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Hackner, Dominik
* 1968 in Bad Neuenahr
deutscher Komponist
Dominik Hackner ist eit frühester Jugend in der Zupforchesterbewegung aktiv. Mit 6 Jahren erhielt er ersten Instrumentalunterricht. Begegnungen und Seminare mit Marcel Wengler, Detlef Tewes und Masayuki Kawaguchi prägten sein musikalisches Verständnis und den musikalischen Ausdruck.
Heute zählt er zu den meist gefragten und erfolgreichen Dirigenten seines Fachs.
Von ihm geleitete Zupforchester errangen zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei nationalen- und internationalen Wettbewerben. Konzertreisen führten Ihn in viele Teile dieser Erde.
Von 2001 bis 2010 war er künstlerischer Leiter des Bayerischen Landeszupforchesters, seit 1990 leitet er das Zupforchester Heimersheim/ Ahr. Dem Mülheimer Zupforchester ist er seit 1993 eng verbunden. Seit 2002 ist er
dessen künstlerischer Leiter. Sein künstlerisches Schaffen ist in zahlreichen CD- und Rundfunkproduktionen dokumentiert.
Neben dem Initiieren von neuen Kompositionen für Zupforchester ist ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit die Neu- und Wiederaufführung von vergessenen Werken des Zupforchesterrepertoires des 20.Jahrhunderts.
Seit seiner Jugendzeit komponiert Dominik Hackner für Zupfinstrumente. Seine Werke werden heute weltweit aufgeführt.
Seit Februar 2012 ist Hackner Bundesgeschäftsführer des Bundes Deutscher Zupfmusiker e.V. (BDZ).
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Händel, Georg Friedrich
* 23.2.1685 in Halle, Saale - † 14.4.1759 in London
Komponist des Barocks, der in Deutschland, Italien und vor allem dann in England wirkte.
Sein Schaffen erstreckte sich auf nahezu alle musikalischen Genres seiner Zeit und umfasst 42 Opern und 25 Oratorien – darunter Messiah mit dem bekannten Chor „Halleluja“, Kirchenmusik für den englischen Hof, Kantaten, Werke für Orchester sowie Kammer- und Klaviermusik. Zusätzlich war Händel auch als Opernunternehmer tätig. Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Geschichte.
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Hässler, Johann Wilhelm
* 29.3.1747 in Erfurt; † 29.3.1822 in Moskau
deutscher Komponist und Organist
Johann Wilhelm Hässler wurde bekannt in zahlreichen europäischen Städten, bevor sie sich in Russland, wo er war ein berühmter Lehrer und Komponist im Jahre 1792 durchgeführt. Geboren als Sohn eines Hutmacher in der zentralen deutschen Stadt Erfurt, Lehre Hässler mit seinem Vater während der Einnahme Orgelunterricht bei seinem Onkel, Johann Christian Kittel, der ein Schüler von Johann Sebastian Bach war. Im Alter von 14 hatte Hässler genug in seinen Studien fortgeschritten, um als Organist in einer Kirche in Erfurt, der Barfüsserkirche engagieren.
Hässler bereiste als Performer in Deutschland in diesem Jahrzehnt und folgender Jahr. Auf seinen Reisen mache Hässler Bekanntschaft mit den führenden Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Bei einem Besuch in Hambur, traf Hässler Carl Philipp Emanuel Bach, von dem er stark beeinflusst wurde.
Gegen Ende der 1770er Jahre Hässler veröffentlichte mehrere Klaviersonaten. Er heiratete eine seiner Schülerinnen, Sängerin Sophie Kiel, im Jahr 1779 und die folgenden Jahre sie auf einer Reihe von öffentlichen Winter Konzerte in Erfurt setzen. Bei einem Besuch in Dresden im Jahr 1789, verlor er an Wolfgang Amadeus Mozart in einem informellen Treffen denWettbewerb; er machte offenbar einen schlechten Eindruck auf Mozart, der ein wenig schmeichelhaftes Porträt Hässler Fähigkeiten als Kontrapunktiker und Performer in einem Brief an seine Frau schrieb. Offenbar hatte Haydn eine höhere Meinung von Hässler Musikalität. Als Hässler 1790 nach London kam, wurde er schnell erfolgreich als Performer und Lehrer durchgeführt und Klavierkonzerte unter Haydns Leitung. Haydn führte eine Benefiz-Konzert für den Komponisten, der vor Hässler Abreise nach Russland im Jahr 1792.
In St. Petersburg wurde Hässler zujm Pianist und Lehrer Großfürst Alexander im Jahre 1793 ernannt, und im gleichen Jahr komponierte eine Kantate für seinen Gönner Hochzeit mit Prinzessin Elizabeth. Hässler eröffnete einMusikverlagsgeschäft in St. Petersburg. 1796 verlegt es es nach Moskau.
Die meisten eigenen Musiken Hasslers, die hauptsächlich aus Klavierkompositionen bestanden, wurden in Russland veröffentlicht. Er verbrachte die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens in Moskau, wo er eine neue Generation der einheimischen russischen Kompositionen mitprägte.
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Harris, Keith David
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1949 in Sydney
Im Alter von acht Jahren begann er mit dem Mandolinenunterricht. Mit zwölf Jahren bewarb er sich um seine erste Lehrstelle – erhielt jedoch die Aufforderung, wiederzukommen, sobald er etwas älter aussehe. Dies tat er im Alter von 14 Jahren !und bekam die Stelle.
Noch im selben Jahr gab er sein erstes Live-Radiokonzert für die Australian Broadcasting Commission.
Nach einer Zeit, in der er in Nachtclubs und im Fernsehen in Australien und Großbritannien auftrat, schloss er sein Studium an der Universität Sydney mit einem B.A. ab.
Einige Jahre später – als „International Fellow“ des Australia Council – erhielt er an der Musikhochschule Köln sowohl das künstlerische Diplom als auch das Konzertexamen für das Fach Mandoline.
Sein erstes bedeutendes europäisches Solokonzert gab Keith Harris 1980 in der Londoner Wigmore Hall, sein erstes großes Konzert im asiatischen Raum folgte ein Jahr später in der ABC Hall in Tokio.
Seit 1979 ist Deutschland sein Lebensmittelpunkt. Dennoch hat er überall auf der Welt, wo die Mandoline populär ist, unterrichtet, konzertiert und dirigiert.
Von 1986 bis 1998 fungierte er als Musikdirektor des BDZ im Bundesland Hessen, und von 1990 bis 1998 war er Dozent für Mandoline als Hauptfach an der Musikhochschule Heidelberg.
Im Jahr 1990 zwang ihn eine Multiple-Sklerose-Erkrankung dazu, das aktive Spielen einzustellen – nicht jedoch das Unterrichten und Dirigieren. So leitete er beispielsweise im Sommer 2010 Meisterkurse und Seminare in Japan, Australien und Schottland – zusätzlich zu seinen regelmäßigen Verpflichtungen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.
Dank seiner Freundschaft mit Norman Levine – den er Anfang der 1980er Jahre in Belgien kennengelernt hatte – spielte er eine maßgebliche Rolle bei der Planung und Gründung der Classical Mandolin Society of America (CMSA). Er dirigierte mehrfach das Orchester der CMSA-Tagungen und wurde selbstverständlich auch wiederholt eingeladen, das F.A.M.E.-Camp für Australien und Neuseeland musikalisch zu leiten. Er ist ausgiebig in den gesamten USA, Europa, Australien und Japan aufgetreten und hat dort unterrichtet.
Über sein Buch „The Mandolin Game“ (Das Mandolinen-Spiel), erschienen im Trekel-Musikverlag, Hamburg, in englischer und deutscher Sprache) schrieb die berühmte russische Domra-Spielerin Tamara Volskaya: „So etwas gab es bei uns noch nie. Es ist unverzichtbar für jeden Mandolinisten – und eigentlich für jeden, der ein Zupfinstrument spielt.“
Er hat zahlreiche Arrangements und Kompositionen für Zupforchester sowie für Solo-Mandoline veröffentlicht und schreibt regelmäßig Beiträge für Fachzeitschriften.
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Hasse, Johann Adolf
getauft 25.3.1699 in Bergedorf/Hamburg - † 16.12.1783 in Venedig
ein deutscher Komponist des Spätbarock
Hasse erhielt seine früheste musikalischeAusbildung von seinem Vater. Da er eine schöne Tenorstimme hatte, trat er 1718 der Operntruppe von Reinhard Keiser bei. Sein Erfolg führte zu einem Engagement am Hoftheater von Braunschweig-Lüneburg, wo er 1721 sein Debüt als Komponist mit der Opera seria Antioco hatte.
Der Erfolg dieses ersten Werks veranlasste den Herzog, Hasse zur Vervollständigung seiner
Studien nach Italien zu schicken. 1722 ging er nach Neapel, studierte zunächst kurze Zeit bei
Porpora. Er gewann die Freundschaft von Alessandro Scarlatti, dem er seinen ersten Auftrag für eine Serenade zuzwei Singstimmen verdankte.
Bereits im November 1723 brachte er Tigrane auf die Bühne.
Seine Beliebtheit wuchs, und seine Oper Sesostrato machte ihn 1727 geschrieben für die
königliche Oper in Neapel, machte ihn in ganz Italien bekannt.
Im selben Jahr ging er als Kapellmeister nach Venedig, wo er der gefeierten Mezzosopranistin Faustina Bordoni (*1700 in Venedig) begegnete, die 1730 seine Frau wurde. Die
beiden Künstler nahmen bald darauf ein Angebot des Kurfürsten August II. von Sachsen wahr, nach Dresden zu kommen. Hasse blieb nach dem Erfolg mit der Oper Cleofide dort zunächst zwei Jahre, reiste dann wieder nach Italien, wo das Ehepaar Triumphe feiern konnte.
1733 ging er nach London. Nach dem Tod Augusts II. ließ sich das Ehepaar Hasse 1739 dauerhaft in Dresden nieder. Unter seiner Leitung wurde die Dresdner Hofkapelle zu einem der besten Orchester in Europa. 1756 machte der Kriegsausbruch dem Opernleben in Dresden vorläufig ein Ende. Nach dem Tod des Kurfürsten Friedrich August 1763 wurde er ohne Pension entlassen. Aber Hasse war noch zu jung, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Er ging mit seiner Familie nach Wien und fügte seinen zahlreichen Werken weitere Opern hinzu.
Hasse wurde der Lieblingskomponist der Kaiserin Maria Theresia. Sein letztes Bühnenwerk war 1771 die
Oper „Ruggiero“, geschrieben für die Hochzeit von Erzherzog Ferdinand von Österreich in Mailand.
Bei derselben Gelegenheit wurde ein Werk des vierzehnjährigen Mozart aufgeführt, und Hasse
bemerkte "„dieser Bursche wird uns alle übertreffen“. Auf Wunsch seiner Frau ließ sich Hasse an
ihrem Geburtsort Venedig nieder, wo er starb.
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Haydn, Franz Joseph
* 31.3 oder 1.4.1732 in Rohrau, Österreich - † 31.5.1809 in Wien
österreichischer Komponist der Wiener Klassik.
Joseph Haydn verbrachte den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn als Hofmusiker auf dem Landsitz der ungarischen Fürsten Esterházy, deren Orchester und Oper er leitete. Die Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und musikalischen Strömungen beschrieb er mit den Worten: „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irre machen und quälen, und so musste ich original werden.“
Nach zwei höchst erfolgreichen Aufenthalten in England 1791/92 und 1794/95 verbrachte Haydn den Rest seines Lebens in Wien, wo er die Oratorien Die Schöpfung und Die Jahreszeiten schrieb.
Haydns 1797 uraufgeführte Vertonung des Gedichts Gott erhalte Franz, den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz!, das Kaiserlied, wurde zu den Österreichischen Kaiserhymnen und mit anderem Text später die deutsche Nationalhymne.
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Henze, Hans Werner
* 1.7.1926 in Gütersloh - † 27.12.2012 in Dresden
deutscher Komponist.
Er gehört zu den bedeutendsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Hans Werner Henze wurde als erstes von sechs Kindern von Franz Henze (1898–1945) und seiner Frau Margarete Adele, geb. Geldmacher (1907–1976), im westfälischen Gütersloh geboren. Sein Vater war Lehrer an einer freien, progressiven Volksschule in Bielefeld, später im Dorf Dünne bei Bünde (Westfalen). Henze zeigte schon früh Interesse an Kunst und Musik. Als Jugendlicher geriet er aufgrund seiner politischen Einstellung in Konflikt mit dem Vater, der NSDAP-Mitglied war und ihn auf eine Musikschule der Waffen-SS schicken wollte. Als Hans Werner Henzes homosexuelle Neigung erkennbar wurde, soll sein Vater gesagt haben, dass „so etwas wie er ins KZ gehöre“. Im Frühjahr 1943 musste Henze das Gymnasium in Bielefeld wegen ungenügender Leistungen verlassen und begann ein Studium an der Staatsmusikschule Braunschweig in den Fächern Klavier und Schlagzeug. Im Januar 1944 wurde er zum Reichsarbeitsdienst, wenige Monate später als Funker zu einer Panzereinheit der Wehrmacht einberufen. Die Erfahrungen dieser Zeit führten bei ihm zu einem Gefühl der Mitschuld, aber auch zur lebenslangen leidenschaftlichen Ablehnung von Krieg und Faschismus.
Henze beantragte am 18. Januar 1944 die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 20. April desselben Jahres aufgenommen. Er bestritt, jemals einen entsprechenden Aufnahmeantrag gestellt zu haben.
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Hesse, Lutz-Werner
* 30.4.1955 in Bad Godesberg
deutscher Komponist, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer.
Hesse studierte Schulmusik und Komposition bei Günter Fork und Jürg Baur an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, dann auch Musikwissenschaft, Lateinische Philologie und Alte Geschichte an der Universität zu Köln. 1984 wurde er hauptamtlicher Dozent, später Professor, der Hochschule für Musik und Tanz Köln am Standort Wuppertal für die Fächer Musikwissenschaft, Musiktheorie/Tonsatz und Gehörbildung. Zwischen 2009 und 2021 war er Geschäftsführender Direktor des Standorts Wuppertal.
1998 wurde auf Hesses Initiative hin die Bergische Gesellschaft für Neue Musik (BeGNM) gegründet, deren Vorsitzender er bis zur Auflösung der Gesellschaft im Jahr 2012 war. Die BeGNM richtete in den Jahren 1999, 2001, 2004, 2006, 2008 und 2010 die Bergische Biennale für Neue Musik aus.
Seit 2004 ist er Vorsitzender der Konzertgesellschaft Wuppertal, Förderverein für das Sinfonieorchester Wuppertal. Mehrfach war er in Jurys von Kompositionswettbewerben vertreten, so im Oktober 2006 beim 2nd International Mandolin Competition in Osaka, Japan. Werke erschienen bei den CD-Labels col legno, Musicaphon und ars.
Seine Arbeiten im musikwissenschaftlichen Bereich gelten vor allem den Werken der Komponisten Ralph Vaughan Williams, Edward Elgar, Carl Nielsen und Dmitri Schostakowitsch.
Der Schwerpunkt von Hesses kompositorischer Arbeit liegt im kammermusikalischen und im orchestralen Bereich. Dabei bevorzugt er Gattungen, die auf eine reiche Tradition zurückblicken können. So gibt es mittlerweile fünf Streichquartette und u. a. vier Sinfonien, das Konzert für Orchester und je ein Violin- und ein Hornkonzert sowie ein Konzert für Mandoline und Streichorchester. Sein bisher erfolgreichstes Werk ist die Komposition Vita di San Francesco
Hesse erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, wie z. B. für die Dritte Symphonie für großes Orchester und Orgel op. 34 für die 100-Jahr-Feier der Historischen Stadthalle am Johannisberg in Wuppertal sowie für die Franziskus-Visionen op. 36, ein Orchesterwerk für das Philharmonische Orchester Kiel, die Vierte Symphonie op. 47, für die Bergischen Symphoniker, die Variationen ohne Thema op. 45 für das Sinfonieorchester Wuppertal sowie Die Werkstatt der Schmetterlinge op. 58 für das Beethoven Orchester Bonn. Dabei spielen auch ungewöhnliche Besetzungen immer wieder eine Rolle wie etwa das Tubaquartett und das Zupforchester.
Hesses Werke wurden in vielen Ländern Europas, aber auch in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Japan aufgeführt. Die Rundfunkanstalten von WDR, SR und SWR produzierten seine Werke oder schnitten sie bei Konzerten mit.
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Hlouschek, Theodor
* 27.9.1923 in Brno (Brünn), Tschechoslowakei - † 30.9.2010 in Weimar
deutscher Komponist
Theodor Hlouschek wurde als Kind deutscher Eltern in Brünn geboren. Er besuchte das dortige Gymnasium und begann gleichzeitig mit dem Musikstudium an der Musikschule und dem tschechischen Konservatorium. Im deutschen Musikverein erhielt er bei Richard Wallisch Unterricht in den Fächern Klavier, Theorie und Gehörbildung, am tschechischen Konservatorium bei Josef Blatný in den Fächern Orgel und Improvisation. Bereits als Sechzehnjähriger war er stellvertretender Stadtorganist in seiner Heimatstadt. Nach Kriegsdienst und sowjetischer Gefangenschaft kehrte er in seine Heimat nicht mehr zurück.
In Weimar setzte er von 1948 bis 1950 seine Studien fort bei Johannes Ernst Köhler (Orgel und Improvisation), Hermann Abendroth (Dirigieren) und Ottmar Gerster (Komposition und Musiktheorie). 1952 wurde er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena über Leben und Werk von Hermann Zilcher promoviert. Nach seinen erfolgreich abgelegten Examina unterrichtete er bis zu seiner Pensionierung an Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in den Fächern Dirigieren, Chordirigieren, Musikgeschichte und Partiturspiel, ferner Komposition, Theorie, Gehörbildung und Instrumentation. Als Komponist trat er mit Werken der Kammerorchester- und Kirchenmusik hervor, zudem schuf er Kompositionen für Volksinstrumente wie Mandoline, Zither oder Gitarre. Sein schriftlicher Nachlass befindet sich heute im Hochschularchiv/Thüringischen Landesmusikarchiv Weimar.
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Hoch, Peter
* 1937 in Pirmasens/Pfalz
Nach dem Musiklehrerexamen Kompositionsstudium an der Badischen Hochschule für Musik in Karlsruhe und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Saarbrücken (Meisterklasse für Komposition bei Heinrich Konietzny). Teilnahme an den "Internationalen Ferienkursen für Neue Musik" in Darmstadt. 1964-1968 Studien bei Henri Pousseur und Karlheinz Stockhausen in Köln. In den Jahren bis 1974 zunächst freischaffend, dann Fachlehrer für Musik im Schuldienst.
Nach seinem Musiklehrerexamen studierte Hoch Komposition an der Badischen Hochschule für Musik in Karlsruhe und an der Staatlichen Hochschule für Musik in Saarbrücken, wo er eine Meisterklasse für Komposition bei Heinrich Konietzny absolvierte. Darauf folgten von 1964 bis 1968 Studien bei Henri Pousseur und Karlheinz Stockhausen in Köln. Nach dem Studium war er zunächst freischaffender Musiklehrer und Komponist, später Fachlehrer für Musik im rheinland-pfälzischen Volksschuldienst und Instrumentallehrer am Gymnasium.
Von 1974 bis 2001 war Peter Hoch Dozent und stellvertretender Direktor der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen mit Schwerpunkt in der Musiklehrer-Fortbildung und der Vermittlung Neuer Musik. Seine musikpädagogische Tätigkeit hatte Einfluss auf sein kompositorisches Schaffen; es entstanden zahlreiche Kompositionen für Amateurensembles und Jugendliche (etwa für Jugend musiziert). Neben seiner kompositorischen Tätigkeit beschäftigt sich Hoch auch intensiv mit Malerei und Lyrik.
Die künstlerische Tätigkeit erstreckt sich über die Bereiche Komposition - Musikalische Graphik und Freie Improvisation, daneben Beschäftigung mit Malerei und Lyrik (Ausstellungen, Lesungen, Publikationen), Solo- und Kammermusik, Orchesterwerke, Oratorien, Hörspiele und experimentelle Musik, z.T. unter Einbezug improvisatorischer Formen.
Publikationen im In- und Ausland, darunter zahlreiche musikpädagogische Beiträge in Fachzeitschriften. Aufführungen und Workshops mit Neuer Musik und Improvisation u.a. im Centro di Ricerca e di Sperimentazione per la Didattica Musicale in Florenz, bei den Internationalen Studienwochen für zeitgenössische Musik und dem Festival für Neue Musik in Lüneburg, beim 3. Bayreuther Wochenende für Neue Musik, beim Symposium der Japan Electronic Music Instrument Education Society 1990 in Tokyo, beim 12. Kongress des Verbandes deutscher Musikschulen in Braunschweig, beim Internationalen Haiku-Symposium 1994 im Japanischen Kulturinstitut Köln, beim Landeskongress der Musikpädagogik Baden-Württemberg 2001, beim Weltmusikfestival 2001 in Yokohama/Japan.
Er erhielt mehrere Kompositionspreise (u.a. vom Kultusministeriums Rheinland-Pfalz und vom Südwestfunk). Beim Projekt "Neue Kammermusik für Musikschulen" vom Verband deutscher Musikschulen 2001 und 2003 wurden mehrere Werke auserwählt.
Er ist Mitglied des Deutschen Komponistenverbandes, des Rings für Gruppenimprovisation, und des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung, Darmstadt. Als Bildender Künstler Mitglied im Kunstverein Trossingen.
Von 2011 bis 2015 war Hoch Vorsitzender des Kunstvereins e. V. Trossingen. Er lebt als freischaffender Komponist in Trossingen
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Hummel, Johann Nepomuk
* 14.11.1778 in Preßburg, Österreich-Ungarn (heute Slowakei) - 17.10.1837 in Weimar
österreichischer Komponist und Pianist. S
Seine Musik stellt den Übergang von der klassischen zur romantischen Ära dar. Sein Vater Josef Hummel war Direktor der Kaiserlichen Militärmusikschule und Dirigent des Theaterorchesters.
Wolfgang Amadeus Mozart war von Hummels Fähigkeiten so beeindruckt, dass er ihm im Alter von sieben Jahren Musikunterricht anbot. Die Ausbildung dauerte zwei Jahre, und mit neun hatte Hummel seinen ersten Auftritt als Pianist. Anschließend ging er auf Tournee durch Europa, nahm dann den Unterricht bei Muzio Clementi in London auf, wo er vier Jahre blieb, bevor er nach Wien zurückkehrte, um sich bei Johann Georg Albrechtsberger, Joseph Haydn und Antonio Salieri weiter ausbilden zu lassen.
1804 folgte er Joseph Haydn auf dessen Empfehlung als Kapellmeister beim Fürsten Esterházy, wo er sieben Jahre blieb, bis er (wegen Untätigkeit) entlassen wurde. Es folgte eine Tournee durch Russland und Europa und die Heirat mit der Opernsängerin Elisabeth Röckel. 1816 bis 1818 war er Hofkapellmeister in Stuttgart und seit 1819 an der Staatskapelle Weimar.
Neben seinen Kompositionen (er schrieb Opern, sieben Konzerte bzw. Concertinos für Klavier und Orchester, Klaviersonaten und -etüden, Kammermusik, Kirchenmusik und anderes) wurde die moderne Klaviermusik von Hummel auch dadurch beeinflusst, dass er Carl Czerny unterrichtete, der wiederum der Lehrer von Franz Liszt war. Hummels Einfluss ist auch in den frühen Werken von
Frédéric Chopin und Robert Schumann erkennbar.
In seiner Zeit in Deutschland, 1828, publizierte er die Ausführliche theoretisch-praktische Anweisung zum Piano-Forte-Spiel, ein Lehrbuch, in dem (unter anderem durch Hinweise auf den Fingersatz) ein neuer Stil des Klavierspiels gelehrt wurde.
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Humperdinck, Engelbert
* 1.9.1854 in Siegburg; † 27.9.1921 in Neustrelitz
deutscher Komponist der Spätromantik
Humperdinck war der älteste Sohn des Siegburger Altphilologen und Gymnasiallehrers Gustav (Ferdinand) Humperdinck (1823–1902). Die Eltern seiner Mutter Gertrud (Helene Olivia) waren der Paderborner Domkantor Franz Xaver Hartmann und dessen aus dem tschechischen Musikantengeschlecht der Tichys stammende Ehefrau.
Weltberühmt wurde seine Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Er war ein enger Mitarbeiter Richard Wagners, arbeitete als Lehrer und schuf zahlreiche Orchester- und Kammermusikwerke.
Zwei Wurzeln sind in Humperdincks Schaffen wirksam. Die traditionelle Konservatoriumsausbildung wurde zur Grundlage für eine virtuose Beherrschung des Kompositionshandwerks, die sich beispielsweise in der ungewöhnlich polyphonen Durchgestaltung sowie dem filigranen Orchestersatz seiner Werke zeigt und den großen Melodiker Humperdinck auch als Kontrapunktiker von Rang und Meister der Instrumentierungskunst ausweist. Der Einfluss des „Neudeutschen“ Richard Wagner ist vor allem in der Harmonik und den Klangfarben seines Orchesters erkennbar. Dabei hat Humperdinck die Grundlagen der traditionellen Harmonik und Formen nie verlassen oder zerstört und stand den avantgardistischen Bestrebungen des 20. Jahrhunderts, etwa eines Arnold Schönberg, ohne Verständnis gegenüber.
Ab 1872 studierte Humperdinck bei Ferdinand Hiller am Kölner Konservatorium.
1879 gewann Humperdinck den Berliner Mendelssohn-Preis und schloss sein Studium in München ab.
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Huschert, Daniel
*1977, Berlin
1985-1994 erhielt er Gitarrenunterricht bei Bernd Stahl
Ersten Kontakt mit konzertanter Zupfmusik bekam er 1987 beim Festkonzert „40 Jahre Teg’ler Zupforchester“. 1992 trat er ins „Teg’ler Zupforchester“ (TZO) ein. Dort lernte er intensiv klassische Musik, was ihn zu ersten kompositorischen Gehversuche animierte
Es folgete 1994-95 Gitarrenunterricht bei Michael Kubik.
Sein Interesse an zeitgenössischer Musik erwachte 1997, z.Bsp. Bartók, Schostakowitsch, Schönberg. Später auch Penderecki, Lutoslawski und Rihm
Mitwirkung 1998 im European Guitar and Mandolin Youth Orchestra (EGMYO)
Das erste Orchesterstück „Concerto No. 1“ wird vom TZO uraufgeführt.
1999-2004 Mitglied des Landesjugendzupforchesters (LJZO) Brandenburg/Berlin
1999-2000 erhielt er Mandola-Unterricht bei Ariane Lorch
2000 Teilnahme am Wettbewerb „Jugend komponiert“, 2. Preis für „Burleske Szenen“ bei Vogt & Fritz verlegt. Preise bei „Jugend komponiert“ folgen.
Das »Capriccio« wird im Rahmen des „Eurofestival Zupfmusik“ 2006 in Bamberg aufgeführt.
Seit Ostern 2007 ist er im LJZO Brandenburg/Berlin als Dozent für Mandola tätig
Beim Eurofestival Zupfmusik 2010 in Bruchsal wird „Canyon“ vom Duo Christian Laier und Takaaki Shibata im Rahmen des Bürgermeisterempfangs für die ausländischen Gäste aufgeführt.
2013 entsteht „Kaleidoskop“ als Auftragswerk für das Eurofestival 2014 in Bruchsal und wird vom Landesjugendzupforchester Sachsen unter Olga Dubowskaja uraufgeführt.
2018 folgt die Gründung des Eulenspiegelquartetts mit Sandra Kebig, Janett Wollert (Mandolinen) und Charlotte Klages (Mandola). Auszeichnung des Ensembles mit 1. Preis beim Wettbewerb »Ü30 Musiziert« in Hamburg.
2020 entsteht „menhir“, das erste Werk für Symphonieorchester, mit dem er 2022 den „Philharmonie Kompositionspreis“ der Universität Tübingen erhielt
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