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de Abreu, Zequinha
* 19.9.1880 in Santa Rita do Passa Quatro, São Paulo, Brasilien - † 22.1.1935 in São Paulo (José Gomes de Abreu)
brasilianischer Komponist und Instrumentalist des Choro.
Zequinha de Abreu war der Sohn des Apothekers José Alacrino Ramiro de Abreu und Justina Gomes Leitão. Er begann im Alter von 6 Jahren mit dem Musikunterricht. Als Instrumente spielte er Querflöte, Klarinette sowie Klavier. Unterricht erhielt er in Santa Rita, am Colégio São Luís von Itu und ab 1894 in Harmonielehre am Seminário Episcopal de São Paulo.
Als Berufsmusiker zeigte sich sein Talent, überaus schnell seine Kompositionen niederzuschreiben, insgesamt entstanden über 300 Werke, darunter „Flor da Estrada“ oder „Bafo de Onça“. Seine bekannteste Komposition, der Choro „Tico-Tico no Fubá“ wurde von vielen Musikern interpretiert, unter anderem von der US-amerikanischen Organistin Ethel Smith und der Sängerin Carmen Miranda.
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de Falla ( y Matheu), Manuel
* 23.11.1876 in Cádiz - † 14.11.1946 in Alta Gracia, Argentinien
spanischer Komponist.
Als Sohn eines Kaufmanns und einer Pianistin erhielt de Falla den ersten Musikunterricht von seiner Mutter María Jesús Matheu. Weitere Studien bei Alejandro Odero und Enrique Broca folgten, doch schwankte er erst noch zwischen einer literarischen und einer musikalischen Laufbahn. 1896 nahm er jedoch ein Musikstudium am Madrider Konservatorium als Klavierschüler von José Tragó auf, gewann in den Folgejahren mehrere Preise und schrieb seine ersten Kompositionen, darunter Lieder, Klavier- und Kammermusik.
Zur finanziellen Unterstützung seiner Familie komponierte de Falla zwischen 1901 und 1903 fünf Zarzuelas, zwei davon in Zusammenarbeit mit Amadeo Vives, die jedoch nicht sehr erfolgreich waren. Ab 1902 studierte er bei Felipe Pedrell, dem Begründer der spanischen Nationalmusik. Seinen Durchbruch als Komponist erlebte de Falla mit der in den Jahren 1904 und 1905 geschriebenen Oper La vida breve (Das kurze Leben).
1907 ging er nach Paris, wo der Kontakt mit den bedeutenden Komponisten des Impressionismus wie Claude Debussy, Maurice Ravel, Paul Dukas und dem Spanier Isaac Albéniz seinen Stil beeinflusste. Hier entstanden die Trois mélodies (1909) nach Gedichten von Théophile Gautier und 1912 die Siete canciones populares españolas.
Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges kehrte de Falla nach Madrid zurück, wo 1915 seine „Gitanería“ El amor brujo (Der Liebeszauber) uraufgeführt wurde, die er später zu einem Ballett mit Gesang umarbeitete (Uraufführung 1921 in London).
1921 ließ sich de Falla in Granada nieder. In dem Haus nahe der Alhambra befindet sich heute das Museo Falla mit Dokumenten zu Leben und Werk des Komponisten.
Immer weiter entfernte sich de Falla nun vom opulenten Impressionismus hin zu einem spröderen, klassizistischen Musikstil.
1939 emigrierte de Falla nach Argentinien, zutiefst erschüttert über den Zweiten Weltkrieg. Dort starb er 1946, ohne Atlántida vollenden zu können. Sein bedeutendster Schüler Ernesto Halffter ergänzte das Werk.
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Detoga, François
Pseudonym von Menichetti, François
*26.12.1894 in Bastia - † 27.8.1969 in Frankreich
Menichetti’s Kompositionen sind gekennzeichnet durch eingängige Melodien und ein traditionelles Harmonieschema. Sie trafen vor allem den Geschmack der Laienmusiker.
Die Mischung aus Leichtigkeit und Dramatik in einer an Verdi und Rossini angelehnten spannungsreichen, gefühlvollen und sehr emotionalen Programm-Musik war zu seiner Zeit sehr beliebt. Einige seiner Zupfmusikwerke, insbesondere die dramatischen Ouvertüren, gehörten in Italien, Frankreich, Luxemburg, Österreich und Deutschland in der Mitte des 20. Jahrhunderts zum Standardrepertoire leistungsfähiger Zupfensembles.
Bei dem Werk "A travers la Hongrie", das oft als Impression einer Ungarnreise des Komponisten gedeutet wurde, handelt es sich nicht um authentische ungarische Volksmusik. Es ist vielmehr eine Fantasie, inspiriert durch eine Postkarte, die ein französischer Freund aus Ungarn in seine Heimat schrieb.
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Debussy, Achille-Claude
* 22. August 1862 in Saint-Germain-en-Laye -† 25. März 1918 in Paris
französischer Pianist und Komponist des Impressionismus.
Debussy wurde 1862 als erstes von fünf Kindern als Sohn von Manuel-Achille Debussy (1836–1910) und seiner Frau Victorine Joséphine Sophie geb. Manoury (1836–1915) geboren.
Debussy wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein Vater führte ein Steingut- und Porzellangeschäft in Saint-Germain, das er wenige Jahre nach Debussys Geburt aufgeben musste, da es nicht rentabel war. Dann zog Manuel-Achille Debussy mit seiner Familie nach Paris und arbeitete als Buchhalter bei einer Eisenbahngesellschaft.
Claude Debussy besuchte nie eine Schule; die Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens vermittelte ihm seine Mutter. Er war sehr belesen und wurde 1901 Musikkritiker bei La Revue Blanche, einer der renommiertesten Zeitschriften über Literatur und Kunst Frankreichs in dieser Zeit.
Musik spielte im Hause Debussy keine besondere Rolle, aber der Vater mochte die Operette und soll seinen Sohn auch zu einigen Aufführungen mitgenommen haben. Sein Pate Achille Arosa war es, der Debussy den ersten Klavierunterricht ermöglichte.
Zufällig wurde Madame Mauté de Fleurville, eine Frau aus wohlhabenden Kreisen, auf das Kind aufmerksam. Sie behauptete, eine Schülerin Chopins gewesen zu sein und bot den Eltern an, für Claudes Klavierausbildung zu sorgen. Innerhalb von zwei Jahren machte sie Debussy zu einem erfolgreichen Kandidaten für das Pariser Konservatorium. Bereits ein Jahr nach seiner Aufnahme besuchte Debussy die Oberklasse bei Antoine François Marmontel (1816–1898).
Die 13 Jahre des Musikstudiums, die Debussy ab seinem 10. oder 11. Lebensjahr am Konservatorium verbrachte, waren von sehr unterschiedlichen Erfahrungen geprägt. 1874 errang dieser in einem Konservatoriums-Wettbewerb durch die Darbietung des 2. Klavierkonzerts von Frédéric Chopin einen 2. Preis, mit Chopins Ballade in F-Dur erhielt er im darauffolgenden Jahr sogar den 1. Preis. Mit Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Carl Maria von Weber und dem Konzert-Allegro von Chopin blieb er in der Folgezeit indessen unerwartet erfolglos. „Debussy entwickelt sich zurück“, bemerkte ein Chronist der Wettbewerbe spöttisch.
Die Misserfolge bewirkten in Debussys Leben eine Zäsur: Er nahm Abstand davon, Klaviervirtuose zu werden. Den Ausgleich hierfür hatte er schnell gefunden. Zwar war er im Klassenverbund genussvoll zelebriertes Opfer des Dozenten Émile Durand, dem die zahlreichen Verstöße Debussys gegen die tradierten Regeln der Harmonielehre missfielen, doch im Fach Klavierbegleitung, das ein gewisses Maß an Improvisationstalent voraussetzte, war er erfolgreich. Einen 1. Preis in einem der Fächer musste man haben, um in die Kompositionsklasse aufgenommen zu werden. Mit dem 1. Preis im Fach Klavierbegleitung erreichte Debussy schließlich die Aufnahme in diese Kompositionsklasse.
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Dittmann, H.
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Werke: Frühlingszauber Ouvertüre |

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Donizetti, Gaetano
(eigentlich Domenico Gaetano Maria Donizetti)
* 29.11.1797 in Bergamo - † 8. April 1848 in Bergamo
italienischer Komponist
Zusammen mit Gioacchino Rossini und Vincenzo Bellini zählte er uzu den bedeutendsten Meistern der sogenannten Belcanto-Oper gehört und auch international einer der erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts war. Daneben schuf er auch Geistliche Musik, Instrumentalmusik sowie zahlreiche Werke für Gesang und Klavier.
Von seinen etwa 65 bis 70 Opern haben L’elisir d’amore, Lucia di Lammermoor und Don Pasquale (1843) eine lückenlose Aufführungstradition und gehören zum Standardrepertoire der Opernhäuser weltweit. Seit den 1950er Jahren werden auch seinerzeit vergessene Werke wie Anna Bolena (1830), Lucrezia Borgia (1833), Maria Stuarda (1835), Roberto Devereux (1837), La fille du régiment (1840) und La favorite (1840) einigermaßen regelmäßig wieder aufgeführt.
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Dowland, John
*1562 in London? – †20.2.1626 in London England
englischer Lautenist, bedeutender Komponist und Musikherausgeber des Elisabethanischen Zeitalters
Von 1579 bis 1584 stand Dowland im Dienst Sir Henry Cobhams, des englischen Gesandten in Paris, und seines Nachfolgers Sir Edward Stafford, 3. Herzog von Buckingham. Nachdem er sich 1594 erfolglos als Nachfolger des königlichen Lautenisten John Johnson beworben hatte, begab er sich auf eine einjährige Auslandsreise und hielt sich zunächst am Hof des Herzogs von Braunschweig in Wolfenbüttel und des Landgrafen Moritz von Hessen in Kassel auf. Anschließend ging er nach Italien und erreichte Florenz. Als er hier vom Plan einer Gruppe englischer Exilanten erfuhr, ein Attentat auf Königin Elisabeth I. zu begehen, reiste er bestürzt nach Nürnberg zurück. Ende 1596 oder anfangs 1597 kehrte er nach London zurück, wiederum in der Hoffnung, als Hoflautenist angestellt zu werden. Doch seine Erwartungen zerschlugen sich abermals, da sein Freund und Gönner Henry Noel verstarb, kurz nachdem er Dowland in einem Brief um seine Rückkehr nach England gebeten hatte. Dowlands nächster Auslandsaufenthalt führte ihn nach Dänemark, wo er von 1598 bis 1606 Lautenist am Hof König Christians IV. von Dänemark war. Nach seiner Entlassung kehrte er nach England zurück und war einige Jahre bei einem Höfling namens Theophilus Howard, Lord Walden angestellt. Schließlich erhielt er am 28. Oktober 1612 den jahrelang begehrten Posten als Musician for the lute am königlichen Hof in England, schrieb aber nach diesem beruflichen Erfolg fast keine Kompositionen mehr. Als sein bedeutendstes Lautenlied gilt In darknesse let mee dwell, das 1610 publiziert wurde
Dowlands musikalisches Werk umfasst Lautenlieder, Werke für Laute solo und Werke für Gambenconsort mit Lautenbegleitung.
Dowlands Lieder behandeln ganz verschiedene Themen. Musikalisch handelt es sich vorwiegend um Strophenlieder, seltener finden sich auch durchkomponierte Stücke. Die Begleitung ist weitgehend homophon, jedoch bereichert durch zahlreiche Verzierungen. Einige Lieder, etwa das berühmte Lied "Flow My Tears" oder "Oh, sweet woods", enthalten aber auch polyphon durchkomponierte Passagen, wobei die Polyphonie sich in den Grenzen des auf der Laute spieltechnisch Machbaren bewegt. Die Textdeklamation bleibt durchgehend deutlich, Verzierungen werden als Ausdruckselemente eingesetzt.
Von besonderer Bedeutung sind Dowlands Instrumentalwerke. Seine Kompositionen für Gambenconsort mit Lautenbegleitung markieren in der europäischen Musikgeschichte einen ersten Höhepunkt der Entwicklung zu einer selbständigen Instrumentalmusik. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang vor allem sieben Variationen über das Thema der Lachrimae Pavane (ursprünglich eine Komposition für Laute solo, später zum Lied "Flow My Tears" und zu den genannten Kompositionen für Gambenconsort ausgearbeitet) und die Consortfassung der Lautenkomposition "Semper Dowland, Semper Dolens." In beiden Stücken wird die oft melancholische Stimmung der Werke Dowlands besonders deutlich, musikalisch hervorgehoben durch eine vergleichsweise farben- und dissonanzenreiche Harmonik.
Von Dowland sind etwa 100 Kompositionen für Laute solo erhalten. Sie gehören zu den anspruchsvollsten und ausgereiftesten Werken für dieses Instrument und zählen heute zum festen Repertoire nahezu aller Lautenisten und klassischer Gitarristen.
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Dünnebeil, Werner
*1911 – † 1993
ein deutscher Komponist und Arrangeur,
Vor allem für seine Werke im Bereich der Zupfmusik (Mandolinenorchester) bekannt. Er verlegte Werke unter anderem beim Joachim-Trekel-Musikverlag und ist durch volkstümliche Tänze Musikalienhandel und Kompositionen wie „Wo Die Balalaika Klingt“ Apple Music bekannt.
Komponist und Arrangeur.Schwerpunkt: Zupfmusik / Mandolinenmusik, aktiv im Bereich volkstümlicher Musik. Es sind laut DNB 26 Publikationen verzeichnet. |
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Durand, André
Frankreich, sonst noch keine Information
Werk: A demain les Copains (Freunde bis Morgen) |

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Dvořák, Antonín Leopold
* 8. September 1841 in Nelahozeves, Bunzlauer Kreis - † 1. Mai 1904 in Prag
tschechischer Komponist der Romantik.
Antonín Dvořáks Vater František Dvořák (1814–1894) betrieb eine Gaststätte und eine Fleischerei. Später gab er die Metzgerei auf und verdiente seinen Lebensunterhalt als Zitherspieler. In der Familie des Vaters waren zwei Onkel Berufsmusiker.
Mit sechs Jahren ging er in die Schule seines in der Nähe Prags gelegenen Geburtsortes Nelahozeves und erhielt dort von seinem Lehrer Joseph Spitz Geigenunterricht. Mit zwölf Jahren schickten ihn seine Eltern nach Zlonice zu seinem kinderlosen Onkel Antonín Zdeněk. Beim dortigen Kantor Anton Liehmann lernte er Geige, Klavier und Orgel. Während dieser Zeit wirkte er in der Musikkapelle seines Lehrers mit, spielte Orgel in der örtlichen Kirche, lernte den Generalbass und fing an zu komponieren. Obwohl der Lehrer nach Dvořáks Aussage streng und jähzornig war, schätzte der Schüler ihn sehr.
Im Herbst 1856 ging Dvořák nach Česká Kamenice. Dort nahm er Unterricht in Musiktheorie bei Franz Hanke. Nach dem Schulabschluss 1857 übersiedelte er nach Prag, wo er ab Oktober an der Orgelschule studierte und sich mit dem Komponisten Karel Bendl anfreundete. Daneben besuchte er die Pfarrschule des Franziskanerklosters zu Maria Schnee und trat als Bratschist in das zweimal jährlich auftretende Orchester des Cäcilienvereins unter Leitung von Anton Apt ein. 1859 absolvierte er als Zweitbester die Orgelschule.
Da Dvořáks Versuche, eine Stelle als Organist zu erlangen, scheiterten, arbeitete er ab Sommer 1859 als Bratschist im privaten Orchester von Karl Komzák, das in Kaffeehäusern und auf öffentlichen Plätzen Potpourris, Ouvertüren und Tänze spielte. Dieses Leben als Musiker zog sich über elf Jahre hin, ohne dass er mit eigenen Kompositionen an die Öffentlichkeit ging. Nach den überlieferten Werken zu urteilen, scheint er jedoch autodidaktisch seinen Kompositionsstil fast planmäßig weiterentwickelt zu haben, angefangen bei Mozart über Mendelssohn und Schumann bis zu Wagner am Ende der 1870er Jahre. In den musikalischen Formen lag der Schwerpunkt zunächst beim Streichquartett.
Ab 1862 spielte Komzáks Musikkapelle auch im neueröffneten Prager Interimstheater, das 1865 vollständig in dem Opernorchester aufging und in dem Dvořák als Erster Bratschist tätig war. Eine wichtige Rolle in diesem Umfeld spielte Bedřich Smetana, dessen Opern Die Brandenburger in Böhmen und Die verkaufte Braut 1866 uraufgeführt wurden.
Ab 1865 erteilte Dvořák neben seiner Arbeit am Theater Klavierunterricht.
1870 schrieb Dvořák seine erste Oper Alfred auf ein deutschsprachiges Libretto von Theodor Körner, die aber zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt wurde und wohl eher ein Übungsstück darstellte. Das erste für die Öffentlichkeit bestimmte Werk war die Oper „Der König und der Köhler“ auf ein Libretto in tschechischer Sprache von Bernhard J. Lobeský. Um mehr Zeit für das Komponieren zu haben, gab er im Juli 1871 seine Stelle als Orchestermusiker auf. Gleichzeitig mit der Komposition führte er im Laufe der Jahre 1871 bis 1873 Lieder, kammermusikalische Werke und den Hymnus Die Erben des Weißen Berges für Chor und Orchester auf, die gut bis enthusiastisch aufgenommen wurden. Mit dem letztgenannten patriotischen Werk gelang ihm der Durchbruch.
Mit seiner Oper Der König und der Köhler hatte er weniger Glück. Die 1873 am Interimstheater aufgenommenen Proben wurden bald abgebrochen, weil das Werk als zu schwierig und unsingbar erachtet wurde. Dvořák überdachte daraufhin seinen Kompositionsstil und wandte sich von der Neudeutschen Schule ab. Seine Oper schrieb er neu und führte sie im November 1874 erfolgreich auf. Im selben Jahr begann Dvořák an einer privaten Musikschule zu unterrichten und trat im Februar eine Organistenstelle an, die er bis Februar 1877 behielt.
In den Jahren 1874 bis 1877 wurde dem Komponisten jährlich ein staatliches Stipendium verliehen. Mitglied der begutachtenden Kommission war Eduard Hanslick, später auch Johannes Brahms. Dieser verhalf Dvořák 1877 schließlich zu seinem endgültigen Durchbruch, indem er sich bei seinem Verleger Fritz Simrock (1838–1901) für die Veröffentlichung der Klänge aus Mähren, einer Sammlung von Duetten, einsetzte. Gleichzeitig war dies der Beginn einer lebenslangen Freundschaft zwischen den beiden Komponisten.
Heimatliebe, Naturverbundenheit, tiefe Religiosität, aber ebenso berauschende Lebensfreude kommen in Dvořáks Werk zum Ausdruck, der einige Misserfolge durchzustehen hatte, bis durch die Empfehlung von Brahms seine Slawischen Tänze im Druck erschienen und die Musikwelt auf ihn aufmerksam wurde. Nachdem zunächst nur wenige seiner Werke im internationalen Musikbetrieb Fuß gefasst hatten, änderte sich dies unter anderem durch die Gesamteinspielung seiner Sinfonien
Sein vielseitiges Werk umfasst neun Sinfonien und zahlreiche weitere Orchesterwerke, Opern, Vokalmusik, Kammermusik sowie Klavier- und Orgelstücke. Dvořák ist der weltweit meistgespielte tschechische Komponist.
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