Die „Chitarra battente“ hat ihren Ursprung in Süditalien und wurde im 17. Jahrhundert entwickelt. Sie ist tief in der Volksmusiktradition verwurzelt und wurde traditionell von Musikern vor allem in den Regionen Kalabrien, Apulien und Kampanien gespielt. Die Chitarra battente war und ist ein Symbol der musikalischen Kultur Süditaliens.
Die Chitarra battente ähnelt in ihrer Form einer klassischen Gitarre, unterscheidet sich jedoch durch einige Besonderheiten. Der Korpus der Chitarra battente ist größer und hat oft eine gewölbte Rückseite, was die Resonanz des Instruments verstärkt. Die Decke ist flach, und das Instrument hat fünf Doppelsaiten, die in der Regel aus Metall bestehen. Diese Saiten werden über einen Steg gespannt und erzeugen einen hellen, klaren Klang. Die Stimmwirbel der Chitarra battente sind oft aus Holz gefertigt und befinden sich an einer flachen Kopfplatte. Die Chitarra battente zeichnet sich durch ihren metallischen, durchdringenden Klang aus, der durch die Verwendung von Doppelsaiten und die spezielle Bauweise des Instruments entsteht.
Sie gilt aktuell als Bindeglied von antiken Mandolinen zu „modernen“ Mandolinen. Die Chitarra battente wird hauptsächlich durch das Anschlagen oder "Schlagen" der Saiten gespielt, daher auch der Name "battente" (schlagend). Die Spieler verwenden eine Kombination aus Plektrum und Fingern, um rhythmische Muster zu erzeugen, die typisch für die Begleitung von Volksliedern und Tänzen sind. Die perkussive Spielweise und der metallische Klang machen das Instrument besonders für die rhythmische Begleitung geeignet, und es wird oft in Ensembles verwendet, die traditionelle süditalienische Musik spielen.
Die Chitarra battente erlebt eine Renaissance und wird von modernen Musikern und Ensembles wiederentdeckt, die sich für die Erhaltung und Wiederbelebung der süditalienischen Volksmusiktraditionen einsetzen.
MFA Boston, USA
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