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Paul Lacombe
* 11.7.1837 in Carcassone - † 4.6.1927 in Carcassone
französischer Komponist und Pianist
Paul Lacombe wurde in Carcassonne in eine wohlhabende Familie von Leinenhändlern geboren. Der erste Musikunterricht war mit seiner Mutter am Klavier und später studierte er Gesang, Fuge, Harmonie und Kontrapunkt bei François Teysseyre (1821-1887), ein Absolvent des Conservatoire de Paris, der 1851 die erste Musikschule in Carcassonne eröffnete.
Lacombe war ein Bewunderer der Musik von Georges Bizet, insbesondere der Oper The Pearl Fishers. 1866 begann er eine Korrespondenz mit Bizet und bat ihn, bei seiner Komposition zu helfen. Bizet akzeptierte, und zwei Jahre lang, von 1866 bis 1868, wurden Kompositionsberatung und Korrekturen per Post ausgetauscht. Eine echte Freundschaft entwickelte sich zwischen den beiden, als Bizet die Begeisterung seines Schülers erkannte.
1871 war Lacombe Gründungsmitglied der Société Nationale de Musique. Bizet bewarb Lacombes Musik unter seinen Pariser Kollegen und war verantwortlich für eine Aufführung von Lacombes Violinsonate, Op. 8, von Pablo de Sarasate und Élie-Miriam Delaborde. Nachdem er in einer Studie für Quartett eine hervorragende Kompositionsbeherrschung gezeigt hatte, schrieb Bizet 1867 an Lacombe und ermutigte ihn, ein symphonisches Werk zu schreiben. Lacombe produzierte die Ouverture symphonique, Op. 22, die 1876 uraufgeführt wurde, eine Aufführung, die Bizet aufgrund seines frühen Todes im Jahr zuvor nie hörte.
Obwohl Lacombes Musik unter anderen Komponisten und Musikern sehr geschätzt wurde, gewann sie nie an Popularität, da er nicht bereit war, seine Heimatstadt Carcassonne für Paris zu verlassen.
Als produktiver Komponist mit mehr als 150 Werken kam sein einziger bedeutender populärer Erfolg 1890 mit der Aubade printanière, Op. 37. Durchweg behielt er ein Gefühl für klassische Form und Melodie bei, erforschte aber zeitgenössische impressionistische Harmonien in seinen späteren Werken. Sein kompositorischer Stil zeigt, abgesehen von seiner sauberen und soliden Handwerkskunst, einen liebenswürdigen und ansprechenden Charakter, aber ohne besondere Originalität.
Neben symphonischen Werken komponierte Lacombe eine große Band an Klaviermusik, Concertante-Werken, Kammermusik und etwa 120 Liedern, von denen viele im Manuskript erhalten sind.
1901 wurde Lacombe unter der Schirmherrschaft von Camille Saint-Saëns in die Académie des Beaux-Arts berufen, die ihm 1887 den Prix Chartier für seine Kammermusik verlieh. 1902 wurde er zum Chevalier der Ehrenlégion ernannt.
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Lamb, Joseph Francis
* 6.121887 in Montclair, New Jersey – † 3.9.1960 in Brooklyn, New York
US-amerikanischer Ragtime-Pianist und -Komponist
Er brachte sich das Klavierspiel selbst bei und war ein begeisterter Anhänger der Musik Scott Joplins. 1908 begegnete er Joplin in New York City und dieser zeigte sich von den ihm vorgelegten Kompositionen seines jungen Bewunderers beeindruckt. Er vermittelte ihm den Kontakt zu John Stark, dem Herausgeber seiner eigenen Werke. Dieser brachte in den folgenden zehn Jahren Lambs Kompositionen heraus. Als um 1920 das Interesse am Ragtime erlahmte, zog Lamb sich aus dem Musikgeschäft zurück. Als es in den 1950er Jahren zu einem Ragtime-Revival kam, stellte er sein Wissen aus der Blütezeit des Ragtime der musikgeschichtlichen Forschung zur Verfügung, verfasste sogar noch einige Werke und machte Aufnahmen.
Neben Scott Joplin und James Scott, die beide afroamerikanischer Abstammung waren, zählt Joseph Lamb, dessen Vorfahren aus Irland kamen, zu den „Big Three“ des klassischen auskomponierten Ragtime. Seine Werke stehen sowohl pianistisch als auch musikalisch auf einer Stufe mit den Kompositionen der beiden vorgenannten. Charakteristisch für seinen Stil und dessen Vielseitigkeit sind besonders „Sensation“ (von Scott Joplin arrangiert), „Ragtime Nightingale“ und „Reindeer Rag“.
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Lara, Agustín
(Ángel Agustín María Carlos Fausto Mariano Alfonso del Sagrado Corazón Lara y Aguirre del Pino)
* 30.10.1897 in Mexiko-Stadt – † 6.11.1970 in Mexiko-Stadt
mexikanischer Komponist und Sänger
Lara war Schöpfer etlicher Musikklassiker des Bolero. Schon als Jugendlicher verdiente er sich als Pianist in Nachtclubs ein Taschengeld, was seinen Vater dazu bewog, ihn auf eine Militärakademie zu senden.
Nach Beendigung dieser Schullaufbahn setzte Lara seine Musikerkarriere fort und bekam Ende der 1920er Jahre die Möglichkeit, eine eigene Rundfunksendung zu gestalten. Da er diese Sendung überwiegend mit Eigenkompositionen bestritt, wurden seine Werke schnell verbreitet. Den Schwerpunkt in Laras Schaffen bilden romantische Stücke im Stil des Bolero, sein Gesamtwerk beläuft sich auf rund 700 Kompositionen, allesamt (Kunst)-Lieder, darunter ein Zyklus von Liedern über spanische Städte.
Neben seiner Komponistentätigkeit trat er auch in etwa 30 Filmen auf und war in Mexiko ein Medienstar. Er komponierte die Musik zum ersten mexikanischen Tonfilm Santa im Jahr 1932.
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Lehár, Franz
* 30.4.1870 in Komorn, Österreich-Ungarn – † 24.10.1948 in Bad Ischl, Österreich
österreichisch-ungarischer Komponist
Franz Lehár war der Sohn des Kapellmeisters im Infanterieregiment Nr. 50 der k. u. k. Armee Franz Lehár (senior) (1838–1898) und dessen Frau Christine Neubrandt (1849–1906).
Lehár wuchs mit der Sprache seiner Mutter auf, dem Ungarischen. Seine Jugend verbrachte er als Sohn eines Militärkapellmeisters mit häufigem Standortwechsel in Städten, die damals zu Ungarn gehörten: Preßburg, Ödenburg, Karlsburg und Klausenburg. Darum erhielt das „a“ des Namens Lehár das ungarische Dehnungszeichen.
Seine Sprachkenntnisse, die es ihm auch ermöglichten, andere slawische Sprachen gut zu verstehen, erweiterte er später in Pola/Pula, wo er als Militärkapellmeister wirkte, um die italienische Umgangssprache. Er war mit Giacomo Puccini und anderen italienischen Komponisten befreundet, man tauschte Erfahrungen und auch Partituren aus. Seine Englischkenntnisse waren jedoch sehr schwach, obwohl er gute Übersetzungen seiner Operetten von schlechten unterscheiden konnte. Für eine Emigration in die USA oder nach Großbritannien waren sie sicher zu gering.
Die Begabung von Franz Lehár zeigte sich schon in frühen Jahren am Klavierspiel. Wie Mozart konnte auch er als Kind ein Thema bei verdeckten Tasten variieren. Mit elf Jahren komponierte er sein erstes Lied. 1880 wurde sein Vater mit seinem Regiment nach Budapest versetzt, und Lehár besuchte dort das Piaristengymnasium. Um ihm eine bessere Kenntnis der deutschen Sprache zu vermitteln, kam er aber bald auf das Gymnasium in Mährisch Sternberg.
Ab 1882 wurde Lehár seiner großen Musikalität halber Schüler des Prager Konservatoriums und studierte, entsprechend dem Wunsch seines Vaters, Violine bei Anton Bennewitz, Musiktheorie bei Josef Foerster und Komposition bei Antonín Dvořák, nachdem er zuvor privat bei Zdeněk Fibich unterrichtet worden war. Als Dvořák 1887 zwei Kompositionen von Lehár gesehen hatte, meinte er: „Hängen Sie die Geige an den Nagel und komponieren Sie lieber.“ Auch Johannes Brahms „äußerte sich wohlwollend über mich und gab mir eine Empfehlungskarte an Professor Mandyczewski“.
Seine musikalische Laufbahn begann er als Orchestermusiker in Barmen und Elberfeld (Stadttheater am Brausenwerth). Danach wurde er jüngster Militär-Kapellmeister der k. u. k. Armee. In Wien spielte er in der Kapelle seines Vaters, und über verschiedene Stationen in der Monarchie arbeitete er sich vor bis zum Nachfolger seines Vaters. Diese Karriere führte ihn nach Pola, Triest, Budapest und von 1899 bis 1902 nach Wien. Wien wurde zu seiner Wahlheimat, und dank einiger großer Erfolge konnte er bald ausschließlich von seinem kompositorischen Schaffen leben und verschrieb sich dabei ganz der Operette.
Schon mit seinen beiden Erstlingswerken Wiener Frauen und Der Rastelbinder galt er als der kommende Mann der Operette. Mit dem Welterfolg Die lustige Witwe (1905) setzte er sich endgültig an die Spitze der damaligen Operettenkomponisten. Bald schlossen sich in den nächsten Jahren weitere Erfolgsstücke an: Der Graf von Luxemburg, Zigeunerliebe und Eva.
Als in den 1920er Jahren die bis dahin „alte“ Operette in der Publikumsgunst zunehmend der Revue weichen musste (auch hier probierte sich Lehár mit einer Revuefassung der Lustigen Witwe mit Fritzi Massary), verabschiedete sich auch Lehár von dieser heiteren Kunstform. Seit Paganini verzichtete er auf das bisher übliche Happy End und setzte auf opernhaftes Sentiment und Pathos. Die Tenorpartien dieser letzten Operetten, wie Das Land des Lächelns oder Der Zarewitsch, schrieb er großteils für Richard Tauber. Seine letzte Operette Giuditta, die er als „musikalische Komödie“ bezeichnete, wurde dann tatsächlich auch 1934 in der Wiener Staatsoper uraufgeführt. Das „Hohe Haus“ versprach sich mit dieser von Lehár lange ersehnten Aufführung auch eine finanzielle Gesundung.
Privat war er sehr eng mit Giacomo Puccini befreundet und ließ sich auch durch dessen Opern inspirieren (wie umgekehrt auch Puccini von Lehár zu seiner Operette Die Schwalbe angeregt wurde, die allerdings kein Erfolg war). Lehár komponierte selbst vier Opern (Rodrigo sowie Kukuška oder Tatjana zu Beginn seiner Laufbahn, später Die gelbe Jacke und Garbonciás, eine Umarbeitung der Zigeunerliebe, als letztes Bühnenwerk). Neben Operetten schrieb er noch zwei symphonische Dichtungen, zwei Violinkonzerte, Filmmusik, Lieder, Tänze und Märsche.
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Leistner-Mayer, Roland
* 1945 in Graslitz / Böhmen – † 2026
1968–1973 studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik München Komposition bei Prof. Harald Genzmer und Prof. Günter Bialas sowie Klavier bei Günter Louegk und Schlagzeug bei Prof. Karl Peinkofer. Ab 1983 war er Mitarbeiter im Team des "Studio für Musik München" sowie seit 1986 Leiter der Fachgruppe Musik der Künstlergilde Sektion Bayern. Zahlreiche Auszeichnungen dokumentieren den Stellenwert, den Roland Leistner- Mayers Schaffen einnimmt, so 1970 die Auszeichnung im Alfredo-Casella-Kompositionswettbewerb, 1982 der Sudetendeutsche Kulturpreis sowie das
Konrad-Wölki-Komponistenwettbewerb der Stadt Schweinfurt 1991, der 3. Preis beim Internationalen Komponistenwettbewerb Schweiz 1996 und der Johann-Wenzel-Stamitz-Förderpreis 1994.
Sein Schaffen umfaßt Kammermusik für verschiedenste Besetzungen, Chor-, Orchesterwerke sowie Jugendmusik zahlreiche Werke sind bei internationalen Rundfunkanstalten und auf CDs eingespielt; seine Kompositionen werden weltweit gespielt.
Besondere Beachtung fanden seine 3. Sinfonie "Das weiße Requiem" (1996) und die Internet-Symphonie, die als Gemeinschaftskomposition von Roland Leistner-Mayer, Harald Genzmer, Bertold Hummel und Moritz Eggert zur Jahrtausendwende entstand.
Roland Leistner-Mayer lebt als freischaffender Komponist in Brannenburg.
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Liszt, Franz (Ferencz)
* 22.10.1811 in Raiding, Österreich - gestorben am 31.7.1886 in Bayreuth, Bayern
österreichisch-ungarischer Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller
Liszt war ein prominenter und einflussreicher Klaviervirtuose und mit über 1300 Werken und Bearbeitungen zugleich einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Ein großer Teil seines Gesamtwerkes ist der Klavierliteratur zuzuordnen. Liszt gab mit der Entwicklung der Sinfonischen Dichtung auch in der orchestralen Musik deutliche Impulse. Sein Konzept der Programmmusik und die Verwendung neuartiger harmonischer und formaler Mittel machten ihn neben Richard Wagner zum bekanntesten Protagonisten der Neudeutschen Schule.
Franz Liszt war der einzige Sohn aus der zweiten Ehe des in Westungarn – im heutigen österreichischen Bundesland Burgenland – geborenen Adam List (1776–1827) (dessen Name sowohl als List wie auch als Liszt verzeichnet wurde), Verwaltungsbeamter und Musiklehrer in Diensten des Fürsten Nikolaus II. Esterházy, und seiner Frau Maria Anna, geborene Lager (1788–1866), einer in Wien bei Katharina von Kurzbeck aus Krems an der Donau. Adam List spielte schon als Jugendlicher Cello im Sommerorchester des Fürsten Esterházy und trat nach einem abgebrochenen Theologie- und Philosophiestudium in die Verwaltungsdienste des Fürsten ein. Nebenbei spielte er weiterhin als Cellist im Orchester in Eisenstadt/Kismarton, das bis 1804 von Joseph Haydn und danach bis 1811 von Johann Nepomuk Hummel geleitet wurde.
Schon bald nach seiner Ankunft in Wien trat Liszt in privaten Kreisen auf. Am 1. Dezember 1822 spielte er im Landständischen Saal Hummels Klavierkonzert in a-Moll auf sowie eine Improvisation, in der er eine Arie aus Rossinis Oper Zelmira und das Allegretto aus Beethovens 7. Sinfonie miteinander kombinierte. Nach dem vergeblichen Versuch, eine Verlängerung seines Urlaubs um zwei weitere Jahre zu erwirken, kündigte Adam List seine Anstellung beim Fürsten Esterházy. Die Familie reiste nach Ungarn, wo Franz Liszt in Pest im Mai 1823 erste Konzerte gab. Anschließend reisten sie zurück nach Wien, wo Liszt noch für einige Monate Unterricht bei Czerny und Salieri erhielt.
Am 20. September 1823 verließ die Familie Liszt Wien, um nach Paris zu reisen, wo am Konservatorium studieren sollte. Nach Zwischenaufenthalten mit Konzerten in München, Augsburg, Stuttgart und Straßburg traf die Familie am 11. Dezember 1823 in Paris ein. Der Direktor des Konservatoriums, Luigi Cherubini, lehnte die Aufnahme Liszts jedoch ab, weil das Konservatorium nur Franzosen vorbehalten war. So übernahm sein Vater die weitere Klavier-Ausbildung und war ein strenger Lehrer.Daneben erhielt er Kompositionsunterricht bei Ferdinando Paër und Antonín Reicha. Nach privaten Auftritten in höchsten Gesellschaftskreisen und Konzerten im Italienischen Theater von Paris stieg Liszt als „petit Litz“ rasch zu einer Berühmtheit auf. Er wurde in Rezensionen zum wiedergeborenen Mozart ernannt.
In den Jahren 1824 bis 1827 bereiste der „Wunderknabe“ mit seinem Vater mehrmals England, gab unter anderem Konzerte auf Windsor Castle und wurde dort als „Master Liszt“ bejubelt.
Die ersten veröffentlichten Klavierwerke des Wunderkindes sind Etüden, Variationen von eigenen Themen und Themen von Diabelli, Rossini und Gaspare Spontini, sowie seine einzige Oper Don Sanche ou Le château d’amour, die Liszt mit Hilfestellung seines Lehrers Paër komponierte und die am 17. Oktober 1825 unter der Leitung von Rodolphe Kreutzer in Paris zur Uraufführung kam. Die Oper wurde aber schon bald vom Spielplan gestrichen.
Er nahm jetzt nur noch gelegentlich an Konzerten anderer Künstler teil und war zwei Jahre lang als Pianist nicht mehr aktiv. Um für sich und seine Mutter den Lebensunterhalt zu bestreiten, gab Liszt nun Unterricht in Klavierspiel und Komposition.
Bis zum Ende des Jahres 1831 wurde Liszt mit Frédéric Chopin, Niccolò Paganini, Gioachino Rossini, Vincenzo Bellini, Giacomo Meyerbeer, Hector Berlioz und Felix Mendelssohn Bartholdy bekannt. Bei einem Vergleich mit diesen Künstlern muss ihm bewusst geworden sein, dass er in seiner eigenen Entwicklung weit zurückgeblieben war. Aus der Sicht Mendelssohns war er der dilettantischste aller Dilettanten.
Nach dem Besuch einiger Vorlesungen von François-Joseph Fétis über die Philosophie der Musik (Liszt war sehr beeindruckt und korrespondierte mit Fétis) und einem Aufruf der Saint-Simonisten, alle Künstler mögen sich mit ihrer Kunst künftig für gesellschaftsreformerische Ideale einsetzen und bessere Musik machen als Beethoven und Rossini, wandte sich Liszt im Frühjahr 1832 wieder der Musik zu.
Liszt beteiligte sich nun auch wieder am öffentlichen Konzertleben.
Bis zum Frühjahr 1835 komponierte Liszt noch weitere Werke, die jedoch von Zeitgenossen als „unverständliche Ausgeburten einer fantastischen Exzentrizität“ bezeichnet wurden und später von Liszt in seinem Werkkatalog zumeist nicht berücksichtigt worden sind. Hierzu gehört auch ein Klavierauszug der Symphonie fantastique von Hector Berlioz, bei deren erfolgreicher erster Aufführung am 5. Dezember 1830 Liszt anwesend gewesen war. Mit Berlioz entwickelte sich eine innige Freundschaft.
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Lloyd Webber, Andrew (Baron Lloyd-Webber, KG)
* 22.31948 in London
britischer Komponist.
Lloyd Webber ist vor allem für seine zahlreichen Musicals bekannt. Als Emmy-, Grammy-, Oscar- und Tony-Award-Preisträger gehört Lloyd Webber zum kleinen Kreis der Personen, die alle vier großen Preise der amerikanischen Unterhaltungsindustrie (EGOT) in einer regulären Wettbewerbskategorie gewonnen haben.
Andrew Lloyd Webber, der Sohn des Komponisten William Lloyd Webber und der Pianistin und Lehrerin Jean Hermione Johnstone (1921–1993), wuchs mit dem jüngeren Bruder Julian (* 1951) auf, der als Cellist bekannt ist.
Andrew Lloyd Webber begann im Alter von sechs Jahren mit dem Komponieren und veröffentlichte mit neun Jahren seine erste Suite. Nachdem er ein Geschichtsstudium am Magdalen College der University of Oxford abgebrochen hatte, wechselte er an das Royal College of Music in London.
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Locatelli, Pietro Antonio
* 3.9.1695 in Bergamo – † 30.3.1764 in Amsterdam
italienischer Violinist und Komponist
Nach einigen Jahren in Rom begab er sich als Violinvirtuose auf Reisen durch Italien und Deutschland. 1729 ließ er sich in Amsterdam, dem damaligen Zentrum des musikalischen Verlagswesens, nieder und gab seine Werke heraus. Die Konzerte in seinem Haus waren Anziehungspunkt wohlhabender Musikliebhaber.
Locatelli hinterließ neun Sammeldrucke von Instrumentalmusik: Triosonaten, Solosonaten, Capricci und Konzerte. Seine Werke weisen bereits galante Einflüsse auf. Ansätze zu einem Durchführungsabschnitt weisen auf den klassischen Sonatenhauptsatz voraus. Die Konzerte zeugen von einer genauen Klangvorstellung. Am einflussreichsten waren die hochvirtuosen Capricci für Solovioline. Obwohl Locatelli nie ganz vergessen war, ist seine Musik vor allem seit den 1980er-Jahren durch Schallplatten einem breiteren Hörerkreis bekannt geworden.
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Lotz, Hans-Georg
* 24.10.1934 in Gießen – † 20.4.2001 in Hamburg
deutscher Komponist
Nach Abschluss des Musikstudiums wurde Lotz, der 1962 Dozent für Klavier am Hamburger Konservatorium geworden war, Dozent für Musiktheorie, 1976 Lehrbeauftragter, 1990 Professor für Satzlehre und Gehörbildung an der Hamburger Musikhochschule.
Seine Kompositionen sind stilistisch keiner bestimmten Schule zuzuordnen. Nach anfänglicher Anlehnung an den Stil Bartóks und der Zweiten Wiener Schule blieb er für die verschiedensten Anregungen offen, wobei sich besonders der Aspekt des Rhythmischen und der Farb- und Klangflächenbildungen (im Gegensatz z. B. zu Reihentechniken und dem traditionellen Intervall- und Akkordverständnis) herauskristallisierte.
Sein Werk umfasst im Wesentlichen Chormusik sowie Kammer- bzw. Solokompositionen. Daneben veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze und musikwissenschaftliche Arbeiten.
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Luft, Gerhard
* 1930 – ?
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bekanntestes Werk: Bagatelle
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Lully, Jean-Baptiste
(Giovanni Battista Lulli)
* 28.11. 1632 in Florenz – † 22.3.1687 in Paris
italienisch-französischer Komponist, Geiger, Gitarrist und Tänzer, der
Lully lebte
ab seinem 14. Lebensjahr am französischen Hof und stieg unter Ludwig XIV. zu den höchsten musikalischen Ämternauf. Im Dezember 1661 wurde er französischer Bürger, 1681 geadelt.
Als Schöpfer charakteristisch französischer Barockmusik gilt er als einer der einflussreichsten Komponisten der französischen Musikgeschichte, auf den auch ausländische Komponisten, insbesondere im nördlichen Europa, wie Purcell, Händel und Bach in ihren Werken Bezug nahmen. Viele seiner Stücke gehörten an den europäischen Adelshöfen, namentlich in deutschen Landen, während mehrerer Generationen zum festen musikalischen Repertoire. Berühmt ist auch seine Zusammenarbeit mit dem Komödiendichter Molière.
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