Hamburger
Mandolinen-Orchester
von 1928 e.V.




Das HMO war ein traditionsreiches Orchester in Hamburg, das sich in den vergangenen 90 Jahren mit Freude am gemeinsamen Musizieren jede Woche traf. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Orchester zurückgezogen und reduziert. Nach dieser Zeit wurde ein neuer Anfang gemacht. So war das „HMO“ eines der ersten deutschen Orchester nach dem Krieg in Dänemark. Langjährige Freundschaft verband das Orchester mit dem dänischen Mandolinen-Orchester „Loco“, später dann auch mit Zupforchestern aus der damaligen DDR in Gräfenroda, Leipzig und Meißen. Kontakte mit den „Silver Strings“ aus St. Petersburg in Russland gehörten zu den Highlights. Gastorchester aus dem Ausland wie „Giocoso“ und „Con Moto“ aus Österreich oder „Kôchi Mandorin Doyôbi kai“ aus Japan haben mit uns zusammen musiziert, genauso auch Orchester aus dem norddeutschen Raum.

Auftritte im Hörfunk im Rahmen der Sendereihe „NDR 90,3 - Sonntakte“ haben uns auch über unseren Freundeskreis hinaus eine große Zuhörerschaft beschert. Dazu kommen noch verschiedenste Veranstaltungen für Senioren, Konzerte im Lichtwarkhaus oder Freilichtmuseum Kiekeberg bei Hamburg. Von 2005 bis 2007 veranstaltete das Orchester im Zollenspieker Fährhaus Konzerte, in deren Mittelpunkt das Singen mit dem Publikum stand. Viele Jahre war das Orchester Träger von Großveranstaltungen in der Musikhalle und im AudiMax. Hier sei besonders das Zusammenwirken von Chören, Zupforchestern und Tanzgruppen im Rahmen der Veranstaltungen „Lied - Spiel - Tanz“ zu nennen. Mit dem dem Hamburger Konservatorium verband uns eine jahrzehntelange fruchtbare Zusammenarbeit.

Auch an Wettbewerben wurde gerne teilgenommen. Mit intensiven Proben gelang es dem Orchester 1996 in Gera und 2000 in Karlsruhe mit gutem Erfolg am Deutschen Orchesterwettbewerb teilnehmen zunehmen. Beim Landesorchesterwettbewerb „Orchestrale 2003“ schnitt das Orchester dann mit sehr gutem Erfolg ab. Auch im Jahr 2007 hat das Orchester wieder mit gutem Erfolg teilgenommen und ist nach Wuppertal gefahren, und hat dort am Wettbewerb mit gutem Erfolg teilgenommen.

Auf den zur Tradition gewordenen jährlichen Frühjahrskonzerten in der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg, Kleiner Saal - spielten wir für unser Publikum immer wieder gern die neu erarbeiteten Musikwerke. So brachten wir jedes Jahr aufs Neue ein weiteres kleines Stück musikalischer Vielfalt der Zupfmusik auf die Bühne. Gerne luden wir uns Solisten wie Akkordeonspieler, Flötisten, Gitarristen oder Sänger/innen ein, die das Programm zusätzlich bereicherten. Durch den inzwischen verstorbenen Dirigenten Herbert Balzer (Leitung von 1938-1939, 1947-1993) und Andreas Pauly (Leitung von 1994 bis 2007) entwickelte sich das Orchester immer weiter. Seit 2008 hat das Orchester in Olga Dubowskaja eine neue musikalische Leiterin gefunden. 2014 wurde der Dirigentenstab an Ulf Mummert weiterreicht, der so manches altbekanntes Stück mit neuen Impulsen und Ideen wieder spannend belebte. So brachte er neuen frischen Wind in das Orchester das Orchester. Nach der langen Zeit sollte das aber nicht heißen, das wir „auf Altenteil” waren. Fleißig erweitern wir jedes Jahr die Anzahl unserer Musikstücke. Zum im Laufe der Jahre immer größer werdenden Repertoires gehören zum Beispiel Originalwerke für Mandoline und Orchester von Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Leopold Mozart und Antonio Vivaldi. Auch moderne Originalmusiken für Zupforchester von Leopold Mozart, Hermann Ambrosius, Kurt Schwaen, Caesar Bresgen, Ralph Paulsen-Bahnsen oder Dieter Kreidler haben Eingang in unsere Notenmappen gefunden. So manche Bearbeitung von Folklore und klassischen Werken stammte aus der Feder unseres langjährigen Mitglieds und Dirigenten und Ehren-Dirigenten des HMO Herbert Balzer.

Seit 2010 sind einige seiner Bearbeitungen beim Musikverlag Trekel erhältlich. Viele Wünsche und Vorschläge kamen aus den aus den Reihen der Orchestermitglieder und befreundeter Tanzgruppen. In den 90 Jahren war das Hamburger Mandolinen-Orchester von 1928 e.V. immer eine starke Gemeinschaft. Wer uns einmal kennengelernt hatte, blieb dann auch in der Regel viele Jahre dabei. Jeden Mittwoch um 19:30 Uhr fanden wir uns in der Finkenau (erst Festsaal Pflegeheim Oberaltenalle, später Festsaal Vitanas Finkenau) ein, um zusammen zu musizieren. Dabei war den Mitspielern dann kein Weg zu weit, viele Kilometer kamen so im Laufe des Jahres zusammen.

Auch das Gesellige kam nicht zu kurz. Orchesterarbeit kann anstrengend sein. Gern traf man sich so zum Klönschnack. Ausflüge, Reisen zu befreundeten Orchestern, Geburtstage und die Weihnachtsfeier zum Jahresabschluss wurden gerne wahrgenommen. Und wer dadurch noch nicht ausgelastet war, der fand sich mit Gleichgesinnten zum Musizieren in kleinen Gruppen zusammen.

Wir bedanken uns bei allen Freunden, Zuhörern und Förderer, die uns all die Jahre unterstützt haben. Ohne Publikumsbegleitung oder Resonanz kann ein Laienorchester nicht bestehen. Aber leider auch nicht ohne Spieler*Innen. So war leider 2019 auch für uns eine schöne Zeit zu Ende.

Wer mehr über das Orchester wissen möchte, kann sich auf den alten Webseiten des HMOs schlau machen oder auch mich kontaktieren.

Wer mehr über das HMO erfahren möchte, darf sich gerne bei mir melden.