
|
Pachelbel, Johann
getauft am 1.9.1653 in Nürnberg - † 3.3.1706 in Nürnberg
deutscher Komponist des Barock
PAchelbels Eltern waren der Weinhändler Johann (Hans) Pachelbel (* 1613 in Wunsiedel) und dessen zweite Gattin Anne Maria, geborene Mair.
Er fiel schon früh durch seine musikalische und wissenschaftliche Begabung auf. Das Studium an der Universität Altdorf bei Nürnberg musste er im Jahre 1669 nach nur neun Monaten aufgeben, da sein Vater in finanzielle Probleme geriet und sein Haus verpfänden musste. Johann Pachelbel besuchte in der Folgezeit das Gymnasium Poeticum in Regensburg, 1673 ging er nach Wien.
Er wurde 1677 herzoglicher Hoforganist in Eisenach und lernte dort die Familie Bach kennen. 1678 wechselte er als Organist an die Predigerkirche nach Erfurt, hier gab er dem älteren Bruder Johann Sebastian Bachs,
Johann Christoph Bach d. Jüngere, Orgelunterricht.
Johann Pachelbel wechselte 1690 nach Stuttgart in die Dienste der Herzogin Magdalena Sibylla. Bereits 1692 floh er vor einer drohenden französischen Invasion nach Nürnberg. Im Anschluss daran wirkte er als Stadtorganist an der Augustiner- und Margarethenkirche in Gotha. 1695 ging er zurück in seine Heimatstadt Nürnberg, wo er als Organist von St. Sebald Nachfolger des verstorbenen Georg Caspar Wecker wurde.
mehr Informationen zum Komponisten |

|
Paulsen-Bahnsen, Ralph
* 20.7.1954 in Hamburg St.-Georg
Er spielte schon in jungen Jahren als Gitarrist in verschiedenen Bands und Formationen.
erster Unterricht in E-Gitarre bei Kalle Popp, der als Bassgitarrist und Sänger
der Band „The Beathovens“ bekannt war - durch ihn Kontakt zum Hamburger Konservatorium und zu Prof. Bernard Hebb, dessen Schüler und späterer Student er viele Jahre war, Abschluss 1976 als Leiter von Zupfensembles an der Bundesakademie in Trossingen, Examen als staatlicher Musiklehrer für Gitarre (SMP) 1976 von 1976-1977 Studium am Hamburger Konservatorium mit dem Hauptfach Komposition/Musiktheorie bei Prof. Dr. Wolfgang Andreas Schultz von 1977 - 1981 Studium an der Hochschule für Musik in Hamburg mit Hauptfach Komposition/Musiktheorie bei Prof. Dr. Werner Krützfeldt, Examen 1981 mit Auszeichnung Lehrtätigkeit von 1977 - 1983 als Dozent für Gitarre und Musiktheorie am Hamburger Konservatorium, seit 1981- 2020 hauptamtliche Lehrkraft für Komposition, Gitarre und vorberufliche Fachausbildung an der Musikschule Norderstedt.
Er war Leiter von Chören und Zupforchestern und Mitglied der European Guitar Teachers Association sowie im Bund Deutscher Zupfmusiker.
Er hat zahlreiche Veröffentlichungen, die überwiegend bei im „Peer Verlag“ und „Joachim-Trekel-Musikverlag“ erschienen sind Neben seiner Arbeit als Komponist, Arrangeur und
Musikpädagoge spielt Ralph Paulsen-Bahnsen als Solist (Veranstaltungsreihe "Bar Guitar") und in verschiedenen Besetzungen, so z.B. in dem Duo "Birdie's Joy" zusammen mit Oda Heyse.
mehr Informationen zum Komponisten |

|
Pellegrini, Pietro
* ca. 1720 – † ca.1750
italienischer Komponist des Barock
Pellegrini wurde
vor allem für seine Werke für Blasinstrumente wie das Concerto C-Dur und Concerti in F-Dur bekannt. Er wird dem 18. Jahrhundert zugeordnet und seine Musik wird oft im Kontext der Barockzeit und für Instrumente wie die Piccolotrompete verlegt.
Zu seinen Werken zählen Konzerte, darunter das "Concerto C-Dur" (oft bearbeitet für Piccolotrompete und Klavier) und weitere Konzerte in F-Dur.
Seine Werke sind in verschiedenen Musikverlagen und Online-Shops (z.B. Stretta Music, Blasmusik-Shop) als Notenmaterial erhältlich. |

|
Pergolesi, Giovanni Batista
* 4.1.1710 in Jesi – † 17.3.1736 in Neapel
Er hat auf dem Gebiet der Oper für Aufsehen gesorgt. Als Kapellmeister des neapolitanischen Prinzen Stigliano brachte er 1732 seine Oper „Lo frate´nnamorato“ auf die Bühne, ein typisches Werk für die sogenannte Neapolitanische Schule. Pergolesis heiter-beschwingten Allegrosätze waren Vorbild für den jungen Mozart, der von den 'singenden Allegros' des Italieners schwärmte.
Die Aufführung von Pergolesis 'La Serva padrona' in Paris 1752 löste den berühmten Buffonistenstreit aus, bei dem die entsprechenden Anhänger entweder die italienische Opera buffo oder die französische Tragédie lyrique bevorzugten.
Noch um 1770 bis 1780 schwelte der Streit zwischen Piccinisten und Gluckisten um Glucks Reformopern.
mehr Informationen zum Komponisten |

|
Piccinni, Niccolò Vito ( auch Nicola Vincenzo Picci(n)ni)
* 16.1.1728 in Bari - † 7.5.1800 in Passy bei Paris
italienischer Komponist der Klassik
Er wurde von Leonardo Leo und Francesco Durante am Conservatorio di Sant' Onofrio in Neapel erzogen, wofür er dem Bischof von Bari zu danken hat, da sein Vater, selbst Musiker, seinem Sohn verweigerte, den gleichen Beruf wie er zu ergreifen. Piccinnis erste Oper, Le Donne dispettose, wurde 1755 uraufgeführt, und 1760 komponierte er in Rom das chef d’œuvre seiner frühen Jahre, La Cecchina ossia la buona Figliuola, eine Opera buffa, die in ganz Europa erfolgreich war. Er hatte 1756 seine Schülerin Sibilla Vincenza geheiratet, eine Sängerin, der er danach nie wieder einen Auftritt erlaubte.
1766 wurde Piccinni von Königin Marie Antoinette nach Paris eingeladen. Auch hier waren seine Arbeiten erfolgreich, bis der Direktor der Pariser Oper die Idee hatte, ihn und Christoph Willibald Gluck absichtlich aufeinander zu hetzen, indem er sie überzeugte, gleichzeitig das gleiche Sujet zu bearbeiten: „Iphigénie en Tauride“.
Somit erfolgte eine Wiederauflage des Buffonistenstreits. Das Pariser Publikum wurde in zwei feindliche Lager gespalten, die unter den Namen Piccinnisten und Gluckisten einen Krieg austrugen. Glucks Iphigénie en Tauride, die mit ihrer gesanglichen Behandlung des französischen Textes als Überwindung der klassischen Deklamationsregeln und als Rettung der französischen Oper gerühmt wurde, kam am 18. Mai 1779 zur Aufführung. Piccinnis weniger erfolgreiche Iphigénie folgte am 23. Januar 1781. Der Widerstreit der Parteien ging weiter, auch nachdem Gluck Paris 1780 verlassen hatte, denn man rief anschließend eine neue Rivalität zwischen Piccinni und Antonio Sacchini aus. Piccinni blieb so populär, dass er beim Tod Glucks 1787 vorschlagen konnte, ihm ein Denkmal zu seinen Ehren zu setzen – ein Vorschlag, den die Gluckisten nicht unterstützen wollten.
1784 wurde Piccinni Professor an der königlichen Musikschule, eines jener Institute, aus dem 1794 das Konservatorium gebildet wurde. Beim Ausbruch der Französischen Revolution im Jahre 1789 ging Piccinni nach Neapel zurück, wo er anfangs von König Ferdinand IV. wohlwollend empfangen wurde; als aber seine Tochter einen französischen Demokraten heiratete, fiel er in Ungnade. Die nächsten neun Jahre brachten eine prekäre Existenz in Venedig, Neapel und Rom, 1798 kehrte er nach Paris zurück, wo das Publikum ihn enthusiastisch empfing, er aber kein Einkommen mehr erzielte.
mehr Informationen zum Komponisten |

|
Pilsl, Fritz
* 11.07.193 3– † 2018
deutscher Komponist, Musikpädagoge und Arrangeur, der
Er wurde besonders
ür seine Werke für Akkordeon, Zupfinstrumente (Gitarre, Mandoline, Zither) und Kammermusik bekannt ist.
Er selbst bezeichnete seinen Stil als Musik für den „Gebrauch“, die dem Laienmusiker moderne, gut klingende Werke an die Hand gibt.
Er studierte am Konservatorium Trossingen (Klavier, Akkordeon, Chorleitung, Komposition) und war Gewinner des Coupe Mondiale in Italien (1958).
Seine bekanntesten Werke sind das Akkordeon Quartette (I-IV), Impressionen einer spanischen Landschaft, Für Gitarre 10 Impromptus für Gitarre, Varianten (Volkslieder mit Variationen).
Er war der Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift „Der Volksmusiklehrer“
und sehr aktiv in der musikalischen Ausbildung.
|

|
Pleyel, Ignaz Josef ( Ignace, autographisch auch Ignazio Pleijel)
* 18.6.1757 in Ruppersthal, Niederösterreich – † 14.11.1831 Saint-Prix bei Paris
österreichisch-französischer Komponist und Klavierfabrikant
Er war Sohn des Schulmeisters Martin Pleyl und dessen Gattin Anna Theresia. Seinen Familiennamen ergänzte er mit einem e, als er die französische Staatsbürgerschaft annahm. Pleyel war Schüler Joseph Haydns und Johann Baptist Vanhals in Pressburg und Eisenstadt. Seine Gönner, die Grafen Erdödy, bezahlten ihm die Ausbildung und den Aufenthalt bei Haydn - 100 Louisdor pro Jahr. Er vollendete seine Ausbildung in Italien und übersiedelte 1783 nach Straßburg, wo er Adjunkt des Domkapellmeisters Franz Xaver Richter wurde und sich fortan "Ignace" nannte. Bevor er nach Richters Tod 1789 dessen Nachfolge antrat, nahm er die französische Staatsbürgerschaft an.
Vor der Revolution floh er nach London und wirkte dort zeitgleich mit seinem früheren Lehrer Haydn. Von 1795 an lebte er in Paris, wo er eine Musikalienhandlung und später daneben die noch heute unter der Firma Pleyel, Wolff u. Komp. bestehende Klavierfabrik gründete.
Sein Sohn Camille Pleyel, geb. 1792, bildete sich unter Leitung seines Vaters und des Komponisten Johann Ladislaus Dussek zum Klavierspieler aus und übernahm 1825 die väterliche Klavierfabrik, der er bis zu seinem Tod am 4. Mai 1855 als Leiter vorstand.
mehr Informationen zum Komponisten |

|
Praetorius, Michael (auch Michaël Prætorius)
* um 1571/72 in Creuzburg bei Eisenach – † 15. Februar 1621 in Wolfenbüttel
deutscher Komponist, Organist, Hofkapellmeister und Gelehrter im Übergang von der Renaissance- zur Barockzeit
Michael Praetorius war der in Thüringen geborene jüngste Sohn unter den sechs Kindern des streng lutherischen Pfarrers Michael Schulteis. Sein genaues Geburtsdatum ist nicht überliefert.
In Torgau besuchte Praetorius etwa 10 Jahre lang die Lateinschule, wo die musikalische Tradition Johann Walters fortlebte. Seinen Schulbesuch setzte er an der Lateinschule in Zerbst fort. Dort lebte er bei seiner Schwester und hatte vermutlich Orgelunterricht bei Thomas oder Lukas von Ende.
Im Jahr 1585 begann Praetorius – mit 13 oder 14 Jahren – das Studium der Theologie und Philosophie an der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Dort lebten seine ältesten Brüder Andreas (geb. vor 1549) und Johannes (geb. 1552) als Pastoren. Andreas war Hofprediger des Kurfürsten von Brandenburg und Rektor der Universität.
Nach dem Tod beider Brüder wurde ihm von der Kirchenleitung eine Stelle als Organist an der Universitätskirche St. Marien angeboten. So konnte er seinen Lebensunterhalt etwa drei Jahre lang verdienen, bis er 1589/90 – ohne sein Studium abgeschlossen zu haben – aus unbekannten Gründen Frankfurt verließ. Aufenthalt und Tätigkeit während der Jahre 1589–1594 sind bisher nicht geklärt, möglicherweise setzte er sein Studium in Helmstedt fort und hatte familiäre Anbindung zu seiner Schwester Brigitte, deren Mann Daniel Sachse seit 1591 Oberdomprediger in Halberstadt war.
Fest steht, dass Praetorius seit etwa 1594 bei Herzog Heinrich Julius (geb. 1564, Regent 1589–1613 im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel), Bischof von Halberstadt und Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, als Kammerorganist angestellt war. Als vielseitig gebildeter Hofbeamter hatte Praetorius mitunter auch Aufgaben eines Sekretärs zu übernehmen; der Überlieferung nach war er auch „Geheimer Kammersekretär“ der Herzogin Elisabeth.
Neben seiner Residenz in Wolfenbüttel hatte Heinrich Julius seinen Bischofssitz in Gröningen bei Halberstadt, den er zu einem prachtvollen Renaissanceschloss ausbauen ließ. In der Schlosskapelle hatte der Halberstädter Orgelbauer David Beck in den Jahren 1592–1596 eine prunkvolle Orgel mit 59 Registern errichtet.
Im Dezember 1604 wurde Praetorius als Nachfolger von Thomas Mancinus zum Hofkapellmeister ernannt und lebte fortan in Wolfenbüttel. Damit war Praetorius für die Hofkapelle mit ihren etwa 18 Sängern und Instrumentalisten verantwortlich und hatte für gottesdienstliche Musik in der Schlosskapelle sowie für Tafelmusik bei festlichen oder privaten Essen und Tanzmusik bei höfischen Festen zu sorgen. In dieser Zeit unternahm Praetorius wiederholt Reisen, u. a. nach Bückeburg, Kassel, Regensburg und Prag, auch in diplomatischem Auftrag des Herzogs. Enge familiäre Verbindungen des Wolfenbütteler Hofes zum Kurfürstlichen Hof Dresden führten mehrfach zu Reisen dorthin.
Unmittelbar nach der Ernennung zum Hofkapellmeister veröffentlichte Praetorius seine ersten Werksammlungen, die Motectae et Psalmi Latini (1605/07) und die Musae Sioniae I (1605), vermutlich entstanden während der Jahre als Kammerorganist. Die Kunst des Komponierens hat Praetorius wohl als Autodidakt erworben.
Nach dem Tod von Herzog Heinrich Julius im Jahre 1613 schwieg die Musik in Wolfenbüttel wegen des Trauerjahres und Praetorius wurde an den Kurfürstlichen Hof in Dresden beurlaubt. Danach wohnte und arbeitete er wieder in Wolfenbüttel, blieb aber als „Capellmeister von Haus aus“ dem Dresdner Hof verbunden, d. h., er blieb in seiner Wolfenbütteler Bestallung und reiste gelegentlich zu Aufführungen bei festlichen Gelegenheiten nach Dresden. In gleicher Funktion wirkte er ab 1616 auch am Erzbischöflich-Magdeburgischen Hof in Halle/Saale.
Als Komponist leitete er zahlreiche Festmusiken zu unterschiedlichen Anlässen. Zusätzlich war er musikalischer Berater an den Fürstenhöfen in Bückeburg, Rotenburg/Wümme, Sondershausen (Loh-Orchester) und am dänischen Königshof in Kopenhagen (1618).
Als Schüler ist nur Heinrich Grimm bekannt (um 1607 Kapellknabe in der Wolfenbütteler Hofkapelle). Rückschlüsse aus Syntagma musicum weisen auf einen umfangreichen Briefwechsel mit italienischen Druckern und Verlegern in Florenz, Rom und Venedig hin, in deren Folge Praetorius zahlreiche Kompositionen und Schriften italienischer Komponisten besessen haben muss.
Praetorius war Prior des Klosters Ringelheim bei Goslar. Dieses Ehrenamt war in aller Regel mit einer Pfründe verbunden. Er war auch Konventuale des Klosters Amelungsborn.
mehr Informationen zum Komponisten |

|
Preema, Valdo
*1969, Estland
Valdo Preema studierte an der staatlichen Musikschule Tallinn Percussion. Er spielt in den wichtigsten Jazz- und Rockbands, wie z. B. der „New Murphy Band“. Als Arrangeur und Komponist ist er in der Jazz- und Rockszene und mit Bühnenmusik sehr erfolgreich. 1997 übernahm er das Management der edition 49 in Tallinn, Estland. Ebenso bearbeitet er Notensätze für die „edition 49“. |

|
Probst, Franz
(Pseudonym Francesco Lagally)
* 4.9.1923 Saarbrücken – † 6.3.1973
Bereits mit sieben Jahren erhielt er Violin-unterricht. Am Bornschein-Konservatorium Saarbrücken führte er seine Studien mit Gitarre und Violine bis zum Krieg fort. Eine Verletzung der rechten Hand setzte seiner Karriere als klassischer Konzert-gitarrist ein jähes Ende. Unverzagt griff er zum Plektron und zur E-Gitarre. Aber auch am Kontrabass entwickelte er eine hohe Perfektion.
Mit Beginn des Krieges wurde der Vater Albert Probst (1902-1950) rekrutiert, und Sohn Franz übernahm dessen Gitarrenschüler an der „Musikschule für Jugend und Volk“ Saarbrücken und den Gitarrenpart in der „Rundfunkschrammel“. Dieses Ensemble spielte i.d.R. mehrfach wöchentlich am frühen Morgen live im Sendestudio von „Radio Saarbrücken“ in der „Wartburg“.
In der ersten Zeit nach dem Krieg musste der Allroundmusiker mit Unterhaltungsmusik aller Art in Tanzkaffees (z.B. Café Delft, Saarbrücken) und Bars seinen kargen Lebensunterhalt verdienen. Wenig später spielte er beim Sender „Radio Saarbrücken“ in der Wartburg gemeinsam mit seinem Vater und seinen Brüdern wieder einmal Schrammelmusik.
Ab 1948 erhielt er in den verschiedenen Tanz- und Unterhaltungsorchestern des Saarländischen Rundfunks Anstellungen als E-Gitarrist und Bassist. Er spielte unter namhaften Orchesterleitern, wie: Rudi Braun, Erich Weber, Manfred Minnich, Eberhard Pokorny, Erwin Schmidt sowie Wolfgang Kowatsch und war ein begehrter, gelegentlich auch ein kritischer Mitspieler; denn als in den 50-er Jahren die sogenannte amerikanische Musik von Übersee nach Deutschland kam, war Franz Probst mit allen Spielarten des Jazz, Blues und Swings bereits bestens vertraut
Franz Probst unterrichte einige private Gitarrenschüler. Als sein Vater früh verstarb, übernahm er wiederum dessen Schüler an der Saarbrücker Musikschule.
Probst war in vielen Genres versiert und in allen Epochen bewandert. Er spielte Musik in ihrer ganzen Bandbreite: Lautenmusik der Renaissance, klassisch-romantische Gitarristik, Flamenco und internationale Folklore, Schrammel-, Unterhaltungs- Tanz-, und Popmusik, Lateinamerikanische Standard-Tänze und natürlich alle Varianten des Jazz.
In den 60-er Jahren spielte er in einem Instrumental- und Singkreis für alte Musik, der „Ars renata“ in Saarlouis, unter Yves Rudell, mit Sachverstand und großem Stolz die Theorbe.
Im Jahre 1961 gründete das musikalische Multitalent den „Gitarrenchor Saarbrücken“. Dieses Ensemble war damals das erste und einzige seiner Art im Südwestdeutschen Raum. Mitglieder waren zeitweise namhafte Gitarristen, wie Jiri Jirmal, Takashi Ochi, Tadashi Sasaki, Michael Koch, Dieter Steffen, Eberhard Wilhelm, Jörg Becker, Thomas Thiel und viele andere. Über viele Jahre nahm der Gitarrenchor Saarbrücken eine heraus-ragende Stellung ein, gab Impulse für diese neue Ensembleformation und weckte Interesse bei vielen „Nachahmern“. Franz Probst komponierte und arrangierte anfangs alle Spielstücke für sein Gitarren-ensemble selbst, denn es gab noch kaum Literatur für diese Besetzung. Seine Vorliebe für alte Lautenmusiken zeigt sich in seinen vielen Bearbeitung und Transkriptionen von Frescobaldi, Prätorius, Bach, Telemann, Haydn, u.a.. Um den Tonumfang und das Klangspektrum zu erweitern, bezog er bald auch Oktav-, Terz- und Bass-Gitarren mit ein.
|

|
Puccini, Giacomo (Antonio Domenico Michele Secondo Maria)
* 22.12.1858 in Lucca – † 29.11.1924 in Brüssel
italienischer Komponist
Puccinis Eltern entstammten dem damaligen gehobenen Bürgertum, die nicht besonders reich war, aber auch nicht arm. Puccini erhielt eine ordentliche Schulbildung, und zwar sehr wahrscheinlich als externer Absolvent der geistlichen Seminare, die an die Hauptkirchen von Lucca, Sani Michele und San Martino, angeschlossen waren, war jedoch ein schlechter Schüler. Onkel Fortunato Magi unterstützte die Familie mit der Hälfte seines Gehalts und gab Puccini zusätzlichen Musikunterricht.
Im Jahr 1871 wechselte Puccini von der Seminarschule an das Istituto Musicale Pacini, um in der Tradition der Familie Berufsmusiker zu werden, wo er den Unterricht mehr schlecht als recht absolvierte.
Ihn interessierte eher das Machen von Musik. Dementsprechend erhielt er erste Preise wie zum Beispiel in der Orgelklasse im Jahr 1875 und für Komposition und Kontrapunkt im Jahr 1878. Ein enges Verhältnis entwickelte Puccini am Istituto Musicale Pacini zu Carlo Angeloni, Lehrer für Gesang und Kompositionstheorie.
mehr Informationen zum Komponisten |

|
Purcell, Henry
um 1659 in Westminster - † 22.11.1695 in London
Purcell, der „Orpheus britannicus“, war Sohn eines Mitglieds der um 1660 errichteten Sängerkapelle Karls II. (Chapel Royal). Er erhielt seine Ausbildung als Chorknabe derselben Kapelle durch deren Vorsteher Henry Cooke († 1672) und dessen Nachfolger Pelham Humfrey (1647–1674). Nach Humfreys Tod setzte er seine Ausbildung bei John Blow und Matthew Locke (1621/22–1677) fort. 1676 übernahm er das Organistenamt an der Westminster Abbey. Im selben Jahr schrieb er Musik zu John Drydens Schauspiel Aureng-Zebe und zu Thomas Shadwells Epsom Wells und The Libertine.
Es folgten weitere Schauspielmusiken, darunter eine Ouvertüre und eine Masque zu Shadwells Bearbeitung von Shakespeares Timon of Athens.
Für das Jahr 1689 ist die Aufführung seiner ersten Oper Dido und Aeneas belegt, an welche sich später noch 38 dramatische Musikwerke anschlossen, die sowohl durch ihre Stoffe (teils nach William Shakespeare, teils von John Dryden) als durch die Originalität und den hohen Kunstwert der Musik ein wohlbegründetes Aufsehen erregten. Nicht minder waren seine Kirchenkompositionen von den Zeitgenossen, namentlich auch von Händel, geschätzt.
1690 schrieb er Lieder zu Drydens Version von Shakespeares The Tempest, darunter Full fathom five und Come unto these yellow sands, und Musik zu Bettertons Bearbeitung von Fletcher und Massingers Prophetess (später besser bekannt unter dem Titel Dioclesian) und zu Drydens Amphitryon; 1691 entstand King Arthur, ebenfalls nach einem Libretto von Dryden. 1692 komponierte er Musik zu The Fairy Queen (eine Bearbeitung von Shakespeares Sommernachtstraum).
Zu Purcells Meisterwerken gehören sein Te Deum und Jubilate, die für den Cäcilientag des Jahres 1694 entstanden - es handelt sich hier um das erste englische Te Deum mit Orchesterbegleitung. Purcell überlebte diese Komposition nicht lange. Er komponierte ein Anthem für die Trauerfeier der Königin Maria II. von England 1694, das in einer elektronischen Fassung von Wendy Carlos zur Titelmusik von Stanley Kubricks Film Uhrwerk Orange wurde.
Bereits von Zeitgenossen gewürdigt, galt Purcell vor allem durch seine Vokalwerke lange Zeit als größter englischer Komponist. Bemerkenswert an diesen Werken ist vor allem die einfühlsame Verwendung der englischen Sprache. Purcell hatte vermutlich einen Sohn, Edward (1689–1740), der ebenfalls komponierte.
Purcell gehört zu den Komponisten des Barock, die großen Einfluss auf moderne britische Komponisten
wie Benjamin Britten, Michael Tippett, Peter Maxwell Davies oder Michael Nyman hatten. Selbst moderne Rock-Musiker berufen sich auf ihn: Pete Townshend von der Gruppe The Who zählt Purcell zu seinen bedeutendsten Einflüssen, was beispielsweise in den Anfangstakten von Pinball Wizard deutlich wird. Auch Klaus Nomi interpretierte Werke von Purcell als Countertenor.
mehr Informationen zum Komponisten |
| |
|