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O’Carolan, Turlough
* 1670 bei Nobber, County Meath, Irland – Nobber, County Meath, Irland
berühmter blinder irischer Harfenspieler, Barde und Komponist
Gilt
als letzter großer irischer Harfen-Komponist . Er verband traditionelle irische Musik mit dem italienischen Barockstil und schuf knapp 200 Kompositionen, bekannt als Planxtie).
Erhielt eine Ausbildung zur Harfe durch die Unterstützung von Mrs. McDermott Roe. Er lebte als reisender Musiker und komponierte Lieder für seine Gastgeber.
Sein Stil ist eine Mischung aus keltischer Tradition und barocker Virtuosität.
Seine Werke werden bis heute in Pubs und Konzertsälen gespielt.
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Ochi, Takashi
* 30.10.1934, Imbari, Japan – † 14.11.2010 in Heppenheim, Deutschland
japanischer-deutscher Komponist, Dozent
Ochi erhielt seinen ersten Mandolinenunterricht im Alter von 13 Jahren. Nach Erlangung der Hochschulreife im Jahr 1954, studierte er die Fremdsprachen Italienisch und Englisch sowie Wirtschaftswissenschaften. Gleichzeitig absolvierte er ein 8-semestriges Studium am Hiruma-Privatkonservatorium in Tokio mit den Hauptinstrumenten Mandoline und Gitarre. Nach der Konzertreifeprüfung schloss er eine dreijährige pädagogische Ausbildung zum Instrumentallehrer am gleichen Konservatorium an.
Nach seinem Studienabschluss war er mehrere Jahre am Hiruma-Konservatorium als Dozent für Mandoline und Gitarre tätig. Daneben gab er solistisch und mit verschiedenen japanischen Orchestern zahlreiche Konzerte und nahm an der Produktion etlicher Rundfunk- und Fernsehaufnahmen teil.
Im Jahr 1961 kam Takashi Ochi durch Vermittlung von Siegfried Behrend nach Deutschland und wohnte lange Jahre im saarländischen Saarlouis. 1966 heiratete er die Deutsche Silvia Körner. Seit 1973 besitzt er die Deutsche Staatsangehörigkeit. Seit 1977 wohnt Ochi in Heppenheim (Bergstraße). Von 1977 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1999 wirkte er an der Städtischen Musikschule Mannheim als Fachgruppenleiter für Zupfinstrumente. Darüber hinaus war er regelmäßig als Dozent in der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen und bei zahlreichen Seminaren in der ganzen Bundesrepublik tätig. Ferner wird Ochi regelmäßig als Juror zu nationalen und internationalen Wettbewerben verpflichtet, wie z.B. Jugend musiziert.
Ab 1961 war Takashi Ochi an mehreren saarländischen Musikschulen als freier Musiklehrer tätig und wirkte als Dozent in Meisterkursen des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar (BZVS) sowie des Bundes deutscher Zupfmusiker mit. Von 1961 bis 1974 war er Konzertmeister und Solist des Saarländischen Zupforchesters (Ltg. Siegfried Behrend) und von 1968 bis 1990 des Deutschen Zupforchesters (ebenfalls unter der Leitung von Behrend). In diese Zeit fällt auch die enge musikalische Zusammenarbeit mit dem Cembalisten und Organisten Wilhelm Krumbach, mit dem zusammen er mehrere hundert Kammermusikwerke beim Saarländischen Rundfunk einspielte.
Er begleitete namhafte Sänger wie Hermann Prey, Edith Matthis und Ingeborg Hallstein und spielte unter Dirigenten wie Karl Ristenpart, Hans Zender, Paul Angerer, Bruno Maderna u.a. Gemeinsam mit seiner Frau, die ebenfalls Mandolinistin ist, konzertierte Ochi in nahezu allen europäischen Ländern und mehrmals in Japan. Seine Diskographie umfasst über 40 Schallplatten und CDs, die bei Philips, Thorophon, Avanta, HMS, Deutsche Grammophon, Polydor und einigen japanischen und italienischen Labels erschienen sind. Takashi Ochi hat auch einige kleinere eigene Kompositionen geschaffen, z.B. Se'i doh für Mandoline solo. Mehrere Komponisten haben Ochi Werke gewidmet, u.a.: Fried Walter, Wolfgang Hofmann, Bernd Scholz, Stanley Weiner und Siegfried Behrend. Das Werk „Takashi Ochiana“ des Komponisten Heinrich Konietzny ist eine direkte Referenz an den Mandolinisten.
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Offenbach, Jacques (Jakob)
* 20. Juni 1819 in Köln – † 5. Oktober 1880 in Paris
deutsch-französischer Komponist und Cellist.
Er gilt als Begründer der modernen Operette als eigenständiges und anerkanntes Genre des Musiktheaters. Seine bekanntesten Stücke sind die Tanznummer Cancan aus Orpheus in der Unterwelt sowie die Barcarole aus der Oper Hoffmanns Erzählungen.
Die Werke des „Erfinders“ der Operette haben kaum etwas mit dem zu tun, was heute unter Operette verstanden wird, da die Erwartungen an diese Gattung von der Wiener Operette geprägt sind (etwa den Stücken von Franz Lehár oder Johann Strauss). Karl Kraus prägte für seine Werke den Begriff „Offenbachiaden“, um deutlich zu machen, dass Offenbach der einzige Vertreter dieses Genres war. Offenbach selbst gebrauchte nur ein einziges Mal für eines seiner Werke die Gattungsbezeichnung Opérette (kleine Oper). Die meisten deutschen Übersetzungen (die in aller Regel vor 1960 entstanden) geben seine Bezeichnungen nicht korrekt wieder.
Offenbach verband schwungvolle, eingängige Musik mit einer meist satirisch-hintergründigen Handlung, welche Anspielungen auf die Sitten, Personen und Ereignisse seiner Zeit, das Zweite Kaiserreich unter Napoléon III., aufweist. Offenbachs Musik ist ausgesprochen dramatisch, auch wenn die Figuren auf der Bühne betont unbeweglich bleiben. Unvergleichlich blieben seine karikierende Darstellung des Militärischen (etwa in der Grande-Duchesse de Gerolstein) und des Deutschen (Lischen et Fritzchen). Offenbachs bekannteste Stücke sind die abschließende Tanznummer aus Orphée aux enfers, die ursprünglich als „Galop infernal“ bezeichnet wurde, heute jedoch als „Cancan“ bekannt ist, sowie die „Barcarole“ aus Les Contes d’Hoffmann, die er zuvor auch schon in Les Fées du Rhin verwendet hatte.
Nach der Postum-Aufführung 1881 erlebte Hoffmanns Erzählungen zwar einen Siegeszug durch die Musiktheater, doch war diese Fassung nur ein schlecht gekittetes Fragment.
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Ogiński, Fürst Michał Kleofas,
* 25.9.1765 in Guzów bei Żyrardów – † 15.10. 1833 in Florenz
polnisch-litauischer Komponist, Politiker und Diplomat
Ogiński entstammte einer reichen Magnatenfamilie. Er war ein Neffe von Michał Kazimierz Ogiński. 1786 wurde er Abgeordneter im polnischen Reichstag (Sejm). 1789/90 war er diplomatischer Vertreter Polen-Litauens in den Niederlanden und Großbritannien. 1793 wurde er Großschatzmeister des Großfürstentums Litauen, trat aber schon im folgenden Jahr zurück, um sich als Chef eines auf seine Kosten ausgerüsteten Jägerregiments am Kościuszko-Aufstand zu beteiligen. Nach dem unglücklichen Ausgang des Kampfes emigrierte er.
Nach dem Frieden von Tilsit begab er sich mit seiner Familie nach Frankreich und Italien, kehrte aber 1810 als Senator des Russischen Kaiserreichs und Geheimrat nach Polen zurück.Er reiste erneut nach Italien. 1817 trat er als Senator zurück. Von 1823 an lebte er in Florenz und widmete sich der Musik und der Komposition. 1831 veröffentlichte er ein Notenbuch mit mehr als 60 Werken. 1833 starb er in Florenz, wo er in der Kirche Santa Croce beigesetzt wurde.
Ogiński war Violinist, spielte aber auch Clavichord und Balalaika. Um 1790 begann er Märsche und patriotische Lieder zu komponieren, die unter den Rebellen von 1794 populär wurden. Er schrieb gut zwanzig Polonaisen, dazu weitere Klavierstücke wie Mazurken, Romanzen und Walzer. Er liebte die französische und italienische Oper.
Sein bekanntestes Werk ist die Polonaise in a-Moll Pożegnanie Ojczyzny (Abschied vom Vaterland). Er schrieb sie, als er 1794 emigrieren musste. Aufgrund ihrer hingebungsvollen melancholischen Melodien und frei fantasierenden Passagen zählt sie zu den frühesten Stücken der Romantik. Obwohl für Klavier geschrieben, ist sie auch oft in Arrangements für Orchester zu hören.
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Orff, Carl Heinrich Maria
* 10.7.1895 in München – † 29.3.1982 in München
deutscher Komponist und Musikpädagoge.
Carl Orff wurde als Sohn des Berufsoffiziers Heinrich von Orff (1869–1949) und dessen Frau Paula, geb. Koestler (1872–1960) im Münchener Stadtteil Neuhausen geboren.
Ab 1900 erhielt Orff Klavier-, Cello- und Orgelunterricht. In diesem Jahr erschien auch seine erste Komposition. Frühe Erfahrung im Musizieren in der Gruppe sammelte er als Schüler des Wittelsbacher-Gymnasiums, wo er das Schulorchester auf der Orgel, dem Klavier oder Harmonium begleitete und im Schulchor Solopartien als Sopran übernahm. Mit 14 Jahren war er nach dem Besuch der Oper Der Fliegende Holländer von Richard Wagner tagelang so erregt, dass er diese bald darauf mit einem Klavierauszug ausgestattet erneut besuchen musste, um wieder ansprechbar zu werden.
Nachdem Carl Orff 1911 unter anderem Gedichte von Hölderlin und Heine für Gesang und Klavier vertont hatte, studierte er von 1913 bis 1914 an der Königlichen Akademie der Tonkunst in München und widmete sich daneben der Musikpädagogik. Nach kurzem Kriegsdienstwar er bis 1919 Kapellmeister in München, Mannheim und Darmstadt.
Orff studierte 1921 und 1922 in München bei Heinrich Kaminski. 1924 gründete er gemeinsam mit Dorothee Günther die „Günther-Schule München – Ausbildungsstätte vom Bund für freie und angewandte Bewegung e. V.“, die in den Bereichen Gymnastik, Rhythmik, Musik und Tanz ausbildete. Carl Orff selbst übernahm dort die Leitung der Musikabteilung. Grundlage seiner Arbeit bildete die Idee, das musikalisch-rhythmische Gefühl aus der Bewegung heraus zu entwickeln. Aus dieser Idee entwickelte er gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Gunild Keetman ein neues Modell für Musik- und Bewegungserziehung: das Orff-Schulwerk. Erste Veröffentlichungen hierzu erfolgten zwischen 1930 und 1934. Seit 1929 war er Lehrbeauftragter am Musikheim in Frankfurt (Oder).
Für die Olympischen Spiele von Berlin 1936 komponierte er das Stück Einzug und Reigen der Kinder. Das wiederholte er auch bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München. Hier komponierte er den Gruß der Jugend. Mit Gunild Keetman gab er von 1950 bis 1954 fünf Bände Musik für Kinder heraus (Neufassung des Orff-Schulwerks). Die Kinder sollten durch eine musikalische Erziehung auch zu sich selbst finden. So werden seine Lehren auch in der Heilpädagogik bis heute eingesetzt.
Sein bekanntestes Werk wurden die Carmina Burana, ein Musikstück, das 24 Texte aus der mittelalterlichen Handschrift Carmina Burana neu vertonte. Auf literarische Vorlagen (insbesondere von Aischylos, Catull, Friedrich Hölderlin und den Brüdern Grimm) griff er auch bei anderen Werken zurück.
Neben seiner kompositorischen Arbeit übernahm er auch Führungspositionen in verschiedenen musikalischen Einrichtungen. Er war von 1950 bis 1960 Leiter einer Meisterklasse an der Musikhochschule in München. 1961 folgte die Leitung des Orff-Instituts in Salzburg. Ab 1962 war Wilhelm Keller dessen Leiter; zusammen mit dem niederländischen Musiker und Musikpädagogen Pierre van Hauwe gehört er zu den größten Förderern des Orffschen Schulwerkes in Europa.
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