbacher, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Maximilian Hornung und Tanja Tetzlaff, zu den Klangkörpern u. a. das Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, das Georgische Kammerorchester Ingolstadt, die Duisburger Philharmoniker und die Meininger Hofkapelle. Weitere Impulse erhielt Blettenberg zudem durch Rudolf Buchbinder, Wladimir Jurowski, Cyprien Katsaris und Gerhard Oppitz und Matti Raekallio.
2019 feierte Blettenberg sein Debüt als Operndirigent am Meininger Staatstheater, dem er seit 2015 als Gastdirigent verbunden ist. Seine beim Joachim-Trekel-Musikverlag und beim Accolade Musikverlag verlegten Kompositionen werden weltweit aufgeführt, im Rundfunk gesendet und auf Tonträgern eingespielt.
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Boccherini, Luigi
19.2.1743 in Lucca – 18.5.1805, Madrid
italienischer Komponist und Cellist
Boccherini wurde bereits mit 14 Jahren Cellist am Hoftheater in Wien. 1761 kehrte er nach Lucca zurück, wo er erster Cellist der Kapelle der Republik von Lucca wurde.
Ab 1765 gab er zusammen mit dem Geiger F. Manfredi Konzerte in Norditalien; 1767 gingen sie nach Paris, wo Boccherinis erste Werke publiziert wurden. 1770 ernannte man Boccherini zum Kammerkomponisten des spanischen Infanten Don Luis, später wurde er Kapellmeister der Herzogin von Benavente.
Ab 1785 bezog er eine 'Pension' vom König Karl III. und 1787 ernannte ihn König Friedrich Wilhelm II. zum Kammerkomponisten und setzte ihm eine Pension aus. So schrieb Boccherini, obwohl er in Madrid blieb, für etwa
10 Jahre vor allem Musik für den preußischen König. Beim Tod des Herrschers wurde seine Pension widerrufen, und er mußte seine letzten Lebensjahre mit der durch die Inflation entwerteten Pension des Königs von Spanien leben.
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Boucheron, E.
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Werk: Suite d’Espagnole (Impressions d’Espagnole) |

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Brahms, Johannes
* 7. Mai 1833 in Hamburg – † 3. April 1897 in Wien
deutscher Komponist, Pianist und Dirigent.
Seine Kompositionen werden vorwiegend der Hochromantik zugeordnet; durch die Einbeziehung barocker und klassischer Formen gehen sie aber über diese hinaus. Brahms gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts und hinterließ – abgesehen von der Oper – in allen musikalischen Gattungen exemplarische Werke.
Brahms kam aus einfachen Verhältnissen. Von Otto Friedrich Willibald Cossel und Eduard Marxsen erhielt er Klavierunterricht, trat bereits in jungen Jahren als Pianist an der Seite seines Vaters auf und gab öffentliche Konzerte. 1853 unternahm er mit dem ungarischen Violinisten Eduard Reményi eine Konzertreise, die ihn bis nach Weimar zu Franz Liszt führte. Über Reményi lernte Brahms den Komponisten und Geiger Joseph Joachim kennen, der wiederum die Bekanntschaft mit Clara und Robert Schumann vermittelte. In der Neuen Zeitschrift für Musik setzte sich Schumann enthusiastisch für Brahms ein, dessen Werke noch überwiegend unbekannt waren. Weitere Auftritte und Reisen festigten seinen Ruf. Der selbstkritische Brahms empfand das prominente Lob, mit dem sich die Türen der Musikwelt für ihn öffneten, allerdings auch als belastend.
Spätestens nach der Bremer Uraufführung des Deutschen Requiems im Jahre 1868 genoss Brahms hohes Ansehen in der Musikwelt. Auf der anderen Seite geriet er in einen musikpolitischen Streit zwischen Konservativen und Vertretern der Neudeutschen Schule, die sich an den Musikdramen Richard Wagners und den sinfonischen Dichtungen Franz Liszts orientierten.
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Braun, Günther (Günther?)
* 27.01.1928 in Neunkirchen/Saar – † 13.11.2005
saarländische Komponist und Rundfunktonmeister
Günter Braun, der am 27.01.1928 in Neunkirchen/Saar zur Welt kam, studierte nach dem Abitur am Konservatorium (der späteren Musikhochschule) Saarbrücken, u.a. bei den Professoren H. Schmolzi und H. Lonnendonker.
Für sein eigenes kompositorisches Schaffen wurde er entscheidend durch Pierre Auclert und Heinrich Konietzny
geprägt. Günter Braun spielte Violine, Viola und Klavier. Neben dem Kernstudium der Streichinstrumente setzte er Schwerpunkte in Dirigieren, Chorleitung und Komposition. In jungen Jahren spielte er zur geselligen Anlässen und den damals üblichen Wanderausflügen die Klampfe, in seinen späteren Lebensjahren beschäftigte er sich gründlich mit dem Lautenspiel. Bereits als Student komponierte er und schrieb Liedsätze und kleinere Instrumentalstücke; am Ende seines Lebens hinterließ er rund 70 Werke, die sich in Genre, Stil, Umfang und Besetzung extrem unterscheiden. Bereits während der Studienzeit volontierte er in den Aufnahmestudios beim Saarländischen Rundfunk, der ihn 1953 nach seinem Staatsexamen als Tonmeister anstellte.
Diese Aufgabe, die ihn mit Dirigenten, Orchestern, Komponisten, Tonkünstlern und Stars aus aller Welt und mit Musik aller Stilrichtungen in Berührung brachte, nahm er rund 40 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung mit Freude wahr. Auf die Unzahl von Rundfunkaufnahmen die Tonmeister Braun realisiert hatte, und auf die oftmals mühselige Prozedur seiner Arbeit angesprochen, antwortete er einmal: „Mein Beruf ist wie ein Gugelhupf, es gibt sehr viel Teig und wenig Rosinen und Mandeln, aber gelegentlich eine Rosine zu entdecken oder eine Mandel zu genießen, dafür hat es sich gelohnt, zu arbeiten und zu leben.“ Mit der Zupfmusik kam Günter Braun erstmals 1961 in Rehlingen in Berührung. Er war einige Tage mit dem „Ü-Wagen“ vor Ort, um Rundfunkaufnahmen mit dem Saarländischen Zupforchester zu produzieren. In den folgenden Jahren entwickelte sich durch seine regelmäßigen beruflichen Kontakte mit dem Saar-ländischen Zupforchester eine Freund-schaft mit dem Dirigenten und Gitarristen Siegfried Behrend, der ihn inspirierte Werke für Zupfinstrumente zu schreiben. Aber auch der Rundfunkredakteur Leo Clambour und gleichermaßen der Rundfunkgitarrist Franz Probst, der 1961 das Saarbrücker Gitarrenensemble gründete und über ein Jahrzehnt leitete, animierten den „Kollegen“ ständig zum Komponieren. So entstanden rund 30 Werke für Zupforchester, Gitarren-ensemble und Kammermusik mit Gitarre, die überwiegend im Trekel-Verlag heraus-gegeben sind. Den von Siegfried Behrend angestoßene Trend, zur Erweiterung des traditionellen Zupforchesterklangs Instrumente anderer Gattungen einzubeziehen, machte sich Tonmeister Günter Braun von Anfang an in seinem kompositorisches Schaffen zu eigen. Sehr wirkungsvoll verband er Singstimme, Oboe, Flöte und Schlagwerk mit den Zupfinstrumenten.
Sein Erstlingswerk für Zupfensemble, das „Concertino in H“ für Solomandola und Zupforchester schrieb er 1961 für Edwin Mertes und das Saarländische Zupf-orchester. Das elfminütige Werk war viele Jahre ein gern gespieltes, effektvolles Repertoirestück, das in vielen Konzerten des SZO - auch bei Konzertreisen nach Italien und Luxemburg – aufgeführt und natürlich vom SR aufgezeichnet wurde.
Große Beliebtheit und Verbreitung fand Günter Brauns „Mobile“, ein unter-haltsames Scherzo für Oboe und Zupforchester, welches 1965 auf dem Bundesmusikfest des BDZ in Mannheim seine öffentliche Uraufführung und die begeisterte Zustimmung des Publikums fand. Auch dieses Werk war jahrelang ein beliebtes Repertoirestück des Saar-ländischen Zupforchesters. Es wurde unter anderem mit der Japanerin Kazuko Nomura und später mit dem Essener Oboenprofessor Pierre Willibrord Feit und dem SZO beim SR eingespielt.
Während Günter Brauns Volks- und Kinderliedvertonungen - wovon einige mit Belina aufgeführt und aufgenommen wurden – kompositorisch noch traditionell gehalten sind, erklingen seine kammer-musikalischen Gitarrenwerke im zeit-genössischen Kolorit.
Einige seiner Werke, darunter das „Mobile“, fanden sogar in Japan eine rege Verbreitung, worüber sich der Komponist gleichermaßen freute wie auch wunderte.
Ein faszinierendes Novum für die Zupfmusik der 60er-Jahre waren seine ansprechenden Märchenvertonungen. Ehemalige Mitglieder des SZO, die bei den Produktionen mitwirkten, erinnern sich noch heute begeistert an Günter Brauns musikalische Märchen: „Vom kleinen Lommel“, „Vom Riesen, der sein Herz nicht bei sich hatte“, „Vom Hirten, der die Sprache der Tiere verstand“ und „Vom Affen und der Schildkröte“.
Claudia Brodzinska-Behrend, (Erzählerin) Siegfried Fink, (Schlagwerk) Wilhelm Krumbach, (Cembalo) und Norio Oshima (diverse Holzblasinstrumente) verliehen den Werken bei den Rundfunkaufnahmen durch ihre persönliche künstlerische Gestaltung ein wahrlich märchenhaftes Fluidum.
Das Märchen „Vom Affen und der Schildkröte“ ist auf der Jubiläums-CD des SZO´s „Streifzüge“ festgehalten, ebenso das „Mobile“. Das Märchen „Vom kleinen Lommel, wie ihn der Fuchs auf seinem Schwanz spazieren führte“ ist auf einer CD mit dem DZO zu hören, ebenso das „Concertino in H“ für Solomandola und ZO mit dem Solisten Wolfgang Bast.
1975 Ü-Wagen des SR in Frankreich unterwegs. 2.v.l : Organist W. Krumbach
Jenseits der Zupfmusik veröffentlichte Günter Braun auch diverse Werke für Orgel, Chor und Solokonzerte mit Sinfonieorchester. Seine Kammermusik-werke für Bläser bzw. für Streicher, die überwiegend in Zwölftontechnik komponiert sind, wurden hierzulande meist von SR-Musikern der Spitzenklasse aufgeführt und erfuhren positive Kritiken.
Ein Opus, auf das er gelegentlich verwies, wurde auf den Philippinen uraufgeführt. Eine Bonner Orgelbaufirma renovierte 1974 eine große historische „Bambus“-Orgel für die Philippinen.
Orgelbaumeister Hans Gerd Klais, Bonn sandte am 10.Mai 1975 die in Manila gedruckte Partitur an den Komponisten und schrieb dazu: „Herrn Günther Braun, mit ganz herzlichem Dank den ersten Druck seiner Komposition, die am 9.Mai 1975 in Gegenwart der First Lady, Mrs. Emalda Muscos, in der Las Pinas Church St. Joseph auf der historischen Bambus-Orgel von Father Diego Cera aufgeführt wurde durch Domorganist Wolfgang Oehms aus Trier. Die Konzertbesucher, darunter auch viele Botschafter, waren begeistert !“ Neben der Unterzeichnung des Orgelbauers und seiner Gattin fanden sich etliche Unterschriften, darunter W. Oehms und Prof. Hornandez, Organist, Manila Cathedral.
Fasziniert von der besonderen Klangfarbe dieser Bambus-Orgel in Las Pinas schrieb Günter Braun 1976 ein weiteres Werk für dieses Instrument: „Thema und Variati-onen für Orgel: „Levon, Levon - siuta“ (Variationen über ein philippinisches Volkslied). Beide Werke sind auf Schallplatten verewigt.
1977/79 produzierte der SR eine größere Sendereihe an historischen Silbermann-Orgeln mit dem international renom-mierten Organisten Wilhelm Krumbach. Inspiriert vom Lebenswerk des großen Orgelbaumeisters Silbermann und der Faszination seiner Instrumente schrieb Günter Braun eine 20-minütige Komposition für Orgel „Hommage à Silbermann“, Suite im französischen Stil, die er Wilhelm Krumbach widmete, der sie auch in Arlesheim/Schweiz uraufführte.
Werke:
Suite d’Espagnole (Impressions d’Espagnole)
1963 Sechs Volkslieder
1964 Var. über ein Kinderlied
1971 „Metren“ |

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Brescianello, Giuseppe Antonio
* um 1690 in Bologna; † 4. Oktober 1758 in Stuttgart
italienischer Komponist und Violinist
Über Herkunft und Ausbildung gibt es wenige Informationen.
1714 ist die Anweisenheit des jungen Brescianello im Hofstaat der im Exil in Venedig lebenden bayerischen Kurfürstin Therese Kunigunde ist verbürgt.
1715 dann Rückkehr des bayerischen Kurfürstenpaares nach München. Brescanello ist Leiter der kürfürstlichen Kapelle.
1716 wechselt er nach Stuttgart, wo er am Hof des Württemberger Herzogs Eberghard Ludwig VI. die dortige Hofkaeplle übernimmt, die mit ihren bis zu 60 Musikern ein für die damalige Zeit großes Ensemble ist. Brescianello leitet das Ensemble bis zu seinem Tod.
Brescianellos Name findet sich erstmals in einem Dokument von 1715, in dem der Kurfürst von Bayern Max Emanuel ihn in Venedig für seine Münchner Hofkapelle als Violinisten anstellt. Bereits 1716 erhielt er nach dem Tod von Johann Christoph Pez die Stelle als Musikdirektor und als maître des concerts de la chambre am württembergischen Hof in Stuttgart. 1717 wurde er zum Hofkapellmeister ernannt. Im Umfeld der Hofkapelle Stuttgart entstand um 1718 das pastorale Bühnenwerk La Tisbe, das er Herzog Eberhard Ludwig widmete. Brescianello hoffte hierdurch vergebens, dass sein Werk am Stuttgarter Theater aufgeführt würde. In den Jahren von 1719 bis 1721 entbrannte ein heftiger Streit, in dem sich Reinhard Keiser immer wieder vergeblich um Brescianellos Posten bewarb.
1731 wurde Brescianello Oberkapellmeister. Als 1737 finanzielle Schwierigkeiten den Hof belasteten, wurde die Operntruppe aufgelöst und Brescianello verlor seine Stellung. Aus diesem Grund widmete er sich vermehrt der Kompositionstätigkeit. So entstanden seine 12 Concerti e Symphonie Op. 1 und etwas später die 18 Piecen fürs Gallichone. (Gallichone/Calichon - lautenähnliches Instrument, dessen Stimmung derjenigen der modernen Gitarre ähnelt und das auch als „Colascione“ bezeichnet wird.)
Als sich 1744 die finanzielle Not bei Hofe gemindert hatte, erfolgte Brescianellos Wiedereinstellung als Oberkapellmeister durch den Herzog Carl Eugen vor allem „wegen seiner besonderen Kenntnisse der Musik und hervorragenden Kompetenz“. So leitete er ab 1751 die Hof- und Opernmusik bis zu seiner Pensionierung 1755. Seine Nachfolger waren Ignaz Holzbauer und danach Niccolò Jommelli.
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Bresgen, Cesar
* 16. Oktober 1913 in Florenz – † 7. April 1988 in Salzburg
österreichischer Komponist.
Cesar Bresgen wurde als Sohn des Künstlerehepaares Maria (Pianistin) und August Bresgen (Bildhauer) in Florenz geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Zell am See, München, Prag und Salzburg. Er erlernte schon früh bei Heinrich Kaspar Schmid das Orgelspiel.[1] Von 1930 bis 1936 studierte er an der Musikhochschule München Klavier, Orgel, Dirigieren und Komposition bei Joseph Haas. Neben seinem Studium war er zwischen 1931 und 1935 als Organist von St. Rupert in München tätig. Von 1933 bis 1934 arbeitete er als Klavierimprovisator und Komponist in London mit der Tänzerin Leslie Barrows an der Mary-Wigman-Schule zusammen.
1936 bis 1938 war Bresgen beim Reichssender München beschäftigt. 1939 wurde er Professor für Komposition am Salzburger Mozarteum. Außerdem leistete er Pionierarbeit beim Aufbau des Jugendmusikschulwerkes. Im Zweiten Weltktieg war Bresgen bis 1944 uk-gestellt, musste aber in der Endphase des Krieges nach der Schließung des Mozarteums 1944/45 Kriegsdienst leisten, wobei er als Funker eingesetzt wurde.
Die Zeit nach dem Krieg verbrachte er als Organist und Chorleiter in Mittersill. Dort begegnete er 1945 Anton Webern, was einen tiefen Eindruck bei ihm hinterließ. 1947 erhielt er auf Fürsprache von Carl Orff und Eberhard Preußner bei der US-amerikanischen Miliärregierung neuerlich eine Lehrstelle am Mozarteum, schließlich ab 1950 eine Professur für Komposition. 1976 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis.
Ähnlich wie der mit ihm befreundete Carl Orff arbeitete Bresgen mit starkem pädagogischem Engagement. Als Musikwissenschaftler hat er sich um die Herausgabe der Lieder Hermanns, genannt Mönch von Salzburg, sowie zahlreicher Volksweisen verdient gemacht.
Werke:
Dornröschen oder Die drei Urewigen.
Oper in 4 Akten. Libretto: Otto Reuther und Cesar Bresgen.
Das Urteil des Paris. Musikalische Komödie in einem Akt. Libretto: Otto Reuther
Paracelsus. Oper in 5 Akten. Libretto: ?
Der Igel als Bräutigam. Libretto: Ludwig Strecker der Jüngere und Cesar Bresgen.
Brüderlein Hund. Libretto: Ludwig Strecker der Jüngere
Der Hochzeitsflug. Nino fliegt mit Nina
Ercole. Operkurzspiel.
Der Mann im Mond. Kinderoper in 6 Bildern. Libretto: Ludwig Strecker der Jüngere und Cesar Bresgen.
Ali und die Bilderdiebe
Bastian, der Faulpelz
Trubloff
Der Engel von Prag - Oper in 3 Akten. Libretto: Cesar Bresgen (nach Leo Perutz)
Der liederliche Ferdinand
Krabat. Libretto: Otfried Preußler (nach seinem gleichnamigen Roman
Die Stadthüpfer
Albolina
König Nussknacker
Kantate Lichtwende
Kantate Der Struwwelpeter
Klavierkonzert Totentanz nach Holbein
Sinfonische Metamorphosen Magnalia Dei
Kammermusik
Salzburger Divertimento
Streichquartette
„Studies“
Orgelwerke
Der Benzenauer
Klavierwerke
Holbein-Suite
geistliche Musik
Requiem für Anton von Webern
Deutsche Totenmesse
Loferer Passion
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Britten, Edward Benjamin , Baron Britten of Aldeburgh
* 22. November 1913 in Lowestoft, Suffolk; † 4. Dezember 1976 in Aldeburgh, Suffolk
britischer Komponist, Dirigent und Pianist.
Benjamin Britten wurde als viertes und jüngstes Kind des Zahnarztes Robert Victor und seiner Ehefrau Edith Rhoda Britten geboren. Mit fünf Jahren erhielt er von seiner Mutter die ersten Klavierstunden. Im Jahr 1921 schrieb Britten seine ersten Kompositionen. Während der Schulzeit wurde er im Klavier- und Bratschenspiel maßgeblich von Frank Bridge unterrichtet, ihm widmete er später auch seine Komposition Variationen zu einem Thema von Frank Bridge. 1930 studierte er Klavier und Komposition am Royal College of Music in London, das er 1933 verließ.
Britten besuchte wie der Dichter W. H. Auden die Gresham’s School in Norfolk – ihre Bekanntschaft und Freundschaft begann jedoch nicht dort, sie besuchten die Schule nacheinander. Vielmehr begegneten sie sich während Brittens Tätigkeit für die GPO Film Unit im Jahre 1935. Auden hat ihn nicht nur persönlich, sondern auch künstlerisch beeinflusst. Einige Texte Audens wurden von ihm vertont.
Viele Tenorpartien seiner Opern und viele Lieder waren für die Aufführung durch seinen Lebensgefährten gedacht, den Tenor Peter Pears, den Britten im Jahr 1937 kennengelernt hatte. Er schrieb bedeutende Kammermusikwerke, Kammeropern und die Kammermusik seines War Requiem für das Melos Ensemble.
1939 verließ der erklärte Pazifist Britten Europa und ging in die USA. 1942 kehrte er jedoch – wieder zusammen mit Peter Pears – nach Großbritannien zurück.
Weithin bekannt wurde Britten durch seine Oper Peter Grimes, mit der die Sadler’s Wells Opera Company ihr Theater nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eröffnete (Uraufführung 7. Juni 1945).
Seine Kompositionen umfassen Orchester- und Kammermusik, vor allem aber Vokalmusik (Opern, Lieder, Kompositionen für Chor). Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die Serenade für Tenor, Horn und Streicher sowie die Opern Peter Grimes und A Midsummer Night’s Dream.
Britten war auch ein außerordentlicher Dirigent und Pianist. So dirigierte er 1970 die erstmals außerhalb Russlands aufgeführte 14. Sinfonie Schostakowitschs, ein Werk, das der Komponist ihm gewidmet hatte.
1948 gründete Britten in seinem Wohnort Aldeburgh ein Musikfestival, das bis heute existiert. 1967 wurde eine Konzerthalle im Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Einkaufszentrum „Snape Maltings“ in dem Dorf Snape nahe Aldeburgh eröffnet. Dort findet das Aldeburgh Festival seither jährlich statt.
Britten verwendete zwar auch Techniken seiner modernen Zeitgenossen, im Großen und Ganzen ist Brittens Musik aber eher als konservativ zu bezeichnen. Er war ein Verehrer von Henry Purcell und griff bei einem seiner bekanntesten Werke, dem Young Person’s Guide to the Orchestra, auf ein Thema Purcells zurück.
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Budaschkin, Nikolai Pawlowitsch
* 24.7.1910 in Ljubachowka, Oblast Kaluga, Russlandh; † 31. Januar 1988 in Moskau
russischer Komponist und Musikprofessor
Budaschkin wurde in der Nähe von Mossalsk geboren. Seine Familie war sehr musikalisch, der Vater lehrte ihn früh Noten zu lesen und volkstümliche Instrumente zu spielen. 1917 zogen die Budaschkins nach Tschita, wo der junge Nikolai eine Technikschule besuchte und später in einer Schmiede arbeitete. Seinem künstlerischen Interesse ging er in einer Amateurblaskapelle und einem folkloristischen Orchester nach. Von 1929 bis 1937 studierte Budaschkin am Moskauer Konservatorium unter Reinhold Glière und Nikolai Mjaskowski. Während dieser Zeit schrieb er bereits eine Orchestersuite, seine erste Sinfonie und eine Festouvertüre. Mit dem Kriegsfilm „Gluboki reid“ begann 1938 seine Laufbahn als Filmmusikkomponist. Große Bekanntheit erlangte Budaschkin 1940 durch die Ouvertüre für ein Orchester russischer Volksinstrumente.
Während des Deutsch-Sowjetischen Krieges war er als Komponist in der politischen Abteilung der Baltischen Flotte aktiv. In dieser Zeit entstanden populäre Lieder wie „Beskosyrka“, „Krasnoflotskaja ulybka“ und „Sa dalnei okolizei“. Nach dem Krieg war Budaschkin für sechs Jahre dem Leiter des Volksmusikorchesters „N. P. Ossipow“ als Assistent unterstellt, schrieb für das Ensemble mehrere Werke und arbeitete auch mit anderen Musikschaffenden, darunter Lew Knipper, zusammen. Er komponierte u. a. zwei Rhapsodien und eine lyrische Suite in vier Teilen. Trotz seines Ausscheidens 1951 blieb Budaschkin dem Orchester noch über Jahre verbunden und unternahm mit ihm 1953 eine Konzertreise nach Österreich. Dieser waren bereits Auftritte in der DDR (1949) und Rumänien (1952) vorangegangen.
In Kooperation mit seinem ehemaligen Kommilitonen Boris Andrejewitsch Mokrousow entstanden Musikstücke für das Moskauer Satiretheater, darüber hinaus war Budaschkin auch für das Maly-Theater tätig. Hier schrieb er u. a. Begleitmusiken zu Alexander Ostrowskis Wojewode (Traum an der Wolga) und einer Adaption von Michail Saltykow-Schtschedrins „Die Herren Golowjow“.
Ab 1965 hatte Budaschkin am Staatlichen Kulturinstitut Moskau den Rang eines außerordentlichen Professors inne, acht Jahre später wurde ihm eine ordentliche Professur in der Abteilung „Instrumentierung und Lesen von Partituren“ verliehen.
Werke
Sognet am Baikal, Op. 20
Domrakonzert für Solo-Mandoline und Zupforcheste
Festliche Ouvertüre für Orchester
Konzertvariationen über „Die Troika rast vorbei
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Brouwer, Leo (Juan Leovigildo Mezquida)
* 1. März 1939 Havanna, Kuba
kubanischer Komponist, Dirigent und klassischer Gitarrist
Als er 13 Jahre alt war, begann er mit der Ermutigung seines Vaters, der Amateurgitarrist war, klassische Gitarre zu gitarren. Sein Lehrer war Isaac Nicola, der ein Schüler von Emilio Pujol war, der selbst ein Schüler von Francisco Tárrega war. Im Alter von 17 Jahren trat er zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf und begann zu komponieren.
Brouwer ging in die Vereinigten Staaten, um Musik am Hartt College of Music der University of Hartford und später an der Juilliard School zu studieren,[2]wo er bei Vincent Persichetti studierte und Kompositionsunterricht bei Stefan Wolpe nahm.
1970 spielte Brouwer in der Premiere von El Cimarrón von Hans Werner Henze in Berlin. Zusammen mit Morton Feldman erhielt er 1972 ein Stipendium des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und arbeitete als Gastkomponist und Dozent an der Akademie der Wissenschaften und Künste Berlin. In Deutschland nahm Brouwer auch eine Reihe von LPs für Deutsche Grammophon auf.
In seinen frühen Kompositionen blieb Brouwer den Rhythmen der kubanischen Musik nahe, während er sich später von der aleatorischen Musik angezogen fühlte. In den 1960er und 70er Jahren interessierte er sich für die Musik modernistischer Komponisten wie Luigi Nono und Iannis Xenakis und nutzte Unbestimmtheit in Werken wie Sonograma I.
Brouwer hat für Gitarre, Klavier und Percussion geschrieben und Orchesterwerke, Ballett und Musik für über hundert Filme komponiert, darunter den Film Like Water for Chocolate. Für einen Gitarrenwettbewerb in Ungarn 1979 schrieb er eine Komposition, die 200 Gitarristen beschäftigte. Er ist bekannt für eine Reihe von Studien, die als Etudes Simples bezeichnet werden. Brouwer hat auch Beatles-Songs für klassische Gitarre transkribiert.
Er war Dirigent für viele Sinfonieorchester, darunter das BBC-Konzertorchester, die Berliner Philharmoniker und die Córdoba-Symphonie in Spanien.
Er ist der Enkel der kubanischen Komponistin Ernestina Lecuona y Casado. Sein Großonkel Ernesto Lecuona komponierte "La Malagueña" und seine Cousine zweiten Grades Margarita Lecuona komponierte "Babalú", das vom kubanischen Musiker und Schauspieler Desi Arnaz populär gemacht wurde.
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