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Calace, Raffaele
* 29. Dezember 1863 in Neapel – † 14. November 1934 Neapel
italienischer Mandolinenspieler, Komponist und Instrumentenbauer.
Calaces Großvater Nicola gründete 1825 eine Lauten-Werkstatt auf der Insel Procida. Raffaele wurde in Neapel, Italien, als zweiter Sohn des Antonio Calace (1828–1876), eines erfolgreichen Instrumentenbauers, geboren und wurde zunächst zum Musiker ausgebildet. Zur gleichen Zeit entdeckte er die musikalischen Möglichkeiten der Mandoline und bald wurde er zum unvergleichlichen Mandolinenvirtuosen. Nach seinem Studium am „Regio Conservatorio di Musica“ in Neapel, das er mit höchsten Auszeichnungen beendete, war sein Hauptziel, der Mandoline einen vollständigen und ehrenvollen Platz in der Musik zu verschaffen. Um dieses zu erreichen, tourte er in Europa und Japan und gab unzählige Konzerte auf der neapolitanischen Mandoline und dem Mandoloncello. Es wird angenommen, dass die Bass-Variante der Mandolinen-Familie zunächst von den berühmten neapolitanischen Geigenbauern der Vinaccia Familie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts und von Raffaele Calace selbst perfektioniert wurde.
Raffaele Calace schrieb über 200 Kompositionen, die zu den schönsten und technisch anspruchsvollsten Werken für Mandoline gehören. So Werke für Mandoline solo oder Zusammensetzungen für Mandoline in Kombination mit anderen Instrumenten. Duette mit Klavier; Triokombinationen mit Mandola und Gitarre; romantische Mandolinenquartette (2 Mandolinen, Mandola und Gitarre); Quintette und Konzerte für Mandoline Solo mit Orchester etc.
Calace schrieb auch pädagogische Werke für Mandoline und Mandoloncello. Die „Schule für Mandoline“ wurde im Jahr 1910 veröffentlicht, die deutsche Ausgabe 1922.
Raffaele Calace und sein Bruder Nicola Calace (1861–1924) führten neben ihrer Tätigkeit als Musiker Verbesserungen der Bautechnik der Instrumente ein und modernisierten die neapolitanische Mandoline. Als Nicola Calace 1906 in die USA emigrierte, setzte Raffaele die Werkstatt mit seiner Tochter Maria, einer begnadeten Mandolinenspielerin, und seinem Sohn Giuseppe Calace (1899–1968) fort.
Heute wird die Werkstatt durch seinen Enkel Raffaele Calace Jr. geleitet.
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Caroso, Fabrizio (Fabritio) (da Sermoneta)
1526/1535 in Sermoneta; † 1605/1620
italienischer Tanzmeister der Renaissance
Über Fabritio Carosos Leben ist kaum etwas bekannt. Informationen zu seiner Biographie sind nur indirekt aus Angaben in seinen beiden Traktaten, insbesondere anhand der Tanzwidmungen abzulesen. Caroso wurde zwischen 1525 und 1535 in Sermoneta (Latium) geboren. Dort war er wahrscheinlich Schüler von Battistino. Einige der Battistino zugeschriebenen Choreographien aus Il Ballarino, sind der Familie Caetani, den Herren von Sermoneta gewidmet.
Neben Schrittbeschreibungen und allgemeinen Verhaltensregeln enthalten seine beiden Werke insgesamt 131 Choreographien von Gesellschaftstänzen seiner Zeit, zu denen die Musik in Lauten-Tabulatur notiert ist. Gemeinsam mit den Traktaten von Cesare Negri geben seine beiden Traktate eine umfangreiche und detaillierte Vorstellung vom höfischen Gesellschafts- und Bühnentanz in Italien in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Weitere Tanzformen im Werk Carosos sind etwa die Spagnoletta und die Villanella. Barriera (Basse Dance)
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Carulli, Ferdinando
* 10.2.1770 in Neapel – † 17. Februar 1841 in Paris
italienischer Komponist und Gitarrist der Frühromantik
Carulli erlernte zunächst das Cellospiel, zeigte jedoch bald starkes Interesse für die Gitarre. Mit etwa zwanzig Jahren begann er, sich das Gitarrenspiel beizubringen. Dieses Instrument stand von nun an für ihn im Mittelpunkt. Da zu dieser Zeit in seiner Heimatstadt Neapel kein Gitarrenlehrer zu finden war, war er gezwungen, eine eigene Spieltechnik zu entwickeln. Diese Technik bildet auch heute noch die Grundlage für das Spiel auf der klassischen Konzertgitarre. Daneben studierte er auch Musiktheorie.
Nachdem er seine technischen Fertigkeiten auf der Gitarre ausreichend entwickelt hatte, gab er zuerst in Neapel und später auch außerhalb Italiens, besonders in Frankreich. Nach diesen Konzertreisen zog er zunächst nach Mailand.
Einige erste Veröffentlichungen von Kompositionen für Gitarre erschienen um 1807 bei Casa Ricordi in Mailand. Nach einem Aufenthalt in Wien ab 1808 ließ er sich endgültig in Paris nieder. Dort galt er in den aristokratischen Salons als erster Gitarrist der Stadt. Carulli war der erste Musiker, der die Gitarre in Paris „salonfähig“ machte. Man sagt, dass er nicht der temperamentsvollste Musiker war, jedoch in hohem Tempo und präzise zu spielen vermochte.
Gemeinsam mit dem Instrumentenbauer Rene Lacote leistete er wichtige Beiträge zur technischen Verbesserung der Gitarre. Er verfasste eine populäre Gitarrenschule und schuf insgesamt rund 400 Werke, in der Mehrzahl für Gitarre und Flöte.
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Cecere, Carlo
* 7. November 1706 in Grottole (oder Neapel) – 15. Februar 1761 in Neapel
italienischer Komponist
Über Carlo Ceceres Leben und Ausbildung ist bislang nahezu nichts bekannt. Obwohl er von Pietro Napoli-Signorelli als ausgezeichneter Kontrapunktiker und Violinist beschrieben wurde, lässt eine Analyse seiner Kompositionen eher an einen Flötisten denken. Gesichert ist, dass er sich 1729 um die Aufnahme in die königliche Hofkapelle von Neapel als Violinist bewarb, jedoch abgelehnt wurde. Später unterrichtete er am Kloster Santa Maria del Carmine Maggiore.
Im Februar 1741 gelangte seine als Karnevalsunterhaltung verfasste Oper La taveronla abentorosa auf ein Libretto von Pietro Trinchera im Kloster Monte Oliveto Maggiore zur Aufführung und wurde später nochmals an Santi Demetrio e Bonifacio in Neapel wiederholt.
Da Ceceres Bühnenwerke sämtlich verschollen sind, ist eine Beurteilung seines kompositorischen Werks nur auf Basis seines instrumentalen Wirkens möglich, das stilistisch bei Alessandro Scarlatti anknüpft. Seine Beiträge zur italienischen Kammermusik um die Mitte des 18. Jahrhunderts gelten – obwohl gering an der Zahl – als bedeutend und weisen ihn als künstlerisch auf der Höhe seiner Zeit stehend aus.
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Chagnon, Roland
1910 – 2003 in Frankreich
ein französischer Komponist
Werke oft für Blasinstrumente, Zupforchester und Chöre. Sein Stil wird teilweise als leichtfüßig tänzerisch und unterhaltsam beschrieben.
Bekannt für kammermusikalische Werke und Zupforchesterkompositionen.
Werke sind u.a. erschienen bei Wise Music Classical und edition49.
z.Bsp. Musique sur le bout des doigts (für Zupforchester) |

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Charlton, Richard
*1955, GB
Australiens führender Gitarrist/Komponist anerkannt.
Er wurde 1955 in Großbritannien geboren und lebt in Australien, seit seine Eltern 1963 ausgewandert sind. Er war weitgehend Autodidakt und begann zunächst, Musik zu schreiben, um sein eigenes Repertoire zu erweitern, aber jetzt wurden seine Werke von vielen führenden australischen und internationalen Spielern aufgeführt und aufgenommen und sind auf mehr als 30 CDs zu hören.
Viele der Interpreten, die Werke von Herrn Charlton in Auftrag gegeben haben, gehören zu den führenden australischen Gitarristinnen wie Timothy Kain, Karin Schaupp und Slava Grigoryan.
Seine Musik verbindet eine Liebe zur Melodie mit einem ausgeprägten Sinn für harmonische und formale Struktur - Musik, "um das Ohr und den Intellekt zu verleiten" (Fred Blanks - Northern Herald).
Herr Charlton verwendet die Gitarre in vielen musikalischen Kombinationen und arbeitet mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen. Dazu gehörten kürzlich eine Arbeit für Gitarren- und Streichquartett für Matt Withers und das Acacia Quartet (2018), Stücke für Guitar Trek, Werke für Cello und Gitarre (Bach in the Dark) sowie Musik für das ABC-Meditationsprogramm Classic Flow, in dem William Barton, Didgeridoo und Riley Lee, Shakuhachi mit Gitarrist Steve Allen (2019) zu sehen waren.
Richards jüngste Gitarrenkompositionen waren ein groß angelegtes Solowork für Tim Kain, The Sonata of Forgotten Dreams (veröffentlicht auf Naxos), ein dramatisiertes Solowork für Karin Schaupp und ein neues Quartett für Guitar Trek. Seine Arbeit als Arrangeur hat ihn zu drei Katie Noonan/Karin Schaupp Duo-CDs beigetragen, von denen eine einen ARIA Award gewann. Er hat auch zweimal Musik für Chor und Orchester mit Gitarre für die Lord Mayor's Christmas Carols in Brisbane arrangiert. (2014 und 2017)
Herr Charlton wurde eingeladen, an der Guildhall School of Music and Drama in London, am Elder Conservatorium in Adelaide und an der Griffith University in Brisbane einen Vortrag über Komposition zu halten. Er hat auch in Meisterkursen am Royal College of Music in London unterrichtet und Kammermusikkurse für die Studenten von Prof. Maria Isabel Siewers an der Mozarteum-Universität in Salzburg gegeben.
Als ehemaliger Direktor für Musikperformance an der Ascham School (Sydney) war Richard viele Jahre an der Schaffung vieler neuer Werke für Orchester und Gesangsensembles beteiligt. Als Dirigent und Pädagoge hat er mit allen Arten von Gruppen von der Grundschule bis zur Reife gearbeitet und eine Vielzahl von Orchestern geleitet.
Als Lehrer, Komponist und Pädagoge ist Herr Charlton sehr gefragt und hat mit Künstlern auf der ganzen Welt zusammengearbeitet und Workshops an Schulen wie Perth Modern (WA), Northlands High School (Buenos Aires), The Centre for Youth Music (Darwin NT), St. Paul's Girls School (London), die Associazione Musicale di Varese (Italien) das Instituto Universitario Nacional del Arte (Buenos Aires, Argentinien) und auf Festivals in Enkhuizen in den Niederlanden und Hamburg in Deutschland.
Bis zu seiner Pensionierung Ende 2023 war er Koordinator für Gitarrenstudien und Komponist in Residence an der Ascham School.
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Chartofilax, Jorgo
*1893, Griechenland – 1962 Griechenland
1922 kam er über Zürich nach Dresden. Dort unterrichtete er an der Volksmusikabteilung des Konservatoriums in Dresden einen grüssen Schülerstamm. Er spielte und lehrte die Handgelenktechnik aus der romantischen Tradition um Calace und Munier.Er bildete Privatmusiklehrer aus, gründete zwei Chartifilax-Quartette (Zupfquartette mit Sängerinnen), ging mit ihnen auf Tourneen u.a. nach Tirol. Dafür bearbeitete er Werke, vorwiegend Folklore.
Der Mitteldeutsche Verlag Halle gab in den fünfziger Jahren unzählige Werke für Zupf- und Volksinstrumentenorchester heraus. Viele Bearbeitungen von Volkstänzen und Volksliedern gab es in einer eigenen Reihe.
Kurz vor der Währungsreform 1948 heiratete er ein deutsche Sängerin und zieht zurück nach Griechenland und verstirbt dort
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Chiesa, Melchior
* 1740 – † 1799
italienischer Komponist und Musiker.
Leopold Mozart erwähnt Chiesa in einem Brief. Dieser habe 1770 an mehreren Aufführungen der Oper Mitridate seines Sohnes Wolfgang Amadeus in der Mailänder Scala als Cembalist mitgewirkt.
Chiesa ist 1775 als Kapellmeister an den Mailänder Kirchen San Lorenzo Maggiore alle Colonne und Sant Eustorgio nachgewiesen und als Cembalist an der Scala bis 1783.
In den Archiven diverser Bibliotheken ruht ein großer Bestand von ihm komponierter Kirchen- und Instrumentalmusik.
Im heutigen Konzertleben ist er wiederentdeckt worden, weil von ihm zwei Sonaten für Salterio (italienisches Barockhackbrett) mit Generalbass überliefert sind, die wesentlichen Anstoß zur Erschließung von barocker Instrumentalmusik auf dem modernen Hackbrett beigetragen haben.
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Chopin, Frédéric (Fryderyk Franciszek, François, Fryderyk Franciszek Szopen)
* 22. Februar oder 1.3.1810 Żelazowa Wola, Warschau –† 17.10.1849 Paris
polnischer Komponist, Pianist und Klavierpädagoge.
Chopins Vater war Franzose, seine Mutter Polin. Er besaß daher die polnische und französische Staatsbürgerschaft. Er wuchs in liebevoller, anregender häuslicher Atmosphäre auf. Seine lebenslange enge Bindung an Familie und Heimat war bestimmend für seine Persönlichkeit. Der als Wunderkind geltende Chopin erhielt seine musikalische Ausbildung in Warschau, wo er auch seine ersten Stücke komponierte. Die ersten zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte er in Polen, das er am 2. November 1830 aus beruflichen und politischen Gründen verließ. Ab Oktober 1831 bis zu seinem Tod (1849) lebte Chopin überwiegend in Frankreich. Sein Leben war geprägt von Krankheit. Zuletzt war er mittellos und auf die Hilfe von Freunden angewiesen. Er starb im Alter von 39 Jahren, höchstwahrscheinlich an einer Perikarditis als Folge einer Tuberkulose.
Chopin ist wie Robert Schumann, Franz Liszt, Felix Mendelssohn Bartholdy u. a. ein Repräsentant der Romantik, die in seiner Wahlheimat Frankreich ihre Blütezeit zwischen 1815 und 1848 hatte. Als Komponist schuf er fast nur Werke für Klavier. Chopins Kompositionsstil ist beeinflusst von der polnischen Volksmusik, der klassischen Tradition Bachs, Mozarts, Webers, Hummels und Schuberts, besonders aber vom Stil des Belcanto der zeitgenössischen italienischen Oper und ihrem Vertreter Vincenzo Bellini. Von prägendem Einfluss war die Atmosphäre der Pariser Salons, in denen Chopin häufig verkehrte. Hier entfaltete er seine Fähigkeiten in freien Improvisationen am Klavier, die oft zur Grundlage seiner Kompositionen wurden. Seine Neuerungen in allen Elementen der Komposition (Melodik, Rhythmik, Harmonik und Formen) und das Einbeziehen der polnischen Musiktradition mit ihrer Betonung des nationalen Charakters waren für die Entwicklung der europäischen Musik wichtig.
Schon zu Lebzeiten galt Chopin als einer der führenden Musiker seiner Zeit. Sein Klavierspiel und sein Wirken als Lehrer wurden wegen der Erweiterung und Ausnutzung der technischen und klanglichen Möglichkeiten des Instrumentes, der Sensibilität des Anschlages, der Neuerungen im Gebrauch der Pedale und im Fingersatz als außergewöhnlich angesehen.
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Claußnitzer, Georg (Pseudonym)
Pseudonym von Rudolf Krebs
(weiteres Pseudonym Ralph Crevetti)
* 2. 7. 1907 in Radeberg bei Dresden – 17.10.1962 in BerlinPseudonyme =
Mit 22 Jahren begann er seine Komponiertätigkeit unter dem Pseudonym Ralph Crevetti (Crevetti = italienisch Krebs) Er hinterließ zirka 140 Originalkompositionen für Zupforchester, die er unter eigenem Namen und zwei Pseudonymen im Ragotzky-Verlag, heute Musikverlag Trekel herausbrachte.
Werke u.a.:
Friedensgruß,
Ouvertüre in A- moll,
Fröhlicher Ausklang
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Corelli, Arcangelo
* 17. Februar 1653 in Fusignano – † 8. Januar 1713 in Rom
italienischer Komponist und Violinist des Barock
Seine Triosonaten, seine Sonaten für Violine und Generalbass sowie seine Concerti grossi sind Mustersammlungen einer Verfeinerung der klassischen barocken Musiksprache des 17. Jahrhunderts und trugen zur steigenden Wertschätzung von Instrumentalmusik bei.
Corelli entstammte der Violinschule Bolognas und konnte sich in Rom rasch in den höchsten Kreisen des Adels im Zentrum musikalischen Mäzenatentums etablieren. Er diente im Orchester der französischen Nationalkirche San Luigi dei Francesi und in demjenigen der in Rom lebenden ehemaligen schwedischen Königin Christina, der er sein erstes gedrucktes Opus, die 12 Kirchensonaten op. 1 (1681), widmete. In Folge nahm er Anstellungen bei dem wohlhabenden Kardinal und Kunstmäzen Benedetto Pamphili und bei dem Vizekanzler und Kardinalnepoten Pietro Ottoboni an, was ihn in die Position versetzte, das römische Musikleben seiner Generation zu dominieren und Kontrolle über großbesetzte orchestrale Aufführungen zu erlangen, die zu jener Zeit aufgrund eines päpstlichen Verbots von Theateraufführungen, das auch Opern einschloss, in Rom gerade in Mode kamen.
Corellis Veröffentlichungen von Triosonaten sind getrennt nach den Typen der Kirchensonate mit abwechselnd langsamen und schnellen Sätzen und der Kammersonate mit Präludium und Tanzfolge.
Corellis Ruhm und die Verbreitung der Drucke seiner Werke in ganz Europa waren für einen Komponisten der Instrumentalmusik beispiellos. Sein Werk wurde Ausgangspunkt für das Schaffen folgender Generationen von Komponisten. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde Corellis Musik zwar durch neuere Tendenzen verdrängt, aber vor allem in England weiterhin gepflegt und gehört seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zum Repertoire klassischer Musik. Das „Weihnachtskonzert“ mit seiner Pastorale sowie die Folia-Variationen gehören zu den populärsten Stücken Alter Musik.
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Cornelissen, Thilo
* 1904 – † 1965
deutscher Musikpädagoge und Komponist
Cornelissen war 1946 als Musiklehrer am heutigen Hermann-Ehlers-Gymnasium im Berliner Stadtteil Steglitz tätig. Im selben Jahr, also ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, gründete er die Volksmusikschule Steglitz. Mit weiteren Lehrkräften des Gymnasiums schuf er die Voraussetzungen für Instrumental- und Gesangsunterricht und gründete erste Musikensembles wie den Kammerchor der Musikschule. Das bis heute beliebte Weihnachtssingen Steglitzer Schulen geht ebenfalls auf Cornelissen zurück.
1951 verfasste er ein kleines Liederbuch mit dem Titel: Der Kreis, Deutsche Volkslieder, Gesänge und Kanons mit vollständigen Texten – Melodieausgabe, das im Musikverlag Robert Lienau, Berlin-Lichterfelde, damals noch mit „Zulassung der Nachrichtenkontrolle der Amerikanischen Militärregierung“, erschien. Im Vorwort schrieb er: „Mögen alle diese Melodien und Lieder mit ihren Bearbeitungen dazu beitragen, die Freude am eigenen Musizieren und Gestalten innerhalb der Gemeinschaft und im häuslichen Kreise wieder zu wecken“.
Seine Komposition Lichtenfelder Zupfmusik gehört bis heute zum Programm internationaler Musikensembles.
Werke:
Lichterfelder Zupfmusik
Der Kreis, Deutsche Volkslieder, Gesänge und Kanons mit vollständigen Texten
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Couperin, François
*10.11.1668 in Paris –11.9.1733 in Paris
bedeutender französischer Barockkomponist, Cembalist und Organist.
Couperin galt als Schlüsselfigur zwischen Lully und Rameau prägte er den französischen Cembalostil, wirkte als königlicher Musiker unter Ludwig XIV. in Versailles und stammte aus einer einflussreichen Musikerfamilie.
Er entstammte er einer Musikerfamilie. Sein Vater, Charles Couperin, war Organist an der Kirche Saint-Gervais, eine Position, die später auf François überging. Nach dem Tod des Vaters 1679 erhielt er seine Ausbildung. Mit nur 17 Jahren übernahm er 1685 die angesehene Organistenstelle an Saint-Gervais.
1693 wurde er königlicher Organist von Ludwig XIV. in Versailles und 1717 Cembalist von Ludwig XV..
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