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Tappert, Johannes
* 1956 – † 2022
Johannes Tappert erhielt seinen ersten Gitarrenunterricht bei Gerhard Vogt in Schweinfurt und studierte bei Prof. Dieter Kreidler in Wuppertal und Prof. Hans-Michael Koch in Hannover.
Neun Jahre lang war er Mitglied im „Würzburger Gitarrentrio“. Seitdem gibt er Konzerte mit Orchester und Streichquartett, in den Besetzungen Flöte-Viola-Gitarre, „Oboe & Gitarre“, sowie Gitarrenduo, Gitarrentrio und als Begleiter von Sängern und Instrumentalisten. Johannes Tappert produzierte Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen mit Gitarrentrio, -duo, im Duo mit Oboe und Flöte mit Orchester und solistisch.
Er unterrichtete an der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen, parallel dazu von 1981 bis 1999 am Konservatorium der Stadt Würzburg und von 2001 bis 2006 als Gastprofessor für Instrumentalpädagogik an der Hochschule für Künste Bremen, leitet Seminare, war Wettbewerbsjuror und Herausgeber von Gitarrenliteratur.
Ende der 70er Jahre erfand er die „Tappert-Stütze“, die die bis dahin überwiegend verwendete Fußbank ersetzte und eine ergonomischere Haltung am Instrument ermöglichte.
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Tárrega, Francisco de Asís, y Eixea (Francisco Tárrega)
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21.111852 in Villarreal, Spanien – † 15.12.1909 in Barcelona
spanischer Gitarrist, Gitarrenlehrer und Komponist.
Francisco Tárrega erhielt einen ersten Gitarrenunterricht als Achtjähriger. Da zu dieser Zeit das Klavier die Gitarre mehr und mehr verdrängte, empfahl ihm sein Vater, das Klavierspiel zu erlernen, so dass Tárrega bereits in jungen Jahren beide Instrumente weitgehend beherrschte. Angeblich wurde Tárrega 1862 Schüler des berühmten Gitarristen Julián Arcas (1832–1882).
1869 erwarb Tárrega bei dem spanischen Gitarrenbauer Antonio de Torres (1817–1892) eine Gitarre, die sich von den bisherigen Instrumenten deutlich unterschied. Diese Gitarre war ungewöhnlich laut und klangvoll und sollte für Tárregas weiteres Gitarristenleben entscheidend sein.
1885 zog Tárrega nach Barcelona. Dort traf er auf die nationalspanischen Komponisten Isaac Albéniz (1860–1909) und Enrique Granados (1867–1916). Mit ihnen schloss er Freundschaft und bearbeitete als Erster viele der Werke von Albéniz für die Gitarre.
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Telemann, Georg Philipp
* 24.3.1681 in Magdeburg – † 25.6.1767 in Hamburg
deutscher Komponist des Barock
Telemann besuchte die Altstädtische Schule, war dort Schüler des Generalkantors und Musikdirektors der sechs Hauptkirchen Benedictus Christiani und danach die Domschule.
Dort erhälter Instrumentalunterricht und bildet sich autodidaktisch.
Es folgen erste Kompositionsversuche, wie Komposition und Aufführung der Oper "Sigismundus" (ca 1693)
Er besuchte 1694 in Zellerfeld die unter Obhut des Superintendenten Caspar Calvoer stehende Schule, beschäftigt sich mit Geometrie, Latein, aber auch mit Musik; Kompositionen für die Kirche und für den Stadtmusikanten
Hildesheim 1697 - Telemann besucht das Gymnasium Andreanum, Kompositionen für Schulschauspiele und Lehrbücher des Direktors Johann Christoph Losius.
Telemann beginnt 1701 in Leipzig ein Jurastudium, gründet und leitet ein studentisches Collegium musicum, dirigiert Opern und tritt als Opernsänger auf.
1704 wird er Organist (und damit Musikdirektor) an der Neuen Kirche.
Komposition von Kantaten für die Thomaskirche und von Opern für Leipzig und Weißenfels.
1701 Begegnung mit Georg Friedrich Händel, es folgen gegenseitigen Besuche und gemeinsame Kompositionsstudien, Beginn einerr lebenslangen Freundschaft.
1705 Sorau (Zary) - Telemann wird Kapellmeister des Grafen Erdmann von Promnitz. Komposition von französichen Ouvertürensuiten
1708 Eisenach - Telemann wird Konzertmeister, später Kapellmeister des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen und Eisenach.
1712 in Frankfurt am Main - Er wird städtischer Musikdirektor(Kapellmeister an der Barfüßerkirche, später auch an der Katharinenkirche) sowie Sekretär und Verwalter der „hochadligen“ Gesellschaft Frauenstein (der führenden Vereinigung des Frankfurter Bürgertums). Kompositionen von Kirchenmusik für die Sonn- und Festtage des Kirchenjahres: Komplettierung der Eisenacher Jahrgänge, fünf neue Jahrgänge, darüberhinaus zahlreiche Gelegenheitswerke, Orchester- und Kammermusiken.
1713 Telemann gründet und leitet das Collegium musicum der Gesellschaft Frauenstein und veranstaltet regelmäßig halböffentliche und öffentliche Konzerte.
1716 Telemann Komponiert sa Passionsoratorium „Der für die Sünde der Welt gemarterte Jesus“, das bedeutendste deutsche Passionsoratorium der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
1717 Telemann wird Eisenachischer "Kapellmeister von Hause aus".
1721 in Hamburg - Telemann wird Kantor am Johanneum und Musikdirektor der fünf Hauptkirchen.
Er veranstaltet öffentliche Konzerte, druckt und verlegt viele eigene Kompositionen (bis 1740).
Der Komponist und Verleger Telemann unterhält einen regen Briefwechsel und pflegt weitgespannte Verbindungen in viele europäische Länder und zu vielen Musikkollegen.
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Teuchert, Heinz
2.2.1914 in Königsberg (Preußen) – † 4.51998
deutscher Gitarrist, Lautenist, Herausgeber und Hochschullehrer
Teuchert studierte Violine, Gitarre, Renaissancelaute und Musiktheorie. Seine Gitarrenausbildung absolvierte er unter anderem bei O. Leo und Heinrich Albert. Er arbeitete lange Zeit als Dozent für Gitarre an der Hochschule für Musik und an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main. Heinz Teuchert war Leiter des von ihm gegründeten Lautenensembles „Frankfurter Lautenkreis“.
Bekannt wurde Heinz Teuchert durch seine Gitarren-Schulen und Bearbeitungen von Lauten- und Gitarrenmusik, die von den Musikverlagen H. Schmidt und G. Ricordi & Co. herausgegeben wurden. Teuchert gab bei Ricordi auch die Reihen Die Sologitarre und Europäische Gitarren- und Lautenmusik heraus. Aufnahmen seiner Konzerte mit Lautenmusik des Barocks erschienen bei der Firma „Quadriga-Ton“ in Frankfurt (Main) auf Schallplatte.
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Tewes, Detlef
* 21.11.1960 in Essen
deutscher Mandolinist der Klassischen und Neuen Musik
Sein Studium hat er 1989 an der Musikhochschule Köln bei dem Institut Wuppertal mit dem Konzertexamen Mandoline abgeschlossen.
Als Solist hat er unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Pierre Boulez, Friedrich Cerha, James Levine, Lorin Maazel, Kent Nagano, Simon Rattle und Frank Zappa hat Detlef Tewes weltweit in über 2000 Vorstellungen gespielt und dabei in Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Il Giardino Armonico/Milano, Ensemble Modern Frankfurt, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, dem WDR Rundfunkorchester Köln, den Wuppertaler Symphonikern, dem Ensemble Inter Contemporain/Paris, dem Elision Ensemble/Melbourne, dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker und dem Klangforum Wien mitgewirkt.
Die solistische Tätigkeit von Detlef Tewes ist in zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen dokumentiert. Er hat über 30 CD-Aufnahmen mit u. a. Boris Björn Bagger (Gitarre), Otto Freudenthal (Klavier), Zappa / Ensemble Modern und dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks eingespielt.
Tewes ist auch Dirigent diverser Zupforchester. Aktuell leitet er die „Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal e. V.“ und das „Mandolinen-Orchester Bayer Leverkusen e. V.“
Als Dozent ist er regelmäßig in der Aus- und Fortbildung der Dirigenten des Bundes Deutscher Zupfmusiker e. V. tätig.
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Theodorakis, Mikis
* 29.7.1925 auf Chios +† 2.9.2021 in Athen
griechischer Komponist, Schriftsteller und Politiker.
In seiner Heimat wird er als Volksheld verehrt. Theodorakis war einer der bekanntesten griechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Besonders seine Filmmusiken zu Alexis Sorbas (mit Sirtaki), Z und Serpico sowie die Vertonung des Canto General nach Versen von Pablo Neruda machten ihn weltweit bekannt. Zu seinem mehr als 1000 Werke umfassenden Schaffen zählen symphonische Kompositionen und eine Vielzahl von Liedern. Darüber hinaus wurde er durch sein politisches Engagement bekannt. Schon in seiner Kindheit gbegeisterte et sich für Musik, und mit dreizehn Jahren schreibt er seine ersten Kompositionen.
Der Erfolg stellte sich frühzeitig für den jungen Komponisten ein. Seine Sonatine für Klavier wurde 1955 aufgeführt, seine Suite Nr. 1 für Klavier und Orchester 1957 bekam in Moskau eine Goldmedaille. Seine erste Sinfonie wurde zum Ausdruck seines wichtigsten Anliegens - der Versöhnung der Griechen und der Ausheilung der Wunden des Bürgerkrieges. Das Werk ist zwei Freunden, die in gegnerischen Lagern kämpften und beide umkamen, gewidmet. Ballettmusiken: "Griechischer Karneval", "Les Amants de Téruel", "Antigone", wurden erfolgreich in Rom, Paris, London aufgeführt. Mit Filmmusiken wurde Theodorakis einem breiten Publikum bekannt.
Gerade zu diesem Zeitpunkt aber, als er auf der internationalen Musikszene Fuß zu fassen begann, machte Theodorakis eine Kehrtwendung und ging zu den Wurzeln der griechischen Musik zurück. In Griechenland war nämlich ein Streit um die Bedeutung und Zukunft der Volksmusik ausgebrochen. Diese beruht hauptsächlich auf zwei Grundlagen, der demotischen und der rembetischen Musik. Die demotische Musik ist die Volkskunst der einzelnen Regionen und Volksstämme, der Rembetiko ist Ausdruck der Stadtbevölkerung, der Flüchtlinge, der Außenseiter.
1970 ins Exil geschickt, nahm Theodorakis von Paris aus durch Konzertreisen mit seiner Volksmusik den Kampf gegen die Obristen wieder auf. Ihm ging es darum, die Widerstandskräfte zu einen. Er machte deshalb weltweite Tourneen, während denen er sich unermüdlich für die Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland einsetzte.
1974, nach dem Sturz der Diktatur, wurde Mikis Theodorakis bei seiner Rückkehr nach Griechenland wie ein Volksheld gefeiert, doch bald gewann das gewöhnliche politische Leben mit seinen Intrigen wieder die Oberhand. Der Komponist schwankte während Jahren zwischen Resignation und immer neuem Engagement, zwischen Einsatz im Parlament und freiwilligem Rückzug ins innere Exil nach Paris, Ende der siebziger Jahre. Dort nahm er die Arbeit an seinem sinfonischen Schaffen nach zwanzig Jahren wieder auf, schrieb frühere Werke um und gestaltete neue. Er verwirklichte Sinfonien, Kantaten, Kirchenmusikwerke im Geiste der griechisch-orthodoxen Musik, komponierte neue Oratorien und wagte sich schließlich erfolgreich an die Gattung der Oper heran.
Inzwischen hatte er, nach dem von Korruption gezeichneten Ende der Ära Papandreou, für eine Erneuerung Griechenlands durch die Mitsotakis und seine konservative Partei geworben. Von diesem wurde er als Unabhängiger Linker zum Staatsminister ohne Geschäftsbereich ernannt. In dieser Eigenschaft setzte sich Theodorakis von 1990 bis 1992 insbesondere für eine Erneuerung des Erziehungswesens und der Kultur für eine Aussöhnung zwischen Griechen und Türken ein, was ihm neue Feindschaften einbrachte. Danach hatte er für zwei weitere Jahre das Amt eines Generalmusikdirektors des Symphonie-Orchesters und Chores des Hellenischen Rundfunks und Fernsehens übernommen. Jetzt arbeitet er nur noch als Komponist, ist aber ein gefragter Mann als Dirigient seiner unzähligen Kompositionen.
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Tober-Vogt, Elke
* 1957 in Fürstenfeldbruck
1976 Abitur am Städt. Elsa-Brandström-Gymnasium München-Pasing
1976 - 82 Studium in München mit anschließender Tätigkeit als Grund-
und Hauptschullehrerin im Landkreis Dachau
1982 - 1988 Studium in Würzburg (Musikwissenschaft, NF Musikpädagogik, Schulpädagogik), daneben Musiklehrerprüfung (Mandoline)
Verlegerin ab 1990, Übernahme des Musikverlages Vogt&Fritz, Schweinfurt (gegr. 1973 von Gerhard Vogt)
Ausbau der Schwerpunkte "Zeitgenössische Musik", "Komponisten in Bayern", "Junge Komponisten"
Verlagsschwerpunkte: Kammermusik fast aller Gattungen und Besetzungen, Orchestermusik, Chor- und Zupfmusik
Labels: Vogt&Fritz SOUND und Amphion
1983-98 Leiterin des Bayerischen LandesJugendZupforchesters bzw. Landeszupforchesters (1998-2001), zahlreiche Uraufführungen, Rundfunkeinspielungen, CD-Produktionen, Auslandskonzertreisen
langjährige Dozentin im Bund Deutscher Zupfmusiker und bei diversen Seminaren im In- und Ausland.
Jurorentätigkeit bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben.
Seit 1999 Vorsitzende des Tonkünstlerverbandes Schweinfurt/Main-Rhön, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Bayerischer Tonkünstler (2000-07), Präsidiumsmitglied des Bayerischen Musikrates 2001-05
Kompositionspreise/-auszeichnungen im Bereich Streichorchester und Zupforchester, Bundesverdienstkreuz, Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten und BDZ-Medaillen.
Seit Mitte der 70er Jahre freie Mitarbeiterin diverser Zeitungen und Zeitschriften, ab 2008 Rezensionen überwiegend für Schweinfurter Tagblatt/Mainpost
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Torelli, Giuseppe
* 22.4.1658 in Verona – † 8.2.1709 in Bologna
italienischer Violinist und Komponist des Barock
Torelli war einer der großen italienischen Komponisten und Geiger. Er entstammt der angesehenen Künstlerfamilie Torelli und erhielt seine Ausbildung wahrscheinlich im Umfeld des hoch angesehenen Kathedralorchesters von San Petronio. Komposition studierte er bei Giacomo Antonio Perti in Bologna und wurde nach strenger Prüfung als 26jähriger Mitglied der hochangesehenen Accademia Filarmonica. Seit 1686 war er Bratschist im Orchester von Bologna. 1698 wurde er Kapellmeister der Hofkapelle des Markgrafen von Ansbach. 1699 und 1700 war er in Wien tätig und von 1701 an bis zu seinem Lebensende wieder in Bologna.
Sein Schaffen hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des Concerto grosso. Aber er führte auch die dreisätzige Form des Konzertes (schnell, langsam, schnell) ein, die später allgemein übernommen wurde. Sein Schaffen umfasst sieben Opusreihen mit insgesamt 84 bekannten Werken.
Er führte um 1700 das Musizieren eines Geigensolisten mit dem Orchester ein, damals eine bahnbrechende Neuerung im Vergleich zum Concerto grosso, wo eine Solistengruppe eingesetzt wurde. Vorbild war die bereits hundert Jahre zuvor aufgekommene Opernarie. Torelli schrieb vor allem Sonaten, Concerti grossi und Solokonzerte.
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Trekel, Maren
* 30.4.1969
Musikalienhändlerin, Verlegerin, Dirigentin und diplomierte Musikpädagogin, sekundär als Bearbeiterin.
Maren Trekel leitet zusammen mit Bruder Uwe Trekel den „Joachim-Trekel-Musikverlag, Hamburg“, der sich auf Musiken für Mandoline, Gitarre und Zupforchester spezialisiert hat. Der Verlag fördert aktiv Werke von Hamburger Komponisten und anderen zeitgenössischen Künstlern für Zupfinstrumente.
Sie ist diplomierte Musikpädagogin, ausgebildete Musikalienhändlerin und Mandolinistin.
Das „Norddeutsche ZupfOrchester e.V.“ leitet sie erfolgreich seit über 20 Jahren. |

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Trekel, Steffen
* 11.4.1968
deutscher Mandolinenspieler, Virtuose, Dozent und Dirigent, Bearbeiter
Er studierte Mandoline privat bei Detlef Tewes sowie an der Musikhochschule Köln bei Prof. Marga Wilden-Hüsgen und ist Preisträger etlicher nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Solistisch, in verschiedensten Kammermusikbesetzungen sowie mit berühmten Orchestern führten ihn zahlreiche Konzertreisen durch Deutschland und viele Länder weltweit.
Mit dem Gitarristen Michael Tröster bildet Steffen Trekel seit einigen Jahren eines der anerkanntesten Duos dieser delikaten kammermusikalischen Besetzung und unternahm mit ihm diverse Konzertreisen u.a. nach Japan und Südkorea.
Häufige Engagements an renommierten Opernhäusern (z.B. Deutsche Oper am Rhein, Bayerische Staatsoper) aber auch die Arbeit mit bekannten Orchestern (z.B. Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Ensemble Modern) umfassen ein weiteres Feld seiner künstlerischen Arbeit. Diverse CD-Aufnahmen mit verschiedenen Partnern und Orchestern bezeugen seinen künstlerischen Rang.
Zahlreiche Einladungen zur Mitarbeit in Jurys belegen seine Anerkennung in der Fachwelt, so z.B. beim Wettbewerb Jugend Musiziert, bei Orchesterwettbewerben aber auch bei einigen der bedeutendsten Solowettbewerben für Mandoline, u.a. in Japan und Russland.
Seit 1995 ist Steffen Trekel als Dozent für Mandoline und Methodik am Hamburger Konservatorium tätig und unterrichtet darüber hinaus an der Kreismusikschule Herzogtum Lauenburg. Seine Unterrichtstätigkeit erstreckt sich dabei vom frühinstrumentalen Unterricht bis zur Ausbildung von Studenten, wobei die Erfolge seiner Schüler und Studenten bei Wettbewerben den ausgezeichneten Ruf bestätigen, den er als Pädagoge genießt.
Seit 2012 engagiert sich Steffen Trekel intensiv in der Nachwuchsarbeit des Norddeutschen ZupfOrchesters e.V. (NZO). Er unterrichtet zusammen mit verschiedenen KollegInnen in der Grundschule Neubergerweg in Hamburg Langenhorn Kindergruppen auf den Instrumenten Mandoline und Gitarre. Nach den 3jährigen Kursen wechseln die Kinder in die Nachwuchsorchester des NZO und erhalten dort auch Einzelunterricht. Daraus entstanden bis heute zwei Orchester, die NZO-YOUNGSTERS und die NZO-YOUNGSTERS-Kids mit über 40 Kindern und Jugendlichen.
Als Dozent bei Fortbildungen und Meisterkursen im In- und Ausland ist er ebenso gefragt wie als Referent bei Fachtagungen und Symposien, wobei hier speziell seine wegweisende Arbeit und daraus resultierende Erfahrung im Bereich „Klassenmusizieren an Allgemeinbildenden Schulen“ heraus zu heben ist.
Steffen Trekel arbeitet als Herausgeber und Bearbeiter mit verschiedenen Verlagen zusammen.
Neben seiner professionellen Arbeit hat Steffen Trekel nie den Kontakt zur Basis verloren. Selbst in einem Zupforchester groß geworden, wirkt er auch heute noch als Konzertmeister im Norddeutschen Zupforchester und dem Landeszupforchester Nord mit, veranstaltet Fortbildungskurse im In- und Ausland und arbeitet aktiv als Landesmusikleiter des Landesverbandes Nord in verschiedenen Gremien des Bund Deutscher Zupfmusiker mit.
Sein analytisches Gespür, seine Objektivität und Einfühlsamkeit sowie seine Offenheit gegenüber Neuem und Andersartigem bei einem gleichzeitig ausgeprägten Traditionsbewusstsein macht ihn zu einem von Vielen gern gefragten Berater.
Hinweis: Der Name „Trekel“ ist durch den Joachim-Trekel-Musikverlag, einen bekannten Verlag für Zupfmusik, sehr präsent, was oft zu Verknüpfungen mit Komposition und Notenausgaben führt .Steffen Trekel selbst ist aber primär Interpret/Pädagoge (und Ehemann von Maren Trekel) ;-)
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Tröster, Michael
* 1956
deutscher Gitarrist, Komponist
Tröster studierte zunächst bei Gerhard Vogt, bevor er bei Professor Heinz Teuchert, Dieter Kirsch, Konrad Ragossnig und Siegfried Behrend an den Musikhochschulen in Frankfurt, Würzburg und Basel studierte.
1997 erhielt Tröster den Echo-Klassik-Preis als Musiker des Jahres für sein Soloalbum „El Decameron Negro“. Im darauffolgenden Jahr gewann er den französischen Preis „Diapason d'Or“. Bekannt wurde er insbesondere durch seine Konzerte mit Werken von Heitor Villa-Lobos und Miguel Llobet; er hat sämtliche bedeutenden Werke beider Komponisten aufgenommen und außerdem den Villa-Lobos-Wettbewerb in Mailand gewonnen. Er hat mehr als 40 CDs veröffentlicht, vor allem Aufnahmen von Villa-Lobos und Llobet, aber auch „„Conciertos para Guitarra“ mit dem Warschauer Symphonieorchester eingespielt. Für seine Interpretation von Joaquín Rodrigos „Concierto de Aranjuez“ erhielt er große Anerkennung.
Seit 1986 unterrichtet Tröster an der Musikakademie Kassel. Außerdem tritt er mit „Duo Capriccioso“, „Duo Trekel-Tröster“, mit Kammermusikern oder mit Orchestern auf. Er hat Tourneen durch Europa, die Vereinigten Staaten, Kanada, Israel, Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Laos, Thailand, Brunei, Korea, Japan, Neuseeland und Australien unternommen.
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Tschaikowsky, Pjotr Iljitsch
* 7.5.1840 in Kamsko-Wotkinski Sawod – † 6.9.1893 in St. Petersburg
russischer Komponist
Tschaikowski erhielt auf seinen Wunsch hin mit vier Jahren Klavierunterricht. Die erste Musik, die ihn prägte, kam von einem mechanischen Klavier, das sein Vater aus Petersburg mitgebracht hatte – der noch nicht einmal fünf Jahre alte Peter war begeistert. Die Familie war erstaunt über sein Talent, und deswegen stellte der Vater Maria Paltschikowa ein, die seinem Sohn Klavierunterricht gab. Peter spielte vom Blatt bald besser als seine Klavierlehrerin.
Da die Eltern für ihren Sohn eine Karriere im Staatsdienst vorgesehen hatten, besuchte Tschaikowski von 1850 bis 1859 die Rechtsschule in Sankt Petersburg und war anschließend im Justizministerium tätig. Eine musikalische Fortbildung während der Zeit gewährte er sich allein in privaten Klavierstunden bei einem nach Russland ausgewanderten Pianisten, Rudolf Kündinger. In einem Punkt behielt Kündinger recht: Tschaikowski wurde nicht Pianist, denn dafür reichten die insgesamt acht Jahre Klavierunterricht (als Kind und als angehender Musikstudent) nicht aus – nicht von ungefähr wurden seine Klavierkonzerte von anderen uraufgeführt.
Einflussnahme auf Tschaikowski vermutet man auch bei einem italienischen Gesangslehrer namens Piccioli. Er veranlasste Tschaikowski zur Veröffentlichung seines ersten Werks, einer italienischen Kanzonette unter dem Titel Mezza notte.
Bis dahin nur mittelmäßige musikalische Kenntnisse, nahm das Musikstudium auf.
1862 trat Tschaikowski in das von Anton Rubinstein gegründete Petersburger Konservatorium ein. Rubinstein persönlich unterwies ihn in Komposition und Instrumentation. Den theoretischen Unterricht erhielt Tschaikowski bei dem polnischen Komponisten Nikolai Zaremba. Mit großer Zielstrebigkeit versuchte er, die fehlenden Kenntnisse in Sachen Komposition aufzuholen.
1866 wechselte er nach Moskau. Bei Anton Rubinsteins Bruder Nikolai Rubinstein fand Tschaikowski eine Bleibe. Dieser ließ den nunmehr mittellosen Musiker bei sich wohnen, ersetzte dessen abgetragenen Anzug durch neue Bekleidung und vermittelte ihm eine Stelle als Dozent am Moskauer Konservatorium. In Moskau entstanden die ersten erfolgreichen Kompositionen.
1871 zog Tschaikowski bei Rubinstein aus. Er widmete sich weiterhin seiner Lehrtätigkeit am Moskauer Konservatorium und komponierte einige Opern, die auf geteilte Resonanz stießen.
Die aus den Moskauer Jahren für sein Leben bedeutsamste Komposition ist das 1. Klavierkonzert op. 23 in b-Moll. Tschaikowski hatte es 1874 geschrieben. Rubinstein schlug vor, das Konzert komplett zu überarbeiten. Tschaikowski änderte nicht eine Note, schnürte die Partitur zum Paket und schickte dieses dem Dirigenten und Pianisten Hans von Bülow. Dieser hatte gegen das Werk nichts einzuwenden und saß bei dessen Uraufführung 1875 in Boston selbst am Klavier.
In der Zeit entstanden auch die ersten drei Sinfonien, außerdem die Musik zu Schneewittchen und das Ballett Schwanensee, das 1877 uraufgeführt wurde. In seiner freien Zeit bereiste Tschaikowski verschiedene Städte Europas, darunter auch Neapel und Paris.
In Bayreuth aber wurde es Tschaikowski zum ersten Mal bewusst, dass sein Ruf als Komponist über die Grenzen Russlands hinausreichte.
1877 war das Jahr der schwersten inneren Krise des Komponisten.
Tschaikowski erholte sich von diesen Ereignissen in Kamjanka (heute Ukraine), dann reiste er weiter nach Paris und Italien. Zudem setzte ihm seine Gönnerin Frau von Meck eine Jahresrente von 6000 Rubel aus, was ihn unabhängiger machte.
Die Jahre 1878–1884 werden für Tschaikowski als schöpferisches Tief bezeichnet. Der soziale Wiederaufstieg Tschaikowskis begann 1884, als er nach einer Aufführung von Mazeppa von Zar Alexander III. den Wladimirorden vierter Klasse erhielt und zu diesem Zweck im März von Paris nach Russland zurückkehren musste. 1887 entdeckte Tschaikowski sein Talent als Dirigent. Es folgten Konzerttourneen durch Europa, unter anderem auch in Berlin, Prag und London, später in Dresden, Köln und Frankfurt am Main. Eine Auslandstournee 1891 führte ihn nach New York, Philadelphia und Baltimore. Ab 1888 entstanden die 5. Sinfonie e-Moll op. 64, das Ballett Dornröschen, die Ouvertüre Hamlet, die Oper Pique Dame und das Ballett Der Nussknacker.
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