Cremoneser Mandoline
allgemeine Beschreibung

 

Die Cremoneser (oder auch oder Brescianische) Mandoline wurde von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts populär. Ihre erste Erwähnung mit Definition ist bei Bortolazzi, dem Autor der ersten deutschsprachigen Mandolinenmethode, die Anfang des 19. Jahrhunderts erschienen.

 

Die bis heute erhaltenen Originalinstrumente haben eine Schwingungslänge von etwa 30-33 cm mit vier einzelnen Saiten, die in Quinten gestimmt waren (also genau wie die neapolitanische Mandolino oder die Violine in e, a, G, D. Die Cremoneser Mandoline hat 9 bis 10 Bünde auf dem Griffbrett.

 

Zwei Varianten der Besaitung stehen zur Verfügung. Die Erste ist eine historische Rekonstruktion mit drei Darmsaiten und eine Seidenkern-gewickelte Saite mit versilbertem Kupferdraht für die 4. G-Saite verwendet. Die zweite ist eine "moderne" Version, die den historische Klang mit modernen synthetischen Materialien sucht. Sie verwendet dazu zwei synthetische „New Nylgut-Saiten“ und zwei kupfergewickelte Saiten auf einem synthetischen Multifilamentkern. Es gibt noch eine Cremoneser-Mandoline mit 4 Saiten, die g d' a' e gestimmt sind. Die Instrument hielt sich aber nur kurz.







Lorenzo Lippi, Mailand, Italien

Nachbau einer Cremoneser/Bresciano Mandoline