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Machleb, Gustav
* 1907 – 1996
deutscher Musiker, Dirigent und Komponist
Machleb wirkte vor allem in der Zupfmusikszene (Mandoline und Gitarre).Er prägte nach dem Zweiten Weltkrieg als musikalischer Leiter, Dirigent und Gaudirigent maßgeblich mehrere Musikvereine in der Region Niedersachsen/Hildesheim (u.a. in Barienrode).
Als Arrangeur und Komponist schuf und bearbeitete er Werke für Zupforchester. Noten und Kompositionen von ihm werden unter anderem vom Joachim-Trekel-Musikverlag vertrieben.
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Maciocchi, Mario
* 4.04.1874 in Rom - † 09.11.1955 in Paris
italienisch-französischer Mandolinist, Cellist, Dirigent, Verleger, Publizist, Herausgeber und Komponist
Schon als Kind spielte Maciocchi die Instrumente Mandoline und Gitarre. Später erlernte er Violoncello, Klavier und Violine. Bereits mit 18 Jahren war er als Cellist Mitglied im berühmten „Quintetto Romano“, einem römischen Kammerensemble. Das Cello blieb sein Hauptinstrument, aber er war zeitlebens ein leidenschaftlicher Mandolinenspieler und widmete der Mandolinenmusik seine ganze Kraft.
1900 zog es den jungen Musiker nach Paris - die damalige Hauptstadt der Künste, wo er sich bald als Dirigent des „Mandolin-Orchestre de Paris“ einen Namen machen konnte.
Rund 50 Jahre lang war er Herausgeber der Musikzeitschrift „L’Éstudiantina“, die nach dem ersten Weltkrieg unter dem Namen „L’Orchestre à Plectre“ erschien und betrieb einen gleichnamigen Musikverlag. Neben den zahlreichen eigenen Werken verlegte er Stücke seiner italienischen Landsleute Bacci, Belletti, Manente, Macchini, Masi und Mercuri, ebenso der Franzosen Alton, Ballat, Hardy, Menichetti, Mesplou, Morelli, Montfort und Schiano, der Niederländer Murkens und Smits und des Spaniers Márquez-García, um nur einige zu nennen.
Maciocchi legte sich als Komponist schon früh das Pseudonym „Comtesse Olga Delys“ zu und veröffentlichte seine Werke abwechselnd unter beiden Namen. In seinen programmatischen Werktiteln verewigte er zahlreiche weibliche Vornamen und europäische Städtenamen. Weitere Kompositionen basieren auf Assoziationen von Kosenamen, Träumen, Blumen, Sternen, Engeln und Teufeln.
Maciocchis Kompositionen sind gekennzeichnet durch eingängige Melodien romantischer Prägung. Zu seiner Zeit trafen sie vor allem den Geschmack der Laienmusiker. Diese gefällige Programm-Musik aus einer Mischung von Leichtigkeit und spannungsreicher Dramatik war in jener Zeit sehr beliebt. Einige seiner Werke, insbesondere die nationalfolkloristischen Titel, Charakterstücke und dramatischen Ouvertüren, gehörten in Italien, Frankreich, Luxemburg, Österreich und Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Standardrepertoire leistungsfähiger Zupforchester. Sie fanden auch in Japan eine große Anhängerschaft und werden bis zum heutigen Tage gespielt. Seine ca. 900 Kompositionen, die sich mit großem Erfolg verkauften, bescherten dem Komponisten zu Beginn des Jahrhunderts eine hohe Popularität und ein sicheres Einkommen.
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Mandonico, Claudio
* 1957 in Nave
italienischer Komponist, Musikpädagoge, Dirigent, Saxophonist, Pianist und Kornettist.
Mandonico wuchs musikalisch bei Giovanni Ligasacchi an der Musikschule „Gioietta Paoli Padova“ in Brescia auf, wo er verschiedene Musikinstrumente (Saxophon, Querflöte, Kornett, Klavier und Kontrabass) spielen lernte. Er war Mitglied der Associazione Filarmonica „Isidoro Capitanio“ Banda cittadina di Brescia und ist 2012 auch ihr musikalischer Berater. 1986 schloss er sein Studium der Komposition am Konservatorium „Luca Marenzio“ in Brescia bei Giancarlo Facchinetti ab.
Er ist Dirigent verschiedener Bands in der Provinz Brescia, wie der Associazione Filarmonica „Conca d'Oro“ Vallesabbia und des Corpo Bandistico Musicale „Ottorino Respighi“ di Tavernole. Seit 1985 ist er Dirigent des Tokkel-Orchests in Brescia (Orchestra di mandolini e chitarra Città di Brescia), mit dem er an verschiedenen nationalen und internationalen Festivals teilgenommen hat, darunter im Teatro San Carlo in Neapel. Er nahm an verschiedenen Kursen in alter Musik in Urbino, Den Haag und Genf teil.
Als Kornettist ist er Teil der Gruppe „Paride e Bernado Dusi“ in Brescia. Als Saxophonist und Pianist spielt er in der „East Side Big Band“. Er ist auch an anderen wichtigen musikalischen Veranstaltungen wie der Biennale von Venedig, der „Settembre Musica“ in Turin sowie an den „Schwetzinger Musikfestspielen“ beteiligt.
Er arbeitet als Dozent für HaFa-Diregie, Analyse und Instrumentierung an verschiedenen Musikschulen und bei regionalen und nationalen Verbänden für Blasorchester.
Neben einer Reihe von Bearbeitungen klassischer Musik für Band wie Quattro versioni originali della "Ritirata Notturna di Madrid" di Luigi Boccherini" von Luciano Berio. Als Komponist schrieb er seine eigenen Werke für Orchester, Orchester, Tokkelorchester und Kammermusik.
Viele seiner Werke für Zupfmusik sind im Trekel-Musikverlag erschieben.
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Marcello, Benedetto Giacomo
* 24.7.1686 in Venedig; † 24.7.1739 in Brescia
italienischer Komponist des Barocks
Benedetto Marcello entstammte einer venezianischen Advokatenfamilie, und so lag es nahe, dass auch er Jura studierte. 1711 wurde er in den Rat der Vierzig gewählt; dieses Amt bekleidete er 14 Jahre lang.
Trotz seiner beruflichen Verpflichtungen als Gouverneur un d später Camerlengo vernachlässigte Marcello von Anfang an niemals die Musik. Erst als er nach Pola gehen musste, hörte er auf zu komponieren.
Bereits als junger Mann hatte er Lieder und Sonaten veröffentlicht. Weil das Komponieren jedoch stets nur neben seiner öffentlichen Laufbahn möglich war, bezeichnete er sich selbst immer als nobile Veneto dilettante di contrappunto, also als Liebhaber, d. h. Laien der Musik. Schließlich aber nahm er seine Kompositionsstudien bei Francesco Gasparini (1668–1727) und Antonio Lotti (um 1667–1740) auf.
Die erste Vertonung italienischer Psalmenparaphrasen L’Estro Poetico-Armonico brachte dem inzwischen 38-jährigen Marcello europaweiten Ruhm ein. Das umfangreiche Werk von 50 Solopsalmen nach Girolamo Ascanio Giustiniani war ein früher Versuch „archaisierenden Sologesanges“. Insgesamt besteht dieses Werk aus acht Bänden, ein- bis vierstimmig mit Generalbass für Orgel oder Klavier, teilweise mit obligatem Violoncello oder zwei Violinen. In dieser Arbeit überwiegt eine eher traditionelle kontrapunktische Satztechnik. Aber auch sie wechselt oft ganz unvermutet mit kompakten, homophonen, fast folkloristischen Partien ab. Bis ins kleinste Detail folgen diese Psalmvertonungen dem Text. Das Werk enthält unter anderem auch eine Vertonung von Maos Zur, einem Lied, das in der jüdischen Liturgie an Chanukka gesungen wird, sowie eine Version des Kaddischgebetes.
Als Meister der Solokantate ist Marcello einer der letzten Vertreter des großen pathetischen Gesangsstils, der manchmal kleine Dramen in den Rahmen der Gattung hineinstellt. Daneben schrieb Marcello auch klangprächtige Kammermusik wie Klavier-, Violoncello- und Flötensonaten sowie Instrumentalkonzerte.
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Mendelssohn Bartholdy, (Jakob Ludwig) Felix
* 3.2.1809 in Hamburg – † 4.11.1847 in Leipzig
deutscher Komponist, Pianist und Organist.
Er zählt zu den bedeutendsten Musikern der Romantik und setzte als Dirigent Maßstäbe, die das Dirigieren bis heute prägen.
Mendelssohn Bartholdy setzte sich für die Aufführung von Werken Händels und Johann Sebastian Bachs ein. Damit trug er wesentlich zu ihrer Wiederentdeckung und zur Herausbildung eines Verständnisses für die „klassische“ Epoche der deutschen Musik bei. Er gilt als Mitbegründer der historischen Musikpflege und gründete das erste Konservatorium in Deutschland.
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Menichetti, François
* 26.12.1890 – † 27.07.1969
Französischer Mandolinist, Orchesterdirigent und Komponist
Menichetti’s Kompositionen sind gekennzeichnet durch eingängige Melodien und ein traditionelles Harmonieschema. Sie trafen vor allem den Geschmack der Laienmusiker.
Die Mischung aus Leichtigkeit und Dramatik in einer an Verdi und Rossini angelehnten spannungsreichen, gefühlvollen und sehr emotionalen Programm-Musik war zu seiner Zeit sehr beliebt. Einige seiner Zupfmusikwerke, insbesondere die dramatischen Ouvertüren, gehörten in Italien, Frankreich, Luxemburg, Österreich und Deutschland in der Mitte des 20. Jahrhunderts zum Standardrepertoire leistungsfähiger Zupfensembles.
Bei em Werk "A travers la Hongrie", das oft als Impression einer Ungarnreise des Komponisten gedeutet wurde, handelt es sich nicht um authentische ungarische Volksmusik. Es ist vielmehr eine Fantasie, inspiriert durch eine Postkarte, die ein französischer Freund aus Ungarn in seine Heimat schrieb.
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Meyer-Helmund, Erik
* 13.4.1861 in Sankt Petersburg Russland – † 4.41932 in Berlin
europäischer Komponist und Sänger.
Er erhielt ersten Klavierunterricht bei seinem Vater. Später ging er nach Berlin und wurde Schüler von Friedrich Kiel und Julius Stockhausen. Seine bekanntesten Werke waren seine Opern „Die beiden Klingsberg“ und „Der Liebeskampf“. Er schrieb zudem eine einaktige Burleske mit dem Titel „Tischka“, Ballettmusiken, Instrumentalmusik, zahlreiche Klavierstücke, komponierte Gesänge populären Inhalts und Lieder.
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Milan, Luys (Luis Milán oder Luis de Milán)
auch bekannt als Lluís del Milà, Lluís Milà, Luys Milán oder Luys de Milán
* um 1500 – † um 1561
spanischer Renaissance-Komponist, Vihuelist und Musikpädagoge.
Mit El Maestro (katalanisch El mestre) verfasste er ein umfangreiches Werk mit Kompositionen für die Vihuela.
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Monti, Vittorio
* 6.1.1868, in Neapel; † 20.6.1922
Violinist und Komponist
Monti studierte in Neapel Violine und Komposition am Conservatorio di San Pietro a Majella. Um 1900 erhielt er eine Berufung als Dirigent des Lamoureux-Orchesters in Paris. In späteren Jahren widmete er sich mehr dem Violin- und Mandolinenspiel; beide Instrumente unterrichtete er auch, für die Mandoline verfasste er überdies ein Lehrbuch.
Werk
Vittorio Monti schrieb einige Ballette und Operetten. Sein berühmtestes Musikstück ist der Csárdás, ein beliebtes Virtuosenstück, das bis heute fester Bestandteil vieler Ensembles mit ungarischem oder südosteuropäischem Repertoire ist. Neben Montis originaler Komposition, die für solistische Mandoline beziehungsweise Violine mit Klavier- oder Orchesterbegleitung verfasst ist (die Widmungsträgerin Juliette Dantin war Violinistin), sind heute zahlreiche Bearbeitungen für verschiedenste Soloinstrumente und Besetzungen im Umlauf.
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Mozart, Leopold
*14.11.1719 in Augsburg – † 28.5.1787 in Salzburg
Er erhielt in Augsburg seine Ausbildung am von Jesuitenpatres geleiteten Salvatorgymnasium.
1737 dann Studium der Philosophie in Salzburg, Anstellung auf Vermittlung des Grafen Thun-Valsassina als Geiger in der Fürsterzbischhöflichen Hofkapelle.
1756 - am 27.1.1756 wurde Wolfgang Amadeus geboren als siebtes und letztes Kindes. Nur Wolfgang Amadeus und seine vier Jahre ältere Schwester Maria Anna (geb. 1751) erreichen das Erwachsenenalter.
- 1757 wurde Keopold Mozart zum Hofkompositeur ernannt.
- 1755 Kompostion von "Ein musikalische Schlittenfahrt" und der Sinfonia da ca. - - 1763 Ernennung zum Vizekapellmeister der Fürsterzbischhöflichen Hofmusik. - - - 1769 Aufbruch zur ersten Italien-Reise mit Sohn Wolfgang Amadeus.
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1771 Zweite Italien-Reise mit Sohn Wolfgang Amadeus. 1772/1773 Dritte Italien-Reise mit Sohn Wolfgang Amadeus.
1775 Reise mit Tochter Nannerl nach München zur UA von La finta giardiniera am Salvatortheater. 1785 Reise nach Wien zum Besuch des Sohnes und dessen Familie. Es wird das letzte Zusammentreffen von Vater und Sohn.
bekanntestes Werk in der Zupfmusik: „Für Wolfgang“ (Concertino für Wolfgang, Suite Nr. VIII d-Moll)
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Mozart, Wolfgang Amadeus (Wolfgang Amadé Mozart)
* 27.1.1756 in Salzburg – † 5.12.1791 in Wien, Österreich
Komponist der Wiener Klassik.
Er schuf eine Vielzahl von Meisterwerken in so gut wie allen musikalischen Gattungen seiner Zeit und gilt als einer der berühmtesten Komponisten der Musikgeschichte.
Mozart erhielt schon als Kind zusammen mit seiner Schwester Maria Anna Musikunterricht von seinem Vater Leopold Mozart. Ab 1762 unternahm der Vater mit seiner Familie ausgedehnte Reisen durch Westeuropa und Italien, um die „Wunderkinder“ an Höfen von Regenten und in Adelshäusern bekannt zu machen und ihre Karriere zu befördern. Im Januar 1781 hatte er in München mit der Premiere seiner Oper Idomeneo einen ersten großen Erfolg.
Mozart schuf Werke in allen gängigen Gattungen seiner Zeit und verarbeitete in seiner Musik diverse Anregungen, wobei er Gegensätzliches wie Theater- und Instrumentalmusik oder das aktuelle motivische und das barocke kontrapunktische Vorgehen zur Synthese führte, was als „Universalität“ bezeichnet wurde. Trotz der Integration des „gelehrten“ Stils wirkt das Resultat mühelos. Seinen Werken wird eine vollendete Gestaltung auf allen Ebenen zugesprochen. Hervorgehoben wurde eine sprechende Qualität und Dramatik der Formprozesse auch in der Instrumentalmusik. Im Orchester wertete er die Rolle der Bläser auf und erreichte eine für seine Zeit ungewöhnliche klangliche Vielfalt. Besondere Bedeutung hat Mozart für die Entwicklung des Klavierkonzerts und der Oper, wo das Orchester eine größere Rolle spielt als zu seiner Zeit üblich, die Charaktere der Personen musikalisch individualisiert werden, dramatische Ensembleszenen Höhepunkte bilden und die Opera buffa zur anspruchsvollen Gattung wird.
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Munier, Carlo (Gennaro Pasquale)
* 15.7.1859 – † 11.2.1911
italienischer Musiker,
Munier setzte sich für die Anerkennung der Mandoline als Instrument der klassischen Musik und konzentrierte sich auf die „Erhebung und Veredelung der Mandoline und Plectruminstrumente“. Er wollte, dass „große Meister“ das Instrument in Betracht ziehen und es über das Niveau der „Dilettanten und Straßenspieler“ erheben, wo es seit Jahrhunderten feststeckte. Er erwartete, dass Mandoline und Gitarre in seriösen Orchestermusikschulen unterrichtet und in das Orchester integriert werden würden.
Als Komponist von mehr als 350 Werken für die Mandoline leitete er das Mandolinenorchester Reale circolo mandolinisti Regina Margherita, benannt nach seiner Schirmherrin Margherita von Savoyen, und unterrichtete die Königin über die Mandoline. Als Lehrer schrieb er Scuola del mandolino: metodo completo per mandolino (Schule für die Mandoline, eine vollständige Methode), veröffentlicht 1895.
Silvio Ranieri beschrieb Munier 1925 als einen der Hauptpioniere bei der Wiederbelebung des Mandolinen-Repertoires - ein Repertoire, das mit Munier begann, sich von den Grenzen des populären Stils (Walzer, Serenaden und modische Märsche) zu entfernen, um sich den „Kunstmusik“-Formen zu nähern.
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