Die moderne „römische Mandoline“ (Mandolino romano) ist eigendlich keine offizielle Bezeichnung, sondern beschreibt damit die neapolitanische Mandoline, die als klassischste Form gilt, oder eine historische Mandoline mit einem Plektrum, das in der Antike in Rom verwendet wurde. Die Mandoline hat einen gewölbten, bauchigen Korpus und vier Doppelsaiten, die wie bei einer Geige gestimmt sind. Sie wird mit einem Plektrum angespielt und kann so Tremolo-Effekte erzeugen. Ihre Merkmale sind ein ewölbter, birnenförmiger Korpus, der oft aus 15 (oder mehr) schmalen Holzspänen gefertigt ist. Der Hals ist V-förmig, nicht mehr rund wie bei der Neapolitanischen Mandoline. Die vier Doppelsaiten haben die Stimmung G-D-A-E. Die frühen Modelle hatten Seiten aus Darm, heute aus Metall. Gespielt wird sie mit einem Plektrum, das die Saiten anreisst. Die historische Mandoline wird mit einem speziellen spindelförmigen Plektrum („römisches Plektrum“) gespielt und so schon in der Antike verwendet. Durch die Doppelsaiten wird der Klang lauter und voller. Mit dem sogenannten Tremolo werden die Töne voll und lang. Diese Spieltechnik erzeugt einen dichten Klangteppich. Der Griffbrett hat Metallbünde, an denen die Töne gegriffen werden.
Namhafteste Erbauer dieses Mandolinentypes sind u.a.: • Luigi Embergher (4.2.1856 – 12. 5.1943), Italien • Giovanni Battista Madura (1859 – 1905), Italien • Giovanni de Santis (1834 –1916), Italien
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