Das Mandoloncello, auch Mandocello, ist größer als eine Mandoline und tiefer in CC–GG-dd–aa gestimmt. Das Mandoloncello entspricht in seiner Stimmung dem der Violinfamilie. Das Mandoloncello ist ähnlich wie die Mandoline aufgebaut. Der Rücken des Instruments kann sowohl die für die Mandoline bekannte runde Form haben, als auch flach sein. Die Konstruktion mit einem flachen Rücken geht auf die Designs der “„Gibson Guitar Corporation“ zurück, welche dieses im frühen 20. Jahrhundert in den USA populär machte. Das Mandoloncello ist normalerweise mit 4 Saitenpaaren bespannt, welche in CC-GG-dd-aa gestimmt sind. Die Abbildung rechts zeigt ein Modell mit vier statt 8 Saiten. Meist wird seine Stimme im Bassschlüssel notiert. In deutschen Notenausgaben allerdings auch oft im nach unten oktavierenden Violinschlüssel. Auf Grund der enormen Dicke der C-Saite, entfernen manche Mandoloncellospieler eine dieser, um ein Klappern zu verhindern und somit angenehmer fortissimo spielen zu können. Das 10-saitige Mandoloncello erhält ein zusätzliches Paar E-Saiten, so dass die Stimmung nun CC–GG–dd–aa–e'e' ist. Ein solches Mandoloncello wird auch als liuto cantabile oder liuto modernobezeichnet, bleibt aber technisch gesehen weiterhin ein Mandoloncello. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte das Mandoloncello zum Standardinstrumentarium eines Zupforchesters. Jedoch glich sein Tonumfang etwa dem einer üblichen Gitarre, die das Mandoloncello nach und nach in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus den deutschen Zupforchestern verdrängte.
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